+2 (mit Anmerkungen) (Fahrkarten und Angebote)

sibiminus, Sonntag, 03.06.2018, 22:49 (vor 2849 Tagen) @ Ösi

Das Problem ist, dass du insbesondere beim Bau, aber auch beim Unterhalt hohe Fixkosten hast, die von der Zahl der darauf verkehrenden Züge unabhängig sind. Das heißt, wenn du am Anfang mit wenigen Zügen fährst, verteilen sich die Fixkosten auf wenige Züge und sind daher pro Zug teuer.

Das Problem ist, der Eigentümer der DB (Netz AG) verlangt gewinnorientiertes Wirtschaften und Rendite. Würde man den Infrastrukturunterhalt vorrangig aus Bundesmitteln bezahlen und die Trassenentgelte diesen Zuschuss lediglich reduzieren würden analog zur Maut, wäre ein ganz anderes Preissystem möglich.

Und selbst wenn die SFS anfangs schwach ausgelastet ist, muss man doch Kapazitätssteigerungen einkalkulieren, oder?


Gerade bei einer SFS erzeugt Kapazität Nachfrage.

Ich habe Unfug geschrieben. Ich meinte Nachfragesteigerungen. Die Kapazität ist ja durch die Infrastruktur vorgegeben, mehr oder weniger.

Ansonsten ist Kapazität nicht schnell skalierbar. Wenn die DB jetzt mehr Züge kaufen möchte, dauert es Jahre, bis die Züge tatsächlich planmäßig fahren können. Im Zweifelsfall sollte man also lieber erst einmal Kapazität schaffen und eventuelle Überkapazitäten im Nachhinein durch Vermietung oder Verkauf älterer Züge an andere Bahngesellschaften abbauen.

Ja, die Kapazität hat man ja jetzt geschaffen, infrastrukturseitig. 3 Sprinter täglich und die ICE-T auf der Strecke sind schon schwach, und ich denke nicht dass es miteinander koordinierte Infrastrukturprojekte und Fernverkehrskonzepte in der aktuellen Rechtslage geben wird. Dazu bräuchten wir bestellen Fernverkehr.

Die Missbrauchsmöglichkeiten hast du aber bei Eltern genauso, und auch bei der Altersgrenze 6 Jahre.

Ja, deswegen sag ich ja: keine weiteren schaffen. Und bei den 6 Jahren ist das auch eher theoretischer Natur, denn ob das Kind als Kleinkind oder Familienkind kostenfrei mitfährt, ist höchstens für die Statistik relevant, mal aus praktischer Sicht heraus gesagt.

Wobei ich die Altersgrenze 15 stattdessen auf 18 setzen würde, aus zwei Gründen: wer als Jugendlicher zum Halbpreis fahren kann, fährt in Zeiten knappen Taschengelds oder ebenso knapper Ausbildungsvergütung eher mit der Bahn und macht das vielleicht auch in Zukunft so, wenn das Geld später nicht mehr so knapp ist. Außerdem gilt ab 16 die Ausweispflicht, d.h. man könnte im Zweifelsfall den Ausweis verlangen (und das kommunizieren).

Klingt vielversprechend! Würdest du die My Bahncards beibehalten?


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