Unterwegs auf Räuberbahn und Moorbahn (Teil 4) (Reiseberichte)
Nach der Ankunft in Aulendorf fahren wir auf der Südbahn nach Friedrichshafen. Hier trifft gerade ein Triebzugpärchen der Baureihe 612 in Aulendorf ein. Falls sich jemand wundert, warum es keine Bilder aus der Stadt Aulendorf gibt: da waren wir schon mal (zum Reisebericht).
Regelmäßige Nutzer der Südbahn werden es gleich gemerkt haben: dieses Bild ist ein Fake, so leer sind die Züge am Sonntagnachmittag auf dieser Relation nie. Seit die BR 612 mit ihrer Mini-Erste -Klasse hier verkehrt, meide ich die Züge.
Das Lied „Auf de schwäbsche Eisebahne“ mit dem Refrain „„Trulla, trulla, trullalla, trulla, trulla, trulla la, Schtuegert, Ulm und Biberach Mekkebeure, Durlesbach.“ ist bestimmt bekannt. Die Reihenfolge stimmt allerdings nicht ganz, denn Durlesbach kommt vor Meckenbeuren. In Durlesbach hält heute kein Zug mehr, insofern muss man schon aufpassen, dass man bei der schnellen Vorbeifahrt das Denkmal mit der Szene aus dem Lied nicht verpasst.
Im Moment kann man auf der Fahrt durch Oberschwaben noch ungestört die Landschaft genießen und ohne Mastschäden fotografieren, bis zum Jahr 2021 wird die Strecke elektrifiziert. Wer die Tour nachmachen möchte, sollte die baubedingten Streckensperrungen im Blick haben.
In Friedrichshafen verlassen wir den ungeliebten 612er und setzen die Fahrt stattdessen mit dem Bus fort. Eine „wundervolle Panoramafahrt entlang der nördlichen Uferlinie des Schwäbischen Meers“ verspricht die DB ZugBus Alb-Bodensee auf der sogenannten Seelinie.
Wir fahren mit dem Bus von Friedrichshafen nach Meersburg, dabei geht der Blick über den See bis zu den Alpen...
...und dann vorbei an der Alten Burg hinab nach Meersburg. Die Burg ist heute in Privatbesitz und dient neben einem Museum auch als Wohnsitz, insofern gilt der Bau mit Wurzeln im 7. Jahrhundert als älteste bewohnte Burg Deutschlands.
In Meersburg wechseln wir auf die Autofähre nach Konstanz, hier der Blick von der Fähre zurück auf Meersburg. Die Überfahrt über die rund 4 Kilometer lange Distanz dauert eine Viertelstunde.
Die Fähre erspart gegenüber dem Landweg um den Überlinger See etwa 54 Kilometer – allerdings bezogen auf die Straße. Für die Schiene lässt sich das so nicht sagen, da die Bahnstrecke im Hinterland verläuft und Meersburg nicht an der Bodenseegürtelbahn liegt. Wir erreichen nun gleich den Anleger in Konstanz-Staad.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/088-Raeuberbahn-Moorbahn/88-84Buszug-Konstanz.jpg)
Damit sind wir nun eigentlich am Ende angelangt – aber wenn wir schon mit verschiedensten Verkehrsmitteln unterwegs sind, wollen wir auch den Buszug nicht auslassen. Anhänger-Busse sind ja nun auch noch nicht so weit verbreitet.
Seit 2016 setzen die Stadtwerke Konstanz die Gespanne ein, es gibt vier Zugfahrzeuge und drei Anhänger. Die Linie 1 vom Fährehafen ins Zentrum ist ein heißer Kandidat um einen der Buszüge anzutreffen.
Und damit ist der Reisebericht nun endgültig zu Ende. Vielen Dank für das Interesse und fürs Mitkommen bei der kleinen Runde durchs Ländle.
Viele Grüße
Tobias
PS: Meine früheren Bahnreiseberichte gibt’s unter www.bahnreiseberichte.de
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