Dauerrabatt ganz kostenlos, Danke für interessante Betrachtu (Fahrkarten und Angebote)

GUM, Montag, 15.08.2016, 10:51 (vor 3571 Tagen) @ agw

In kaum einer anderen Branche muss ein Kunde erst einen Betrag einzahlen, um einen Rabatt in Anspruch nehmen zu können.


In welcher Branche kriege ich denn immer und dauerhaft 25% oder 50% Nachlass, in dem ich eine kostenlose Kundenkarte bestelle?

Dies ist sehr einfach zu beantworten: Bei der ursprünglichen Kaufhof/Payback-Karte ohne Zhalungsfunktion gibt es regelmäßig und fast ununterbrochen mindestens 11 % Rabatt (ohne Lebensmittel und ein paar Ausschlüsse).

Schnelle Turnschuhe und schnelle Bekleidung (ähnlich ICE) werden auch bei Einführung der Rabattkarte nicht um 25 % hochgejazzt. So dass sich ein echter Rabatt ergibt und nicht ein Scheinrabatt von 25 %!

Zudem gibt es auch keinen Turnschuh-Preis PLUS, der Freitags um 5 % höher ist.

Dies geht solange wie ein Kunde eine Art Stammkunden-Status hat. Kauft er wenig oder nichts mehr, so wird der Papieraufwand reduziert. Dann gibt es statt sechs oder acht Gutscheinen für den ganzen Einkauf immer nur noch einen oder zwei Gutscheine. Also eine Art responsives Rabatt-System.

Ausgeschlossen sind lediglich zeiten aggressivster Sonderangebote (sog. 6 Tage Rennen).

Der erzielte Durchschnittsrabatt einer BC25 dürfte ja eher bei 15% liegen, wenn nicht gar weniger.

Interessanter Anhaltswert!

Man könnte also die Tickets um 15% verbilligen und die BC25 abschaffen. Da dann aber die gewünschten Kundenbindungseffekte wegfielen, käme es vermutlich zu weniger Fahrten.

Das ist eben die Frage! Ich bin davon überzeugt, dass eine Preissenkung von unter 10 % eher was für Spezialisten und Mathematiker ist. Die seitenweise Preissensitivitätsanlaysen anfertigen.

Bei 15 - 20 % würde Bahn fahren für alle attraktiver werden. Als Sonderleistung könnte man sowohl eine personalisierte bahn.bonus Card (wie bisher) ausgeben, als auch eine Art Familien-/Freundeskarte. Da können dann vier oder fünf Leute drauf sammeln.

Der Vorteil bleibt: "Verschwindet" ein Kunde, weil er gar nichts mehr kauft, dann kann man nachhaken.

Die Verluste müsste man entweder kurzfristig durch Ramschaktionen oder gar langfristig durch teurere Preise wieder reinholen.

Das ist eben die Frage, bei der ich leider ganz anderer Ansicht bin. Die steigende Attraktivität der Bahn insgesamt wird dazu führen, dass die untersten Preisstufen der Sparpreise nicht mehr so häufig angeboten werden. Vielleicht nur auf 10 % der Gesamtplätze ausgewählter Züge.

Man darf den Effekt von "Ach, ich hab ja schon ne Bahncard, die muss ich auch ausnutzen" nicht unterschätzen. Eigentlich ist das ja das komplette BC-Prinzip.

Für die durch das Rabatt-System angebundenen Kunden ja. Die Idee der Preismatrix-Verschiebung zielt aber auf die Millionen Leute, die noch nicht Bhan fahren.

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