Anders formuliert: Fahrgastzahlen werden verdoppelt (Allgemeines Forum)

Henrik @, Donnerstag, 15. August 2019, 20:27 (vor 95 Tagen) @ Blaschke

Anders formuliert: wieviele mehr könnten es sein?!!?

rechtzeitig die benötigten Infos zu liefern sind ein wesentlicher Punkt, warum viele kein Bock mehr auf Bahnfahren haben und wir uns mit der Verkehrswende schwer tun.

Mehr Fahrgäste als je zuvor.

Und trotzdem VIEL ZU WENIG, um auch nur ansatzweise von einer Trendwende zu sprechen. Oder wo in dieser Republik wird der Autoverkehr weniger?

relativ ausnahmslos überall dort wo der Bahnverkehr attraktiver wurde (preislich wie von der Fahrzeit) und der Autoverkehr unattraktiver.

viel zu wenig für was? laber man..

Wieviele Menschen mehr könnte man zum Bahnfahren bewegen und sie davon begeistern, wäre das System ein Hort der Zuverlässigkeit!

so wie hier kolportiert kaum einen bis eher gar keinen einzigen und das ist auch gut so.
Hier wurde ja keine Unzuverlässigkeit beschrieben, sondern genau das Gegenteil. Ein jeder potenzieller Fahrgast bei auch nur einigermaßen klarem Verstand versteht diesen Hinweis der Bahn sofort unmissverständlich und nimmt ihn dankend an.
Es gibt nur eine ganz kleine gar nicht wahrzunehmende Gruppe, die damit Probleme haben. Das sind die wutbürgende Bahnnerds. Aber die wollten die Bahn dort eh nicht nutzen. Und das ist dann auch gut so. Sinnlose Spaßfahrten sollten die nun auch nicht unternehmen - verdammt umweltschädlich ist das und damit ein asoziales Verhalten, wie man hier ja so toll lernen kann. Internetnutzung ist ähnlich schädlich wie das Bahnfahren, zumindest schlimmer als Fliegen. Spazierengehen sollten sie besser, ist auch für sie selbst besser, oder Waldbaden.

Alle anderen normalen Menschen sind sich der sehr hohen Zuverlässigkeit der Bahn sehr bewusst.
Entscheidungsrelevant sind rein der Preis wie auch Fahrzeit.

Oder sollen wir wirklich in Jubel-Ekstasen ausbrechen, wenn wir den Anteil am Modal split von irgendwas bei 8% auf 9 oder 10 oder wegen meiner auch 12 oder 13% steigern?

Hier gehts ja um die Relation Frankfurt - Hamburg im Quell-Ziel-Verkehr,
da belegt der ICE mit Anteilen weit über 30% den höchsten im Modal-Split.

Beim Stadtverkehr sollte auf keinen Fall das Credo sein, dass die Autofahrer auf den ÖPNV umsteigen.

Steigende Fahrgastzahlen im derzeitigen Umfang sind also kein Grund für Jubelarien und zufriedenes Zurücklehnen, sondern im Gegenteil müssen die Anstrengungen vervielfacht werden. Denn das zeigen die Steigerungen ja auch: man kann Menschen in die Öffis holen.

Wieso sollte der Fahrgastrekord kein Grund für Freude sein? Ärgerst Du Dich drüber? destruktive Grundeinstellung ist hier nicht förderlich, sondern Mut und Aktionismus!
Wer spricht hier von Zurücklehnen?
Jüngst beim Eigentümer Bund ein Heraufsetzen der LuFV-Mittel von 28 Mrd € auf über 86 Mrd € herausgehandelt.
Sowas macht man nicht einfach so durch Zurücklehnen. Das ist knallhartes Verhandeln, sowas kann Pofalla ja auch sehr gut - der ist sein Geld ein Vielfaches wert.
Ebenso auf der Ministeriumsseite.
Das Finanzministerium wird von den Sozis geleitet, die ja bekanntlich Investitionen an sich scheuen wie der Teufel das Weihwasser und ins Bahnsystem erst recht. So bekannte der Chef des Hauses Olaf Scholz noch vor wenigen Monaten mehrmals, dass er keinen einzigen Cent mehr in das System Bahn stecken wolle. Entlocke einem solchen mal mehr Geld. Und das ist zudem noch der letzte verbliebende beliebte Sozi.
Sowas macht auch ein CSU-Minister nicht einfach so durch Zurücklehnen.
Zudem der Vorstoß vom CSU-Verkehrsminister, die Mehrwertsteuer zu reduzieren, scheitert ja auch noch an den Sozis, wird aber wohl recht sicher kommen und damit, allein damit etwa 5 Mio zusätzliche Fahrgäste.
Kostet dem Scholz wieder etwa 400 Mio Euro.
Sowas macht man nicht einfach so durch Zurücklehnen.
Investitionsrekorde in Netz & Fuhrpark bei der DB. Soviele ICE.. Fernzüge wie noch nie zuvor, Sparpreise so günstig wie noch nie zuvor.
Ziel von der DB wie auch vom Eigentümer ist die Fahrgastzahlen zu veroppeln,
es tut sich einiges, der politische wie auch gesellschaftliche Wind weht derzeit sehr stark für die Bahn.

Aber nicht, wenn sie in Bad Bentheim am Bahnhof noch einen Fahrschein kaufen müssen, was der Automat nicht kann und der Schaffner im Zug offiziell nicht darf und der Reisende etwas 'irritiert' ist. Und auf dem Rückweg der Zug erst anhalten und in eine Rangierfahrt übergehen muss, was den Anschlusszug etwas knapper erreichen läßt.

haha.. ja genau daran wird die Verkehrswende scheitern, sicher. ;) :D
oder auch dass man einmal im Jahr mitten in der Woche zwischen 4 und 5 Uhr nachts keine Sparpreise online buchen kann!!1111 ;)


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