Friedrichstraße (Allgemeines Forum)

cheaper1511, Freitag, 09.04.2010, 21:58 (vor 5961 Tagen) @ Sören Heise

Dennoch kann ich mir das nicht so ganz vorstellen und Bilder konnte ich dazu im Netz nicht finden. Der zugehörige Wikipedia-Artikel ist zwar sehr interessant, aber leider nur mit wenigen Bildern illustriert. Sogar auf den Gleisen selbst bestanden Sicherheitsvorkehrungen, die eine Durchfahrt der Züge verhinderten (= nicht alle Gleise waren unterbrochen).


Es gibt (wenige) gedruckte Bilder. Ich weiß bloß gerade nicht, in welchen Publikationen; meistens wohl aus der Zeit, als die Grenze schon durchlässig war, vorher wäre wohl mindestens der Film weg gewesen. Ein Bild aus DDR-Zeiten in Peter Bock, Interzonenzüge. Eisenbahnverkehr im geteilten Deutschland. München 1998, S. 186. Das Buch ist empfehlenswert (die 2. Auflage kenne ich nicht).
Oft vorhanden waren Entgleisungsweichen. Nach einem bei Bock, S. 184, abgebildeten Plan waren in Friedrichstraße Gleissperren zu diesem Zweck vorhanden.

Aber warum legte man einen "West"-FERN-Bahnhof im Osten an?


Friedrichstraße (den meinst Du wohl) war schon im Deutschen Reich Fernbahnhof; während der Teilung war es der Endbahnhof der Transitzüge. Die Züge wurden dann in Rummelsburg abgestellt. Nach der Bereitstellung für die Rückfahrt gen Westen wurden sie am Bahnsteig zunächst von DDR-Organen gründlich durchsucht, erst nach Freigabe durften die Reisenden einsteigen. An die Kontrollen bei der Ein- und Ausreise in die DDR habe ich eigentlich keine Erinnerungen, ich erlebte das nur einmal im Alter von zehn Jahren kurz vor dem 9. November.

Ja, meine "Friedrichstraße".

Schade, dass Du keine Erinnerung hast an diese Übergänge, solche sind Gold wert.
Darf ich fragen, ob Du die Kontrolle damals als "DDRler" oder "Westberliner"/"BRDler" passiert hast? Ich glaube, dass das auch noch mal einen Unterschied gemacht hat.


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