+2 (mit Anmerkungen) (Fahrkarten und Angebote)

Ösi, Sonntag, 03.06.2018, 19:50 (vor 2850 Tagen) @ sibiminus

Ich sehe was du meinst, aber ist das nicht vielleicht auch etwas kurzsichtig gedacht? Ich meine, die Infrastruktur wird jetzt sicherlich 30 Jahre erst mal so bleiben (zugegeben, das ist Glaskugelei).

Das Problem ist, dass du insbesondere beim Bau, aber auch beim Unterhalt hohe Fixkosten hast, die von der Zahl der darauf verkehrenden Züge unabhängig sind. Das heißt, wenn du am Anfang mit wenigen Zügen fährst, verteilen sich die Fixkosten auf wenige Züge und sind daher pro Zug teuer.

Und selbst wenn die SFS anfangs schwach ausgelastet ist, muss man doch Kapazitätssteigerungen einkalkulieren, oder?

Gerade bei einer SFS erzeugt Kapazität Nachfrage.

Ansonsten ist Kapazität nicht schnell skalierbar. Wenn die DB jetzt mehr Züge kaufen möchte, dauert es Jahre, bis die Züge tatsächlich planmäßig fahren können. Im Zweifelsfall sollte man also lieber erst einmal Kapazität schaffen und eventuelle Überkapazitäten im Nachhinein durch Vermietung oder Verkauf älterer Züge an andere Bahngesellschaften abbauen.

Nur dein Vorschlag zu Geschwistern gefällt mir nicht so. Es ist so schon schwierig genug abzuschätzen, wer schon 15 oder noch jünger ist. Dazu dann noch dieses Fass mit Missbrauchsmöglichkeiten aufzumachen, wäre mir nicht so geheuer.

Die Missbrauchsmöglichkeiten hast du aber bei Eltern genauso, und auch bei der Altersgrenze 6 Jahre.

Wobei ich die Altersgrenze 15 stattdessen auf 18 setzen würde, aus zwei Gründen: wer als Jugendlicher zum Halbpreis fahren kann, fährt in Zeiten knappen Taschengelds oder ebenso knapper Ausbildungsvergütung eher mit der Bahn und macht das vielleicht auch in Zukunft so, wenn das Geld später nicht mehr so knapp ist. Außerdem gilt ab 16 die Ausweispflicht, d.h. man könnte im Zweifelsfall den Ausweis verlangen (und das kommunizieren).


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