Überlegungen zur Angebotsverbesserung in letzter Zeit (Fahrkarten und Angebote)

agw, NRW, Montag, 15.08.2016, 10:44 (vor 3571 Tagen) @ zweisystemwagen

Die vielen "Angebotsoptimierungen" machen das Tarifsystem immer komplexer - es sollte auch mal wieder entrümpelt werden.

Ich sehe zwei Probleme:
1) Man scheint überhaupt keine Idee zu haben, was der Kunde will. Daher muss man ständig neue Tarife und Optionen ausprobieren, um diese dann vielleicht oder vielleicht auch nicht, permanent oder semi-permanent anzubieten.

2) Die Marketingabteilung scheint unter Druck zu stehen, ständig irgendwelche Sondertarife zu erfinden, die oft noch halb ausgegoren sind.

Dazu kommt der Effekt, dass viele Tarife und Optionen nicht von der DB alleine beschlossen werden können und man daher diese so gestaltet, dass diese trotzdem möglich sind. (Manchmal will man auch nur kein Geld an die anderen beteiligten Abgeben, z.B. für NV, was wiederum legitim ist.)

Irgendwann kehren sich positive Effekte auch um. Beispiel Bahncard:
Wer könnte noch aus dem Stand eine Bahncard-Beratung für die Familie eines bekannten durchführen? Zu groß ist die Anzahl der Bahncards und Aktionsbahncards, zu groß die gegenseitigen Ausschlüsse bei der anschließenden Buchung von Fahrkarten.
Da könnte man man langfristig entrümpeln.
Wie ich schon häufig fordere, sollten teurere Bahncards in jeder Situation mindestens den gleichen Rabatt bieten, wie billigere.

Über die nächsten Jahre müsste man folgende Schritte durchführen.
1) Die BC50 wird zur BC50+25 und ist zwei vollwertige Bahncards in einem (und kann nach einem Jahr auch zur Buchung so ausgewählt werden).
2) Die 1.Klasse Sparpreiskontigente werden etwas unvorteilhafter (reicht schon, wenn sie wieder einen vernünftigen Grundpreis haben, z.B. Langstrecke min. 49 Euro) und im Gegenzug werden die Bahncards klassenlos wie die Jugendbahncard.
3) Es gibt für jedes Alter/soziale Situation nur EINE passende Bahncard (als BC25 und BC50+25). Die Bahncards können alle das gleiche.
4) Abgesehen von der Probebahncards gibt es keine vergünstigten Bahncards nur im 1.Jahr.
5) Zur BC100/BC100F erhält man die klassenlose BC25 gratis.
6) Flexpreistickets

Warum?
Die Beratung/Entscheidung sieht dann so aus:
1) Wie viel fährt man, fährt man häufig Flexpreis: BC 25 oder BC50+25. GGf BC100.
2) Wie alt ist man? Jugendbahncard, Mybahncard, Bahncard, erm. Bahncard, etc.
3) Möchte man erstmal probieren oder nur 3 Monate fahren: Probebahncard mit Anschlussabo auf passende BC nach 2).
4) Wiederholung ab 1) für weitere Familienmitglieder.

Niemand regt sich mehr auf, dass er die falsche, aber teurere Bahncard in der Familie hat. Das System wäre von jedem zu verstehen und es gäbe auch kaum noch Fehlkäufe, da diese nur auftreten können, wenn man sich etwas mit der zukünftigen Nutzung verschätzt.

Dazu noch eine weitere Änderung, die ich mir schon länger wünsche: 2 Wochen vor dem letztmöglichen Kündigungsdatum für die neue Bahncard, kommt ein Brief (wie heute), der aber einen daran erinnern, dass man auch noch kündigen könnte, wenn das Abo nicht weiterlaufen soll.


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