Zukunft: autonomes Fahren auf eigenen Trassen (Allgemeines Forum)

oska, Montag, 29.07.2019, 11:37 (vor 2444 Tagen) @ Oscar (NL)

Ein paar mehr ICE-Sprinter reichen nicht aus und werden auf der heutigen Bahninfrastruktur auch nicht möglich sein.

Beides ist richtig. Es würden auf einigen Zetten heute schon mehr Züge fahren, wenn es die Infrastruktur zulassen würde.

Dann muss man die Bahninfra so gestalten, dass das möglich wird.

So ist es. Natürlich könnte man darüber nachdenken ob man auf Spurweiten größer als 1435 Millimeter mehr Menschen befördern könnte, oder ob man andere inkompatible Systeme an den Start bringt. Eine Seilbahn in München könnte Sinn machen. Ob man einen Transrapid oder eine neue ICE-Trasse baut, ist mir dabei gar nicht so wichtig. Es mal muss man feststellen, ob eine neue Trasse benötigt wird. Danach kann man sich über das Fahrsystem Gedanken machen.

Die Zukunft wird im autonomen Fahren liegen. Dafür braucht man sichere Strecken. Einen Bahntunnel oder eine Brücke kann man per Kamera, Infrarot etc. schon recht gut gegen unbemerktes Eindringen von Kühen, Schafen, Pferden, Menschen, etc absichern.

Es geht mir nicht darum das Fahrpersonal einzusparen. Es wird die nächsten 100 Jahre noch genug Strecken geben, wo die Züge, Busse etc manuell gesteuert werden. Personal muß nicht eingespart werden, sondern kann als Servicepersonal an Board sein.

Frage ist allerdings, ob dieser Aufwand lohnend ist.

Die Frage ist auch, was uns die Mobilität wert ist. München-Erfurt-Berlin eine neue Trasse zu spendieren ist aktuell vielleicht weniger sinnvoll, als Strecken zu versorgen, die ohnehin ausgebaut werden müssen (aber auf dem Papier nicht so lohnend sind). Statt von 120 auf 200 upzugraden, kann man auch über eine neue Trasse nachdenken. Ähnlich hatte man das früher bei der SFS Hannover-Würzburg gemacht.

Ich denke nicht, denn wenn ja, dann hätte DB Netze schon längst angefangen, diese Infra zu bauen.

Hat die Politik in den letzten 50 Jahren zu DB Netze gesagt: "Ihr habt unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Ihr könnt alle Trassen bauen, wo sich der Aufwand lohnt" ? Falls ja, stimme ich Deiner Aussage zu. Ich denke nicht, das wird bereits das ideale Streckennetz besitzen. Hier und da lohnt sich mit Sicherheit der Ausbau.

500 km/h berührungsfreie Bahn durfte höher sein als die eines 300 km/h ICE

Ob ich innerhalb von 1, 2 oder 3 Stunden von München nach Hamburg fahren kann, wäre mir relativ egal. Ich denke von den Geschwindigkeiten her brauchen wir innerhalb von Deutschland keine 500 km/h. Je schneller, desto besser - klar. Auch im Regionalverkehr. Die Kosten müssen im Rahmen bleiben. Im innerdeutschen Verkehr sind Zwischenhalte und Umsteigemöglichkeiten wichter als vom einen Ende der Republik zum anderen zu fahren.

Auf Strecken wie Madrid-Barcelona-Paris-Frankfurt-Berlin-Warschau oder Amsterdam-...Ankara machen sich 500km/h bemerkbar. Doch so weit ist die europäische Verkehrsplanung (im Personenverkehr) scheinbar noch nicht.

Wie schnell können Züge fahren?

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschwindigkeitsweltrekorde_f%C3%BCr_Schienenfahrzeuge

am 1. Mai 1988 fuhr ein ICE etwas über 400km/h (InterCityExperimental)
am 17. Juli 2006 fur ein Velaro E genauso schnell
am 21. April 2015 fuhr ein Shinkansen L0 über 600 km/h (Magnetschwebebahn)

Die letzten beiden sind Fahrzeuge, die serienmäßig gebaut werden können.

Die Züge, die wir jetzt haben - oder vor/seit Jahrzehnten hatten/haben sind schnell genug für unsere Anforderungen. Die Trassen sind es, die schnelleren Verkehr (über lange Strecken) zulassen müssen.


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