Crack und Heroin auf Zuruf: Der Frankfurter Hauptbahnhof (Allgemeines Forum)

JumpUp, Freitag, 30.09.2016, 07:12 (vor 3473 Tagen)

Guten Morgen,

in der FAZ gibt es aktuell einen sehr treffenden Kommentar über den Frankfurter Hauptbahnhof:
Frankfurt Hbf


Als täglicher Pendler, der den Frankfurter Hbf und seine S-Bahn/Straßenbahn/U-Bahn Ebene im Detail kenne, kann dem Kommentar weitestgehend zustimmen.

Viel schlimmer als die Drogenszene (von der wird der Fahrgast wenigstens in Ruhe gelassen und nicht angesprochen) sind die ewigen Bettler und Schnorrer auf den Fernbahnsteigen. Auf keinem anderen deutschen Bahnhof wird mit derarter Aggressivität und Aufdringlichkeit auf die Fahrgäste zugegangen. Mein High Score waren fünf Bettler in zehn! Minuten die von wir Geld wollten.

Das Betteln, Drogen etc. auch alles eine gesellschaftliche Frage ist und das natürlich alles arme Schweine sind - keine Frage!

Nur ist die Deutsche Bahn ein Wirtschaftsunternehmen und keine Sozialstation. Auf Flughäfen, im Supermarkt, in Museen oder anderen öffentlichen Gebäuden wird auch nicht toleriert, dass sich eine Drogenszene aufbaut und die Fahrgäste durch Bettler belästigt werden.

Warum scheint das am Frankfurter Hbf niemand zu interessieren? Es handelt sich um einen der wichtigsten Verkehrsknoten Europas und nicht um ein Obdachlosenheim (und gerade in Bezug auf Sozialstaat bietet Deutschland einige Alternativen, kein Vergleich zu nach östlich gelegenem Land, wo auf der Straße leben die einzige Alternative ist)


Meines Erachtens müsste der Hausherr (mit Sicherheitspersonal) jedem Bettler, Schnorrer, Junkie Hausverbot aussprechen und konsequent durchsetzen: Es sind ja doch immer ein gleich Gesichter. Wer fünfmal täglich aus dem Bahnhof rausgeworfen wird, sucht sich eine andere Ecke. Was bringt eine Streife, die sich das "anschaut"?

Besonders schlimm sind im Frankfurter Hbf zwei Ecken, die von den Fahrgästen nur wenig genutzt werden und etwas abseits liegen:

- die kleinere Überführung zwischen Gleis 101/102 und 103/104

- Verbindungsgang zwischen S-Bahn und U-Bahn, als Abkürzung unterirdisch direkt von den Stationen zu nutzen.

Die B-Ebene in München oder Stuttgart (gut, letztere ist nicht sonderlich hübsch aber immerhin Urinfrei und hauptsächlich von Fahrgästen benutzt) wird ja auch konsequent reingehalten.


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