DB Cargo und Coca Cola mit neuer Zusammenarbeit (Allgemeines Forum)

oska, Freitag, 12.02.2021, 05:26 (vor 20 Tagen) @ GibmirZucker

Wie transportiert denn die Konkurrenz?

Die haben vermutlich weniger als 13 Standorte in Deutschland.

Für die Ökobilanz eines Getränks spielt es ja eine Rolle, wie es über längere Strecken transportiert wird.

Darum erwähnt Coca Cola, dass regional produziert wird. Die braune Plürre muss also nicht durch ganz Europa transportiert werden. Das Wasser kommt aus der Leitung. Wenn dann noch der Zucker aus der Region kommt, dann fehlt ja nicht mehr viel.

Wobei es hier wohl nur um die Lieferung zwischen den Standorten geht. Ein Tropfen Cola auf den heißen Stein. Die Zentrallager des Handels sind selten an die Bahn angebunden. Die Zuckerrübenfabriken transportieren inzwischen wohl auch meist auf der Straße. Beim Handel können Coca Cola und Bahn wenig ausrichten, aber auf die Zulieferer könnten die beiden Unternehmen Einfluss nehmen. Wenn sie denn mehr wollten, als nur eine schön klingende Pressemitteilung in das virenbedingte Sommerloch zu posten. Coca Cola holt die Lieferanten an den Verhandlungstisch und die Bahn reaktiviert den Gleisanschluss, der vermutlich vor Jahren stillgelegt wurde.


Die Pressemitteilung der Bahn:

Coca-Cola on Tracks: DB Cargo schafft ein Güternetzwerk in Deutschland
Getränketransport per Schiene auf Langstrecken zwischen 13 Standorten des führenden deutschen Getränkeherstellers • Bahnlogistik ersetzt drei Millionen Lkw-Kilometer – Flexibilität ist für Kunden ausschlaggebend

Der Verkehrssektor ist ein großer Treiber von CO2-Emissionen in Deutschland: Deshalb verlagert der Getränkehersteller Coca-Cola Langstreckentransporte zwischen seinen Standorten zunehmend auf die umweltfreundliche Schiene, DB Cargo sorgt maßgeblich für die termingerechte Bahnlogistik. Seit Februar werden neue Strecken an die Bahn angeschlossen. So entsteht bis Mitte des Jahres ein bundesweites „Schienengüternetzwerk“ für Coca-Cola, in das 13 Standorte eingebunden werden. Gewinner ist vor allem das Klima. Mit dem neuen, umweltfreundlichen Transportweg von DB Cargo werden jährlich etwa 1900 Tonnen CO2 weniger verbraucht. Und auch auf den Autobahnen ist fortan mehr Platz: etwa drei Millionen Lkw-Kilometer sollen pro Jahr bei den Fernverbindungen eingespart werden.

„Coca-Cola trinkt man cool. Und cool fürs Klima ist, dass Getränke von Coca-Cola in Deutschland auf langen Strecken nun auch mit der Bahn transportiert werden“, sagt Dr. Sigrid Nikutta. Als DB-Konzernvorstand für den Schienen-Güterverkehr stellt sie fest: „Für Konsumgüter ist der Mix aus langen Bahntransfers und der letzten Meile per Lkw zum Kunden ideal. Wir haben gemeinsam ein Logistiknetzwerk für Coca-Cola realisiert, welches mit 13 Standorten in der Konsumgüterbranche einmalig in Deutschland ist.“ Ziel einer starken DB-Cargo ist, noch mehr Kunden in Europa von den Vorteilen der Bahnlogistik zu überzeugen, so Dr. Sigrid Nikutta.

Coca-Cola und DB Cargo haben bereits 2016 mit einem Pilotprojekt begonnen, innerdeutsche Langstrecken auf die Schiene zu holen. Seitdem wurden die Verkehre sukzessive ausgeweitet: „Wir produzieren weitgehend regional und haben überwiegend kurze Lieferwege. Dort, wo das nicht möglich ist, setzen wir noch stärker auf die Schiene. In diesem Jahr bauen wir deshalb mit DB Cargo ein Netz mit 19 Strecken zwischen unseren Standorten auf“, sagt Tilmann Rothhammer, Geschäftsführer Customer Service und Supply Chain. „Das ist vor allem deshalb möglich, weil wir Schienengütertransporte bei DB Cargo genauso kurzfristig beauftragen können wie Transporte über die Straße – in nur drei Tagen. Da es immer wieder vorkommt, dass die Nachfrage plötzlich schwankt, ist diese Flexibilität für uns als Konsumgüterunternehmen besonders wichtig. Das hilft uns, mehr auf die Schiene zu verlagern und unser ambitioniertes Ziel eines klimaneutralen Geschäfts im Jahr 2040 zu erreichen.“

Coca-Cola hat sich zum Ziel gesetzt, seine absoluten Treibhausgasemissionen bis 2030 über die gesamte Wertschöpfungskette um 30 Prozent gegenüber 2019 zu senken und bis 2040 klimaneutral zu werden. Mehr Informationen gibt es unter www.cocacolaep.com/de/news.

Zahlen und Fakten im Überblick: Coca-Cola mit DB Cargo auf der Schiene

Seit 2016 Schienengütertransporte auf Langstrecken zwischen Standorten in Deutschland ausgebaut
2020: 1,7 Mio Lkw-Kilometer und 1.000 Tonnen CO2 eingespart
2019: 1,4 Mio Lkw-Kilometer und 700 Tonnen CO2 eingespart
2018-2020: Verdopplung der Standorte im Bahnnetz von fünf auf elf
2018-2020: Verdopplung der Strecken im Bahnnetz von vier auf neun


Über DB Cargo – Deutsche Bahn

DB Cargo ist die Konzernsparte für den Güterverkehr der Deutschen Bahn.
Mehr als 30.0000 Mitarbeitende bringen mehr als 3.600 Züge am Tag durch 18 Länder in Europa plus China. Die jährliche Betriebsleistung ersetzt bis zu 22 Mio. Lkw-Fahrten pro Jahr, dabei werden rund 7 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr gegenüber dem Straßentransport eingespart.

Über Coca-Cola European Partners Deutschland

Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) ist mit einem Absatzvolumen von mehr als 3,8 Milliarden Litern (2019) das größte deutsche Getränkeunternehmen. Sie ist für die Abfüllung sowie den Verkauf und Vertrieb von Coca-Cola Markenprodukten in Deutschland verantwortlich. Die CCEP DE betreut ca. 325.000 Handels- und Gastronomiekunden und beschäftigt rund 7.500 Mitarbeiter. Die CCEP DE ist Teil von Coca-Cola European Partners (CCEP), einem der führenden Konsumgüterhersteller in Europa. CCEP bedient über 300 Millionen Konsumenten in 13 Ländern mit einer breiten Auswahl von alkoholfreien Getränken.


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