Vom Vatikan zur Wocheiner Bahn (4/5 m 58 B) (Reiseberichte)

TD, Mittwoch, 30.11.2016, 17:28 (vor 3400 Tagen)

Hallo zusammen,

willkommen zum vierten Teil unserer kleinen Alpen-Adria-Rundfahrt. Im vorherigen Teil waren wir von Triest mit der Straßenbahn nach Villa Opicina gefahren, hier setzen wir die Reise nun fort.

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Wir haben noch immer den vierten Reisetag und sind eben an der Endstation in Villa Opicina aus der Straßenbahn gestiegen.

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Der kleine italienische Ort Opicina bzw. slowenisch Opčine ist vier Kilometer von Triest entfernt und liegt direkt an der Grenze zu Slowenien. Wir laufen durch den Ort und folgen den Schildern zum Bahnhof.

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Villa Opicina liegt an der ehemaligen österreichischen Südbahn von Wien über Graz und Ljubljana nach Triest. Der Grenzbahnhof verfügt über mehrere Gebäude, dieses Gebäude beherbergt einen Sitz der slowenischen Bahn...

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...daneben das Empfangsgebäude der italienischen Bahn. Der Personenverkehr auf der Strecke lag lange Zeit brach, zwischenzeitlich wird Opicina/Opčine immerhin von der slowenischen Bahn wieder angefahren. Die Züge wenden hier, einen durchgehenden Verkehr nach Triest gibt es nicht. Im internationalen Fernverkehr spielt die Strecke deshalb keine Rolle und auch der Bahnhof wirkt ziemlich ausgestorben.

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Der Abfahrtsmonitor der italienischen Bahn weist nur slowenische Züge aus, italienische Personenzüge kommen nicht nach Opicina. Die Infrastruktur beschränkt sich auf einen (funktionierenden) Kaffeeautomaten, Fahrkarten gibt es nur im Zug. Im Vorverkauf bei einer Agentur in Deutschland war keine Fahrkarte ab Opicina ausstellbar. Die einfache Fahrt in den slowenischen Nachbarort Sežana kostet einen Euro, mit einem NRT-Ticket von oder nach Sežana ist die Fahrt über die Grenze gratis.

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Immerhin hat man sich Mühe gegeben und für ankommende Fahrgäste den Weg zur Tram beschrieben.

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Die Comic-Zeichnung auf dem Fahrplan der Tram zeigt noch die alten Standseilbahnwagen vor der Modernisierung, die damals noch einen Aufbau mit einer Fahrerkabine hatten.

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Im Güterverkehr ist hier einiges los, der Desiro der SŽ für den grenzüberschreitenden Personenverkehr ist hingegen wenig nachgefragt. Ganze drei Fahrgäste sind im Zug, wobei Nummer drei offenbar eine Bekannte des Schaffners ist und schon im Zug saß - damit sind wir die einzigen „echten“ internationalen Reisenden.

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Von Opicina führen zwei Strecken über die Grenze nach Slowenien, die Wocheiner Bahn Richtung Jesenice/Villach und die Südbahn Richtung Ljubljana/Graz. Von Personenzügen befahren wird jedoch nur die Strecke nach Ljubljana. Zur Wocheiner Bahn gibt es ein Gleisdreieck über Sežana, welches wir nun nutzen wollen. Nach 10-minütiger Fahrt durch die Karstlandschaft...

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...erreichen wir den ersten slowenischen Bahnhof Sežana und verlassen hier den Zug.

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Bis zur Weiterfahrt haben wir nun eine knappe Stunde Aufenthalt, in der wir in einem kleinen Park unweit des Bahnhofs die Frühlingssonne genießen.

Es geht gleich weiter...

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