[6MGA] Teil 20: Oberalppass und Rheinschlucht [m111B] (Reiseberichte)

Math5D, Dienstag, 19.05.2020, 14:30 (vor 13 Tagen) @ Math5D

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88 Jetzt geht es aber endlich durch die Schlucht

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89 vorbei an Felswänden

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90 und Geröllhängen. Der ganze Komplex ist ja durch einen ähnlichen Bergsturz wie in Randa entstanden, nur größer. Der Fluss musste sich anschließend über Jahrtausende einen neuen Weg suchen und hinterließ dabei eben die Schlucht.

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91 Bis zu 400m tief geht es in den Fels.

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92 Hier macht der Vorderrhein einen plötzlichen Knick, den die Bahn natürlich nicht bekommt.

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93 Auch ein paar Nebenflüsse haben sich ihren Weg durch den Fels gegraben und Unmengen Kies hinterlassen.

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94 Langsam wird es wieder flacher

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95 und schließlich überqueren wir vor Reichenau-Tamins erst den Vorderrhein

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96 und dann den Hinterrhein für mich das erste Mal auf der inzwischen renovierten alten Brücke. Die neue ist rechts daneben zu sehen.

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97 Auf der anderen Seite vereinen sich die Flüsse zum Alpenrhein, der heute offensichtlich die Farbe des Vorderrheins übernimmt - ist auch logisch, denn ich hatte ja schon vorhin festgestellt, dass das Vorderrheintal erstaunlich warm war, sodass dessen Wasser eben obenauf fließt.

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98 Spontan steige ich in Reichenau-Tamins aus - so bin ich direkt den wenig freundlichen Schaffner los. Im Nachhinein ärgere ich mich eigentlich, dass ich am Oberalppass nicht noch eine Stunde länger gestanden habe, um den Gegen-Glacier auch dort aufzunehmen. Denn den Puffer hätte ich noch locker gehabt, da ich ab Chur endlich den in Teil 8 verpassten IC um 16:39 nehmen möchte. So kann ich dafür hier den IR nach Chur aufnehmen, der unserem Zug direkt folgt. Erstaunlicherweise fährt der heute nicht mit einem Albula-Gliederzug, sondern normalen Wagen.

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99 Auch wird er nicht von einer Ge4/4 III geschoben (oder sollte man besser sagen "gebremst"?), sondern von einem ABe8/12 Allegra, und zwar dem aus Teil 6 bekannten mit ABB-Werbung.

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100 Ich nehme die nachfolgende S2 mit ABe4/16 Allegra, in dem dieses Fenster sich öffnen lässt und den Blick auf das Dreischienengleis freigibt. Der vierte Zug dieser Strecke, die S1, fährt übrigens direkt vor dem RE aus Disentis, sodass sie allesamt innerhalb von 20min durchrauschen und dann 40min Pause haben - nicht gerade optimal, aber so haben sie alle in Chur einen passablen Anschluss auf den in jeder Stunde verkehrenden Takt des IC3. In der Gegenrichtung ist das an sich genauso, nur dass die Reihenfolge nicht exakt gespiegelt ist. In beiden Richtungen fährt nämlich der RE vor dem IR und beide verfolgen auf dem Abschnitt eine maximal inkonsequente Haltepolitik (dazu am besten mal in den Taktfahrplan schauen).

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101 Schon um 15:22 kommt der ICE71 inzwischen als ICE4 hier an und mit ihm warte ich über eine Stunde auf die Rückfahrt, die man natürlich an einem geschäftigen Bahnhof schnell herumbringt. Diese lange Wartezeit ergibt sich daraus, dass dieser Umlauf eben nur alle 2h fährt.

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102 Hier der nächste RE nach Disentis sowie der eben schon gesehene IR.

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103 Etwas weiter stehen ein IR13 und ein RE nach Zürich, die auch erst um :12 und :16 fahren.

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104 Hinten fährt der Zug aus Arosa ein. Ich lasse mich zwischendurch noch absichtlich von ein paar Mädels anquatschen, die Unterschriften für irgendeine Petition sammeln, nur um ihnen dann im letzten Moment zu sagen, dass ich kein schweizer Staatsbürger bin und damit gar nicht dazu berechtigt bin, die zu unterschreiben. War aus meiner Sicht dadurch ein sehr lustiges Gespräch, auch wenn die Komik glaube ich nicht bei der Gesprächspartnerin angekommen ist - dabei hätte sie es auch direkt an meinem Hochdeutsch erkennen können und höchstens deshalb zweifeln, weil ich ihr konsequentes Bündnerdeutsch gut verstand. Naja, normalerweise weiche ich solchen Werbeleuten immer aus, weil sie einem mit sinnlosem Quatsch die Zeit stehlen, da wollte ich den Spieß halt mal umdrehen.

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105 Oberhalb der Gleise befindet sich der Busbahnhof, in dem gerade eine ganze Armee unterschiedlicher Bauarten wartet.

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106 Hier kommt der nächste IR aus St. Moritz an, der hinten dran noch drei Postwagen hat.

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107 Diese werden schließlich abgekuppelt und an den Zug nach Scuol-Tarasp rangedieselt. Ich vermute aber, dass sie den in Landquart wieder verlassen und die Spurweite gewechselt haben.

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108 Nach der Abfahrt des vorherigen IC um 16:09 (der aus dem um 15:52 wendet) gehe ich zu meinem ICE4, den jemand hier als Kunstobjekt verstanden hat - durchaus gelungen, finde ich. Viel schöner als irgendwelche seltsamen Graffiti!

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109 Dann laufe ich aber doch nochmal zu Gleis 14 rüber, denn dort zieht diese Ge4/4 I einen kurzen Güterzug durch.

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110 Zurück zum Zug, der hier immerhin an den relevanten Stellen gesäubert wurde. Ich finde es dabei durchaus erstaunlich, dass der ICE4 in der Lage ist, seine Gattung als IC korrekt anzuzeigen. Da hat bei Siemens wohl doch jemand mitgedacht.

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111 Die Anzeige drinnen kennt wohl schon einen zukünftigen Basistunnel von Chur bis zum Walensee. Danach folgt der rote Strich der korrekten Streckenführung entlang der Limmat - die heißt zwar in echt vor dem Zürichsee noch Linth, aber das wussten die Programmierer dieses Bildschirms wohl nicht. Oder sie wird bei der Fertigstellung des Tunnels auch umbenannt werden, wer weiß.

Mit exzellenter Laune fahre ich zurück mit diesem IC3, dem IC5 und der S3 nach St-Prex und streiche auf meinen beiden Listen den jeweils ersten Eintrag. Heute hat wirklich alles geklappt und das Wetter war perfekt, so kann es doch weiter gehen für 2020.


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