Eisenbahn + Seilbahn (1) (Allgemeines Forum)
In den Kommentaren wird recht oft behauptet dass der Nachtzug nur für Reisende interessant sei, für die Zeit kostenlos ist. Für Geschäftsreisende sei der Nachtzug also uninteressant. Der Geschäftsreisende fliegt lieber und schläft dafür entweder im eigenen Bett oder in einem anständigen Hotelzimmer das nicht schüttelt und wo man von Geruch- und Schallproduktion von Fremdleuten befreit ist.
Das kann sich aber nur auf die uralten Schlafwagen beziehen, die nur 140 km/h fuhren.
Die heutigen und künftigen neuen Schlafwagen, die 200 km/h fahren können, sind wesentlich ruhiger.
Generell geht der Trend dahin, dass auch Schlafwagenzüge mit 200 km/h unterwegs sein sollten. Dass die ÖBB-NJ in Deutschland heute so bummeln, wird sich dann ändern, wenn bis Amsterdam oder Kopenhagen gefahren wird.
Die vom niederländischen Infrastrukturministerium in Auftrag gegebene, komplette Studie kann auf https://www.rijksoverheid.nl/documenten/rapporten/2019/07/11/kim-rapport-slapend-onderweg heruntergeladen werden.
Das Artikel betrachtet nur Verbindungen von Stadt zu Stadt. Ich vermisse die Betrachtung von Touristengebieten, an erster Stelle die Alpen. Diese liegen von NL aus betrachtet genau in der 800-1200 km Wunschzone. Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt sind zwar in Vergleich zu München und Wien relativ kleine Städte, haben dafür aber hohe touristische und verkehrstechnische Bedeutung.
Sehr viele Niederländer fahren auch nach Garmisch-Partenkirchen in den Urlaub. Ich war ja nun schon oft zu Fuß auf der Zugspitze, aber im Sommer wimmelt es da von Niederländern, sodass man mit einer Schlafwagenverbindung auch die Chance hätte, dass viele Niederländer mit dem Zug statt mit dem Auto nach Garmisch-Partenkirchen fahren.
Leider ist vor zwei Wochen auf der Zugspitze ein 50-Jähriger niederländischer Wanderer (also 5 Jahre jünger als ich) an der Zugspitze abgestürzt; an der Wegstelle, an der er abgestürzt ist, kam ich noch drei Tage vor ihm am 30.06.2019 vorbei.
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_86034076/zugspitze-50-jaehriger-bergste...
Wenn es sich ergibt, dann mache ich für interessierte Touristen auf der Zugspitze - darunter fast immer Niederländer - eine private Führung und erkläre den Leuten die Seilbahntechnik.
Dass Lyon nicht interessant sei, München aber schon, sagt schon viel über den Ausbauzustand des EU-Rennbahnnetzes, vor allem FR vs. DE. Man kann Amsterdam-Lyon unter 6 Stunden bereisen, mit Umstieg in Brüssel. Ich befürchte dass ich Amsterdam-München in unter 6 Stunden mit der Bahn nicht mehr erlebe.
Naja, so viel wäre da nicht zu machen.
Unter der Prämisse, dass zwischen Amsterdam und Düsseldorf nichts gemacht wird, wäre zwischen Düsseldorf und München erforderlich:
Mottgers Spange mit Vmax = 300 km/h nebst Führung der ICE nur über FfM-Süd
NBS Würzburg - Nürnberg mit Vmax = 300 km/h
Die NBS Würzburg - Nürnberg steht jetzt im Deutschlandtakt mit einer Kantenzeit von 30 Minuten.
Ohne die Mottgers Spange mit Führung der ICE nur über FfM-Süd fehlen dann noch 20 Minuten.
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ThomasK:
Eine weitere Nachtzugverbindung Amsterdam - Interlaken/Chur mit Flügelung in Basel SBB könnte saisonal interessant sein (Wintertourismus zwischen dem 20.12. und 06.01. sowie Sommertourismus zwischen Juni und Oktober).
Also Wintersaison ist eher 20.12 bis halbwegs April mit Fr/Sa NL-CH und Sa/So CH-NL.
(Teil 2)
gesamter Thread:
- [NL] Nachtzug-Studie des niederl. Infrastrukturministeriums -
Provodnik,
12.07.2019, 23:12
- ÖBB-NJ Amsterdam - Wien/Innsbruck - ThomasK, 13.07.2019, 13:05
- NL: Nachtzug-Studie des niederl. Infrastrukturministeriums -
Oscar (NL),
15.07.2019, 14:22
- Eisenbahn + Seilbahn (1) - ThomasK, 17.07.2019, 01:22
- Eisenbahn + Seilbahn (2) - ThomasK, 17.07.2019, 01:25