B-HAL-M vs. B-L-M - ein weiterer Vergleich (Allgemeines Forum)

Jogi, Donnerstag, 11.03.2010, 15:44 (vor 5891 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Jogi, Donnerstag, 11.03.2010, 15:45

Hallo zusammen,
hallo Oscar,

Ist-Zeit Berlin-Halle-München = 6:11 (zweistündlich, Umstieg 17 Minuten in Naumburg)
Ist-Zeit Berlin-Leipzig-München = 5:57 (stündlich, meistens ohne Umstieg, vereinzelt mit Umstieg in Nürnberg)

1. was soll via Halle beschleunigt werden?

Tatsächlich, ich habe mir mal verschiedene Fahrzeiten angeschaut: planmäßig bewegt sich der Fahrzeitunterschied zwischen den beiden Strecken via Halle oder Leipzig bei wenigen Minuten. Zieht man aber mal den ICE 290 mit abweichendem Zuglauf vom 27. März 2010 heran, fährt er in 1:07 Stunden von Halle nach Berlin Südkreuz. Dazu noch 30 Minuten Halle-Naumburg sind wir bei 1:40 Stunden möglicher Fahrzeit.
Wenn wir jetzt noch das mit den ICE-T-Fahrzeiten von 2007/2008 vergleichen, also vor dem "Achse des Bösen"-Theater, sind wir bei 1:46 Stunden (N'burg ab 11.05, Südkreuz an 12.53 Uhr - ICE 1512) bei 9 Minuten Wendezeit in Leipzig. Heute braucht der ICE-T etwa 1:55 Stunden, wobei man hier die "Gummiminuten" beachten muss wegen der fehlenden Neigetechnik.

Also ist die Strecke über Halle in kürzer Fahrzeit zu bewältigen. Auf der Gesamtstrecke Bayern - Berlin sind das allerdings de facto vernachlässigbare wenige Minuten (außer natürlich, ein wichtiger Anschluss wird in Berlin besser erreicht, etwa der ICE nach Hamburg. Sollten wirklich die Hamburg-Berlin-ICE zweistündlich bis Leipzig durchgebunden werden, profitieren folglich die Südthüringer & Franken (sicherer Anschluss in Berlin wegen kürzer Fahrzeit) und auch sogar die Leipziger (mehr Direktverbindungen bis Hamburg) davon).

2. mit beiden Fahrzeiten wird die Bahn vermutlich keine neuen Kunden gewinnen, aber dadurch, dass man an L vorbeifährt, sicher einiges an Potential verlieren.

Leider. Hoffentlich wird dieser "Notfahrplan" wieder außer Kraft gesetzt, sobald die neuen Radsätze eingebaut sind. Andererseits sind die Fahrzeiten Richtung Süden auch nicht wirklich der Knüller

Wenn man in Naumburg und Nürnberg ITF-konforme Umstiege schafft, wären die Vorhaben noch verkraftbar. Den Haag-Maastricht gibt es bei uns ja auch nicht direkt, aber dank gute Anschlüsse in Eindhoven ist der Umstieg zu verkraften (in Eindhoven kann man um '00 und '30 in allen Richtungen umsteigen).
Leider liegen Leipzig und Naumburg in Deutschland und nicht in CH.

Wichtig ist doch in erster Linie, dass die Korrespondenz Erfurt - Berlin bzw. Südthüringen - Leipzig/Dresden klappt, für den Übereckanschluss Bayern/Südthüringen - Erfurt kann man nötigenfalls noch in Jena oder Saalfeld umsteigen.

Na gut, mal sehen, was hier konkret rauskommt.

Meine Rede ;)

Herzlichst, Jogi


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