Weihnachtsmarkt etc. (Allgemeines Forum)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 05.01.2021, 00:08 (vor 11 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Dienstag, 05.01.2021, 00:10

Erstmal, ich hielt die Fahrt in einem Alstom Coradia iLint in Österreich für triftig genug, um ins ca. 30 Minuten entfernte Wiener Neustadt und zurück zu fahren. Und es gibt manchmal Momente, da fahr ich auch einfach nur rum, weil das Gefühl vom Bahnfahren mich irgendwie glücklich macht. Zu meinem bestandenen Führerschein machte ich da einen Umweg nach Hause, um noch etwas die S-Bahn nehmen zu können.

Also mit sowas kenne ich mich aus, da scheitert's eher am Preis und an der Zeit als an der Lust.

Letztere beide hindern mich derzeit daran, den ICE von Rostock nach Hamburg zu nehmen. Hab nicht das Geld und nicht die Zeit. Man muss doch auch derzeit dort in Quarantäne hin, oder?

Also eher nicht so.

Zur Beerdigung fährt man vor allem, um selbst mit dem Tod eines Nächsten abschließen zu können. Das ist psychisch durchaus relevant, schätz ich mal.

Ich find aber den Besuch einer Stadt wegen des Weihnachtsmarktes unnötig. Seit dem Dresdner Striezelmarkt weiß ich einfach, dass es für mich einfach nicht diesen Zauber gibt, von dem ich hoffte. Er lag anderswo: beim Anblick der Altstadt, die sich in der Elbe spiegelt. Beim Spaziergang durch die Stadt, auch durch Dresden Neustadt. Bei der Fahrt mit der S-Bahn zum Flughafen Dresden. Beim kurzen Blick durch diesen Flughafen. Bei spontanen Soaziergängen in der Nacht, gerne mal ohne Ziel sondern der Nase nach. Bei der nächtlichen Fahrt zurück ins Hotel.

Beim Besuch von Meißen, beim Besuch der Eisskulpturenwelt, die das Erlebnis am Weihnachtsmarkt irgendwie toppte.

Wie soll ich sagen, sobald ich mir die Stadt wirklich aneignen, so ein gewisses Gefühl von Daheimsein darin verspüren kann, es wirklich in mich aufnehmen kann, ist der Stadtbesuch für mich gelungen. Deswegen besuche ich öfters auch gerne die selbe Stadt mehr als einmal, weil ich selbst bei kleineren Städten immer etwas neues finde, mehr mir die Stadt aneignen kann.

Das spüre ich ganz besonders bei Bratislava, vor dem
Umzug war Berlin mein Favorit, aber tatsächlich auch immer wieder in Wien.

Und das ist etwas, da kann mich kaum eine Stadt enttäuschen. Es sei denn natürlich, die hat wirklich nichts zu bieten oder ist einfach zu glatt geschliffen, um eine Identität zu haben.

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[image] (Quelle: Česke Drahy)


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