Ein Kurztrip in Dresden (Teil 3, 12 Bilder) (Reiseberichte)

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 27.08.2019, 11:42 (vor 2401 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Dienstag, 27.08.2019, 11:44

Nach 8 Tagen Wanderung kam man im Kloster Neuzelle an. Erst vor kurzem ist das Kloster wieder von Mönchen besiedelt worden, doch hat man bereits einiges erreicht. Schon zuvor war Neuzelle ein geistlicher Hotspot, hier leben viel mehr Katholiken als in der Umgebung.

Ein gelungenes Ziel also und ich freute mich schon sehr.

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Dass Blaschke bei Neuzelle jedoch zuerst ans Bier dachte, ist kein Zufall. Es hat im Ort ein Gasthaus, da kann man ein Bierbad nehmen. Im Klosterladen an der Brauerei werden Dinge wie Bierseife oder Bieraufstrich angeboten. Selbstverständlich wurde auch reines Bier in verschiedensten Geschmacksrichtungen angeboten. Und auch wenn das Bier nicht der Hauptgrund für die Wanderung war, so war das natürlich entzückend.

Auch entzückend die Tatsache, dass unser Schlafplatz auf dem Weinberg lag, von dem es eine super Aussicht auf die Bahnstrecke Cottbus - Frankfurt (Oder) und dessen Zügen gab:

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Faszinierend fand ich die Vielfalt an Zügen. Hier fahren 2-, 3- und Vierteilige Talente, aber auch lokbespannte Doppelstockzüge - entweder 5 Wagen im RE1 oder 2 Wagen der RB11.

Güterzüge befahren diese zweigleisig ausgebaute Strecke ebenso.

Klarerweise hatte ich meistens mich mit anderen Dingen als mit den Zügen beschäftigt, es war aber definitiv für mich ein nice to have.

Nicht nice to have, sondern notwendig waren die Züge für die Rückfahrt. Zu Fuß kam man am nächsten Tag nach der heiligen Messe an den Bahnhof Neuzelle und stieg in einem Zug der RB11 nach Cottbus ein. Erste Klasse natürlich. Man hatte Ledersitze und eine interessante Sitzlandschaft. Der Landkarte auf dem Tisch nach wird der Zug normalerweise zwischen Leipzig und Cottbus eingesetzt.

Es war eine knappe Stunde, die man im traurigerweise 2 Minuten verspäteten Zug durchlebte. In Cottbus ging es dann in den RE18 nach Dresden. Dieses Mal ein Doppelstockwagen. Zunächst hatten wir das Oberdeck mit der ersten Klasse ganz für uns alleine.

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Es war sehr angenehm und ruhig. Der Zug hätte aber gerne etwas schneller sein können für meinen Geschmack, war doch etwas genütlich.

In Dresden angekommen, bestaunte ich zuerst den Bahnhof, ehe man sich im Marché einfand:

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Das ist amüsant für mich, das letzte Mal, dass ich ein Marché betrat, dürfte im Flughafen Hamburg sein. Dort gibt's das Marché aber su h nicht mehr. Am ehesten findet man ein Marché ja an Autobahnraststätten.

Oder hier in Dresden Hbf.

Schmackhaft ist das Essen dort auf jeden Fall, aber so eine Mahlzeit kann, je nachdem was man sich auswählt, ganz schön teuer werden.

Den Rest der Zeit nutzte man, um Dresden sich kurz anzuschauen. Man hat beim Regionalverkehr die Verbindung zwei Stunden vorher gewählt, sonst hätte es nur 9 Minuten Umsteigezeit. Ich hatte zwar keine Sorgen wegen der Pünktlichkeit, aber wenn ich schonmal die Chance habe, endlich mal in Dresden kurz vorbeizuschauen, dann ergreife ich sie natürlich.

Zwar war die Zeit stark begrenzt, dich der Spaziergang durch Dresden hat sich gelohnt. So konnten wir das Residenzschloss, die Semperoper und den Zwinger von draußen kurz anschauen und dabei noch einen Blick über die Elbe werfen.
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Der Zeitplan war jedoch straff, just in time kehrten wir zum Hauptbahnhof zurück, es ging zum Bahnsteig, wo man auf den Zug wartete, während am Gleis daneben anscheinend ein Zug der London Overground transportiert wird:

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Wenig später kam dann auch unser Zug nach Prag an, gezogen von einem Vectron:

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Weiter geht's dann im vierten Teil.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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