Hätte Talgo überhaupt so viele Kapazitäten? (Allgemeines Forum)

Chrispy, Dienstag, 11.05.2021, 13:05 (vor 1792 Tagen) @ Benjamin.Keller
bearbeitet von Chrispy, Dienstag, 11.05.2021, 13:08

DB, DSB, ... gab es da nicht noch einen größeren Auftrag? Nachdem man zuletzt eher geschrumpft war?

Eine erste Phase von HS2 geht frühestens 2028 ans Netz und bis 2031 soll die gesammte Strecke von London bis Birmingham fertiggestellt sein. Bis dann sind die DB und DSB Züge längst gebaut.

Hoffentlich übernimmt sich Talgo nicht - erscheint mir immer ein sympathischer Laden mit einem guten Konzept zu sein :)

Talgo hat wirklich ein interessantes Konzept. Allerdings finde ich, dass man zu sehr versucht dieses Konzept auf Biegen und Brechen in einfach jedem Fahrzeug umzusetzen. Eine Achse pro Wagen ist halt eine ziemlich limitierende Konstruktion. Ein Beispiel: Talgo hat sich ja damals auch für die FV-Dosto Aussschreibung der SBB mit einem Doppelstock-Talgo beworben. Zwar auch wieder eine interessante Idee, allerdings mit so hohen achslasten, dass man die Wagen extrem Kurz halten musste. Dies führt dann zu vielen Wagenübergängen, was die Kapazität stark eingeschränkt wird. Zudem sind nur die konventionellen Drehgestelle an den Zugsenden angetrieben, womit der Dosto-Talgo kein wirkliches Triebwagenkonzep darstellt. Bei einer Zuglänge von 200 m sind die dinger dann auch noch untermotorisiert. Hätte man sich an der stelle mit einer konventionellen konstruktion Beworben, hätte man vielleicht Chancen gehabt, aber so ging der auftrag an Bombardier.


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