Neufahrzeuge für private EVU (noch) nicht sinnvoll (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 22.04.2020, 07:02 (vor 2226 Tagen) @ GibmirZucker

Der letzte Schrott, aber eben wenig Sitzplätze pro Laufmeter Zug. Neues Material (z.B. KISS) mit vielen Sitzplätzen, wenig notwendigem Unterhalt und hoher Verfügbarkeit könnte im Betrieb effizienter sein. Gerade wenn im den letzten Jahren sehr günstige Kredite zu bekommen waren.

Das ist zu früh. Wenn man nur mit ein paar Zugpaaren auf einzelnen Strecken einsteigt und der Betrieb dann aufgrund zu geringer Nachfrage nicht wirtschaftlich ist (auch FLIX hat keine Glaskugel), kann man alte Kisten immernoch zum Bender abgeben und Mietverträge für Loks kündigen bzw. auslaufen lassen, wenn sie befristet sind.
Das "neue Material" müsste ggf. nach nur 1-2 Jahren Einsatzzeit weit unter Wert verkauft werden und der Verlust wäre immens.
Im schlimmsten Fall würden nagelneue KISS zerlegt.
Bei Billigpreisen gibt es vmtl. niemanden, der aufgrund des "letzten Schrott" nicht bei FLIX bucht, bzw. modernere Züge würden keinerlei zusätzliche Fahrgäste anlocken.
Abgesehen davon kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen, was an Bimz so schlimm sein soll. Zu IR-Zeiten in den 1990er war das die beliebteste Zuggattung mit stets guter Ausastung. Sie sind vlt. in heruntergekommenem Zustand, aber ich würde Bimz jederzeit ggü. so manchem, was sich mittlerweile "ICE" nennt vorziehen, auch bei >30°C.

Auch im Güterverkehr ist es überwiegend so, dass private EVU moderne Loks nur anmieten oder eigene Loks nur als Bundesbahn-Klassiker gebraucht vom SSM beschaffen.

Erst wenn sich der Betrieb etabliert hat, und man weiss, dass man langfristig bestehen kann, ist es an der Zeit, sich nach neuem Material umzusehen.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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