Versuch von Antworten (Allgemeines Forum)

Mario-ICE, Montag, 08.03.2010, 23:20 (vor 5984 Tagen) @ martin.elsner
bearbeitet von Mario-ICE, Montag, 08.03.2010, 23:24

Bedenklich finde ich die Aussagen von Balduin, dass man doch ausreichend Umsteigezeit einplanen sollte. Das mag für eine Flugreise richtig sein, jedoch möchte der Berufspendler nicht jeden Tag eine Stunde umsonst auf irgendwelchen Bahnhöfen vergeuden. Außerdem wird ja durch das Unternehmen der entsprechende Fahrplan angeboten. Vielleicht sollte man für Balduin erst Anschlüsse ab 30 Minuten Übergangszeit als solche bezeichnen.Manche Reisende haben ja auch 2 oder 3 Umsteigebahnhöfe , für diese wäre ja eine Bahnfahrt dann unzumutbar. Letzens hörte ich wie jemand sagte, wer mit dem letzten Zug fährt und noch umsteigen muss ist selber Schuld. Nach der Logik fährt irgendwann gar kein Zug mehr.

Das die Plüschetage irgendetwas ignoriert halte ich für ein Gerücht. Meistens sind solche Fehlinformationen dann Pannen in der Kommunikation zwischen den Bereichen oder ein Mitarbeiter hat mal was übersehen, was durchaus mal möglich ist, weil wir Menschen machen alle mal Fehler. Nur wird das hier immer als Bösartigkeit der DB dargestellt.

Richtig ist, dass die Zahl der Qualitätsabweichungen derzeit wesentlich höher ist durch die bekannten Ursachen. Trotzdem bleibe ich dabei, dass das Verhältnis von falscher gegenüber richtiger Information erheblich geringer ist. Sicherlich bleiben die Einzelbeispiele immer in Erinnerung und finden in den Foren dann besondere Aufmerksamkeit.

Das es Verbesserungspotential bei der Kommunikation von Abweichungen gibt ist auch klar. So ist es mir immer wieder rätsehaft wie es sein kann, dass ein Zug quer durch die Republik mit einer abweichenden Reihung fährt und niemand will es bemerkt haben. Bin da immer der Meinung, das Zub müsste doch spätestens am 2. Unterwegsbahnhof merken, dass hier die Leute falsch stehen und eine entsprechende Info an ihre Leitstelle geben.

Zum Punkt der Verspätungsinfos, man muss ja auch erstmal welche bekommen und die Wege sind dazu mannigfaltig. Inzwischen gibt es ja schon länger die Verspätungsgründe und wenn die Mitarbeiter diese ordentlich anwenden ist der Kunde auch informiert. Und das Verzögerungen im Betriebsablauf auftreten können ist nun mal ein Fakt, nur sollte man diese Verklausilisierung sparsam einsetzen und nur dann verwenden wenn es eine Verspätungsursache gibt, die nicht in den Verspätungsbegründungen enthalten sind. Eine Weichenstörung ist halt eine Weichenstörung und das Fehlen von Personal aus was für Gründen auch immer sind dann halt die ominösen Verzögerungen im Betriebsablauf.

Zusammengefasst würde ich sagen, nicht hinter jeder Sache eine Verschwörung sehen und manchmal einfach mal akzeptieren, dass der Bahnverkehr ein hochkomplexes System ist, wo nicht immer alles rund läuft. Das passiert anderen Firmen nämlich auch, nur merkts da niemand.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum