Tagesabhängige Flexpreise (Fahrkarten und Angebote)

Co_Tabara-98, Hannover, Mittwoch, 11.05.2016, 11:19 (vor 3669 Tagen) @ Silver
bearbeitet von Co_Tabara-98, Mittwoch, 11.05.2016, 11:20

Betreffend die Flexpreise muss man doch den Eindruck haben, dass diese sich in erster Linie an der Nachfrage an den Hauptkampftagen Freitag und Sonntag orientieren. An diesen Tagen kommen die Sparpreise den Flexpreisen auch sehr nah. An den restlichen Tagen klafft zwischen Spar- und Flexpreisen hingegen eine riesige Lücke. Was nützt denn eine Verlässlichkeit der Flexpreise, wenn man diese mit Aufpreisen zum Sparpreis von 200% und mehr bezahlt? Hier ist doch eine Angleichung der Flexpreise nach unten überfällig. Dabei geht es gerade auch um die Preiswahrnehmung. Während bei Flugzeug und Fernbus Flexpreise keine Rolle spielen, orientiert sich die Preiswahrnehmung bei der Bahn auch in verkehrsschwachen Zeiten allzu oft am dann viel zu hohen Flexpreis.

Nicht nur um die "Preiswahrnehmung" geht es, sondern auch um das ganz konkrete Angebot, das die Bahn mir für einen Reisewunsch macht. Zwischen Flexpreis und Sparpreis gibt es quasi eine "Angebotslücke". Sofern ich mich schon auf einen Reisetag festgelegt habe, aber doch die Uhrzeit noch unklar ist (und evtl. auch bis kurz vor Abfahrt bleibt), kann ich eben nicht buchen - falls Geld für mich eine Rolle spielt.

So könnte es sein, dass für eine Freitagsfahrt wegen der geringen Verfügbarkeit der Sparpreise (bzw. der geringen Differenz zum Flexpreis) der Kauf eines Flexpreises keine Frage ist - die Autobahn ist dann auch nicht unbedingt leer.
Aber für einen Mittwochabend z.B. sind die Sparpreise meist sehr günstig. Wenn die Abfahrt nach Beendigung eines Termins, dann aber schnellstmöglich sein soll, bleibt außer Flexpreis: 2 sehr günstige Sparpreise buchen (immer noch recht unflexibel), ganz kurzfristig am Bahnhof den Sparpreis holen (klappt nicht unbedingt), doch gleich das Auto nehmen... Ein um 50% reduzierter Mittwochs-Flexpreis würde hier auf Resonanz stoßen. Macht es für die Bahn einen Unterschied, ob ich in einem zu 40%, 30% oder 20% ausgelasteten Zug sitze?

Auch wenn die Bahn zurzeit zuviel Aktionismus betreibt: Eine solche Neuerung wäre zu begrüßen, insbesondere wenn das gegenwärtige Flexpreisniveau dabei eine obere Schranke darstellt.


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