Erinnerungen. Bergs-Kelbra. Nordhausen. (Umläufe, Tz-Anfragen, Tz-Taufen)

Der Blaschke, Sonntag, 21.02.2021, 22:48 (vor 14 Tagen) @ 611 040

Huhu.

Aber morgen kömmt Blaschi- da wird's rundgehen! Außer der Zubringerzug hat Verspätung.

Du auf dem RE1 ?

Nee! Den haben wir nicht im Portfolio.

Nordhausen Halle incl SEV. Und zurück nach Lutherstadt Eisleben.

Meine erste Nachtzugfahrt in den Osten. D 441 Düsseldorf Zwickau über Kassel Halle. Ich schlafe. Werde morgens wach. Wo mag ich sein. Vorne röhrt eine 232. Also hinter Kassel muss es sein. Dann kommt ein Bahnhof. Berga-Kelbra! Ich bin im Reichsbahnland.

Nordhausen: ich fuhr mit dem Interconnex 3 Rostock Neuss auf dem kompletten Weg. In Nordhausen war gut 15 Min Pause. Ich hatte zwar als einziger Superdeluxe gebucht, aber trotzdem holte ich Essen in Nordhausen. Ich mag den Bahnhof.

Dann die tolle Landschaft da bei Blankenheim.

Und der damalige RE Kassel Halle. Mit 143 und y-Wagen. Die 143 ist toll. Ruckelfreies Anfahren (im Gegensatz zur schrecklichen 111). Und das versetzte Anlaufen der Lüfter - wie beim Raketenstart. Auf der Strecke Unmengen von 10 km/h-La. Wegen völlig kaputter Weichen. Riesenspektakel, da dann mit Lok und den ganzen Wägelchen 'stundenlang' bei Geknarze und Gequietsche drüberzuzuckeln. Und die modernisierten y-Wagen. Mir gefielen die immer.

Lustig: Miezie und 4 Jungs im Zug. Alle so 13, 14 Jahre alt. Die Jungs erkennbar ganz heiß auf Mausi. Dann wird wieder mit dem y-Wagen-typischen irren Lärm gebremst. Wir stehen. In die Stille hinein meint dann Mausi: "Die könnten die Bremsen ja auch mal ölen!". Betretene Stille bei den Jungs - die fanden Miezie gar nicht mehr so geil; stilles Grinsen bei den restlichen Fahrgästen. Okay, leiser wäre es bestimmt ...

Hach, die gute alte Zeit. Jedes Wochenende auf Achse. Da war ich noch jung ... Mit TMT jeden Sommer bis zu 40.000 km im Monat abgerissen. Und seit der Wende und den ersten Erlebnissen noch als die DDR existierte und wir da auf Klassenfahrt fahren, beschäftigt mich das. An Tag 3 nach dem Mauerfall in Helmstedt und mitten auf der Autobahn genau an der weißen Grenzlinie gestanden. Die damaligen, teilweise schockierenden, Eindrücke lassen mich nie wieder los. Darum nutze ich jede seltene Gelegenheit, nachzuschauen, wie das heute da ist. Immerhin eine friedliche Revolution. Wahnsinn damals. Vor allem die Dynamik. Als um die Jahreswende 89/90 die ersten Wiedervereinigungsgedanken aufkamen, da sinnierten mein Kumpel und ich noch, ob wir beiden ca 20-Jährigen die wohl noch erleben werden. Tja ... Da war Schwung im Laden. Und heute ... - schrecklich ... Na ja, mal gucken, was Corona noch bringt ...

Ich freu mich jedenfalls. Mindestens 14 Std außer Haus für was um 40 Euro Verdienst - etliche halten mich da für total bekloppt. Aber das juckt mich bekanntlich wenig.


Schöne Grüße von jörg


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