ein Trauerspiel (Aktueller Betrieb)

lokuloi @, Sonntag, 17.11.2019, 19:58 (vor 21 Tagen) @ WbuIV

Ich habe mir erlaubt deine zwei Antworten zusammenzufassen

Es rollt wieder. Angeblich der Trafobrand in der früh. Muss man nicht verstehen. Redudanz scheinbar nicht vorgesehen. Guter Hinweis für Terroristen, eine Stelle genügt.

der Brand war offensichtlich heute sehr früh (die FW München schreibt um 6:53 von "hat gebrannt"). Ein einziger Trafobrand führt zu einem regionalen Stromausfall, den man bis heute Abend wohl nicht im Griff bekommt. Ganz im Gegenteil, dass Problem eskaliert nach vielen Stunden auf ganz Bayern.

Im Nürnberger HBF gabs lange Schlangen vor der Info und großes Achselzucken hinter der Theke.

Auch hier fragt man sich wieder, ob die Bahn wirklich auf der Höhe der Zeit ist.


Redundanz war eben schon vorgesehen. Denn obwohl die Stromversorgung wohl auch von der Betriebszentrale in München gekappt war, lief der Betrieb ja (halbwegs) weiter. Mit Notstomaggregaten, Notbedienplätzen und was dafür vorgesehen ist.

Und wie ich finde sehr launigen Durchsagen am Münchner Hauptbahnhof, die durchaus informativ waren. Und durch die vielen Hintergrundgeräusche von arbeitenden Leuten die Ausnahmesituation authentisch rüberbrachten.

Unser Zug ist abends auf dem Weg nach München nicht etwa irgendwo auf freier Strecke hängengeblieben, sondern an einem Verkehrshalt zurückgehalten worden, und zwar fast auf die Minute genau für die 40 Minuten, die sowohl die Anzeigen am Bahnsteig, das Internet und die Durchsage im Zug verkündeten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei dir viel anders war, das ist hier eher eine Sache der Darstellung. Am Ende waren es überigens noch 35 Minuten, damit kann ich in Anbetracht der Umstände leben.

Von dem her liegt die Vermutung nahe, dass in diesen 40 Minuten Pause zum Normalbetrieb zurückgekert wurde. Jedenfalls war am Abend Pasing wieder hell erleuchtet, von Stromausfall keine Spur mehr. Also keine "Eskalation auf ganz Bayern", sondern ein kontrolliertes Zurückhalten der Züge. Ich kann mir vorstellen, das das Neuanstöpseln der Stomversorgung und das Wiederhochfahren der BZ einfacher und sicherer ist, wenn in dieser Zeit alle Züge stehen.

So ein Ausfall kommt in 50 Jahren einmal vor, dafür waren die Auswirkungen m.M.n. in Ordnung und überschaubar. Ich bin vielleicht nicht ganz problemlos, aber auf jedenfall sicher und gelassen nach Karlsruhe und zurück gekommen - ein Trauerspiel sieht für mich anders aus.

Viele Grüße,
Uli


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