Artikel frei lesbar - Es geht um Fahrgastsicherheit (Allgemeines Forum)

Power132 @, Sonntag, 09.02.2020, 08:36 (vor 17 Tagen) @ Oscar (NL)

Zitats des Anfangs:

Wer derzeit mit dem Zug in Luzern einfährt, entdeckt am Streckenrand mehrere Besen, die an Pfosten befestigt sind. Der Anblick lässt vermuten, die Besen seien für die Fahrzeugreinigung gedacht – doch dahinter steckt ein Sicherheitskonzept: Die Reinigungsgeräte sollen Passagiere vor Verletzungen schützen. «Falls ein Fahrgast den Kopf aus dem Fenster hält, wird ihm vom Besen frühzeitig eins ‹geputzt›. Dann zieht er den Kopf automatisch sofort zurück», sagt SBB-Mediensprecher Christian Ginsig.

Die Besen haben die SBB dort montiert, weil bis Mitte August die Fussgänger-Überführung Fluhmühle bei Luzern saniert wird. So werden die Besen jeweils montiert, wenn an oder neben den Gleisen Bauarbeiten stattfinden. Auch kurz vor Tunneleinfahrten kommen die Besen zum Einsatz. Denn: Befindet sich eine Baustelle direkt neben dem Gleis, muss immer ein gewisser Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Zur Sicherheit der Fahrgäste

Auf dem SBB-Netz sind immer noch Züge mit Fenstern unterwegs, die die Fahrgäste selbst öffnen können. Dabei kommt es oft vor, dass Fahrgäste – vor allem Touristen – für Fotoaufnahmen den Kopf aus dem Fenster strecken. Durch die Besen soll verhindert werden, dass diese ihren Kopf an einem Gegenstand oder einer Maschine bei der Baustelle anstossen. Ginsig: «Lieber dem Passagier haut es schnell eins, als dass er sich ernsthaft – vielleicht sogar tödlich – am Kopf verletzt.»

Auf der Brünigstrecke etwa seien öfters Züge unterwegs, deren Fenster sich manuell öffnen lassen: «Aus diesem Grund sind während Bauarbeiten auf dieser Strecke am meisten Besen am Streckenrand zu sehen», erklärt Ginsig.


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