wie die Bahn mit ihren Kunden umgeht (Fahrkarten und Angebote)

agw, NRW, Mittwoch, 21.12.2016, 10:08 (vor 3459 Tagen) @ ICE-TD

Wie kommen Eisenbahner eigentlich dazu ihre Kunden derart zu verunglimpfen? Wenn ich ein Ticket buche, dann richte ich mich primär drauf ein FRÜHESTENS zur auf dem Ticket ausgewiesenen Uhrzeit oder, im Falle von Verspätungen, später zu fahren.

Wollte ich früher fahren, dann hätte ich einen früheren Zug gebucht.

Ihre Unterstellung finde ich mehr als dreist.


Nein, er sucht krampfhaft einen Grund die Zugbindung aufzuheben.

Vielleicht geht es auch ums Prinzip.

Die DB ändert dauernd ihren Fahrplan, ohne dem Kunden mit bereits gebuchten Fahrkarten bescheid zu sagen und verlangt dann auch noch, dass sich der Kunde ohne zu mucken danach richtet.
Rechte oder Privilegien scheint man dem Kunden, von dem man das Geld bereits vor Monaten kassiert hat, nicht zugestehen zu wollen.
Wenn man das mag, kann man ja gleich mit AirBerlin fliegen.

Ob es um 5 Minuten oder 50 Minuten geht, ist dabei unerheblich. Meist geht es ja gleich um einen ganzen NV-Takt, den man irgendwo vorher losfahren muss oder am Ende ankommt.

Wenn sich die DB da so professionell und höflich wie andere Bahnen verhalten würde, kämen vermutlich auch weniger Leute darauf, ihre Rechte ausreizen zu wollen.

Oft ist man als Kunde eben einfach nur der gearschte. Meine größte Verarschung bisher: "Ach so, ihr Nachtzug fährt heute einen anderen Weg, da steigen sie auf der Hälfte aus, warten morgens um 4 Uhr eine Stunde am Bahnhof und fahren dann den Rest im Sitzen statt Liegen mit dem Regionalzug bis zum Ziel. DAS WUSSTEN SIE ABER!" Nein, wusste ich bei der Buchung nicht und die Bahn hat auch darauf verzichtet, mich nach der Buchung zu informieren.

Jetzt mit den sechs Monaten Vorverkauf wird es ja noch schlimmer. Als Kunde ohne Lottogewinn MUSS man ja möglichst sechs Monate in der Zukunft kaufen, kauft aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wundertüte. Termine? Hat man besser nicht!
Die einzige Genugtuung ist da, dass man in sechs Monaten zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit keine für einen selber passende Zugverbindung mehr vorfindet, aber dann wenigstens etwas flexibler ist.

Ab und zu werden hier und auf DSO ja düstere Zukunftsvisionen gepostet.
Eine davon ging etwa so: Fahrpläne werden nicht mehr veröffentlicht, man kauft sich einfach nur noch ein Ticket von A nach B in der fernen Zukunft und am Tag selber sagt einem die Bahn, mit welchen Zug man fahren MUSS oder dass es an dem Tag nicht genug Fahrgäste gab und gar keine Züge fahren und die Fahrkarte verfällt.

Passend dazu gab es die Tage auch eine Extra-3-Meldung "Deutsche Bahn bringt postfaktischen Fahrplan heraus".


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