"Inoffizieller Anschluss" wird sichergestellt! (Reiseberichte)

ICE619, München, Dienstag, 01.09.2020, 10:42 (vor 2034 Tagen) @ VT642

Guten Morgen miteinander,

gestern habe ich eine Vorgehensweise miterlebt, die ich bislang als völlig ausgeschlossen eingestuft hätte: Gebucht war eine Fahrt von Leipzig nach Obernburg-Elsenfeld mit ICE 695 bis Frankfurt, ICE 1021 und ab Aschaffenburg RB.

Wegen einer Signalstörung verspätete sich ICE 695 um ca. +40, wodurch der Anschluss an ICE 1021 in Frankfurt sehr unwahrscheinlich wurde (ICE 695 mit Verspätung an 22.24h, ICE 1021 ab 22.21h, nicht bahnsteiggleich). Daher entschloss ich mich, ab Fulda den ICE 877 nutzen, der in Hanau planmäßig um 22.34h ankommt - Abfahrt des ICE 1021 in Hanau war gestern (31.08.) planmäßig um 22.37h. In 3min von Gleis 6 nach 103 ist natürlich kein offizieller Anschluss.

Nichtsdestotrotz teilte ich dem Zf des 877, der wegen Anschlussaufnahme in Fulda mit +6 abgefahren ist, meinen Wunsch mit - und tatsächlich erhielt ich die Antwort, man würde alles versuchen, um den Anschluss zu erreichen! Statt der üblichen Vormeldung über die RIS App griff der Zf zum Handy und telefonierte längere Zeit mit irgendjemandem, kam schließlich etwa 15min vor dem Erreichen von Hanau zurück und meinte, der ICE 1021 würde den Anschluss abwarten! Hierzu muss man anmerken, dass der 1021 bis dato absolut pünktlich unterwegs war, wir hatten zwischenzeitlich +8 und konnten bis Hanau wieder auf +6 reduzieren, sodass ICE 877 um 22.40h in Hanau ankam, wir schleunigst zum Gleis 103 geeilt sind und dort tatsächlich den ICE 1021 vorgefunden haben, der ganze 8min bis 22.45h einen inoffiziellen Anschluss abgewartet hat!

Und es kommt noch besser: Der Zf aus dem 877 hat wohl bereits mit dem Zf aus 1021 telefoniert, dieser begrüßte uns mit den Worten, er habe den Anschlusszug in Aschaffenburg bereits vorgemeldet, denn durch das 8 minütige Warten reduzierte sich die Umstiegszeit in Aschaffenburg von 11 auf 3min, jedoch hat der Anschlusszug noch einmal 3min gewartet, sodass ein entspannter 6min Übergang möglich war.

Habt ihr eine ähnliche Vorgehensweise schon einmal erlebt? Ich war wirklich sehr positiv überrascht über das Engagement der beteiligten Mitarbeiter und die Tatsache, den Reisenden so trotz Verspätung eine pünktliche Ankunft am Ziel zu ermöglichen! Ich könnte mir das allenfalls damit erklären, dass der 1021 weder in Würzburg, noch in Nürnberg nennenswerte Anschlüsse erreichen muss und eine geringe Verspätung daher vernachlässigbar ist...

Ähnliches mal miterlebt, ebenso zusätzlich telefoniert.
Ging um ein Regioanschluss in Ingolstadt.

Daran merkt man aber auch, was alles möglich ist.
Aber wo sind die Vorgaben?
Wem helf ich als Zf und wem nicht?
Dem einen teil ich mit, dass der Zug leider nicht warten kann obwohl nicht mal angefragt und für den andern telefonier ich 2x hinterher?


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