Zwischen Schweizer Jura und Massif du Jura 2/3 m 45 B. (Reiseberichte)

TD, Mittwoch, 02.12.2015, 17:54 (vor 3811 Tagen)

Hallo zusammen,

willkommen zu Teil 2 unserer kleinen Wochenend-Tour durch den Jura. Im ersten Teil hatten wir Biel besucht und waren mit der Chemins de fer du Jura (CJ) von Tavannes bis zum Umsteigebahnhof Le Noirmont gefahren, hier setzen wir den Reisebericht nun fort.

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Aus Glovelier kommt schon der nächsten Gelenktriebwagen eingefahren, der uns nach La Chaux-de-Fonds bringen wird.

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Weiter geht es nun in Meterspur durch die südwestlichen Freiberge über die Jurahochfläche. Es geht noch etwas hinauf, der Scheitelpunkt der Strecke liegt auf 1.073 Metern über dem Meeresspiegel.

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Wir erreichen nun das 1.100-Einwohner-Dorf Les Bois mit der Pfarrkirche Sainte-Foy aus dem Jahr 1627. Set dem Jahr 1892 ist der Ort an das Bahnnetz angeschlossen.

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Weiter geht die Fahrt durch die Hügellandschaft mit Grasland und Wäldern. Die Region ist geprägt von Milchwirtschaft und Viehzucht, aber auch als Zentrum der Uhrmacherei ist der Jura bekannt. Anfangs waren auch die Bauern während des Winters in Heimarbeit für die Uhrenherstellung tätig.

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Charakteristisch für die Freiberge sind neben der offenen Landschaft auch Einzelhöfe im sogenannten Freiberger Stil, bei denen Wohn- und Arbeitsräume sowie die Ställe unter einem Dach vereint sind.

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Schließlich erreichen wir den Stadtrand von La Chaux-de-Fonds. Hinab ins Zentrum führt die Strecke nun straßenbahnähnlich durch das Stadtgebiet zum Bahnhof.

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Kurz vor dem Bahnhof verlässt die Bahn den Straßenraum und fädelt parallel zu den anderen Bahngleisen in die Bahnhofsanlagen von La Chaux-de-Fonds ein.

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Eine gute Stunde Aufenthalt haben wir nun in La Chaux-de-Fonds eingeplant. Mit rund 39.000 Einwohnern ist La Chaux-de-Fonds die größte Stadt im Hochjura, mit einer Höhenlage auf 1.000 Meter über dem Meer auch einer höchstgelegenen Städte Europas. La Chaux-de-Fonds wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf dem Reißbrett geplant auf Basis eines rechtwinkligen Straßenrasters; wegen der schachbrettartig angelegten Bebauung und der zahlreichen Jugendstilbauten wurde die Stadt 2009 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Gut, das Bürohochhaus „Espacité“ mit Sitz der Stadtverwaltung ist jetzt nicht unbedingt Jugendstil, sondern 1990er-Jahre.

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Der Brunnen Fontaine Monumentale wurde 1888 erbaut, er erinnert an die Einführung des fließenden Wasser in der Stadt.

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Und noch ein Blick auf den Rathausplatz (Place de l’Hôtel de Ville) mit dem bronzenen Denkmal der Republik von 1910, links der Turm der Kirche Grand Temple. La Chaux-de-Fonds gehört zu den bekanntesten Uhrenstädten der Schweiz, der Turm des Grand Temple beherbergte lange Jahre eine Turmuhr, die als Zeitbasis der Uhrenmetropole diente.

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Nun zurück an den Bahnhof. Mehrere Bahnlinien führen von La Chaux-de-Fonds in verschiedene Himmelsrichtungen, darunter auch eine Strecke ins französische Besançon, die sogenannte „Ligne des Horlogers“ (Uhrmacherstrecke). Nach Besançon wollen wir zwar auch, allerdings wählen wir diesmal einen anderen Weg.

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Mit einem NPZ Domino fahren wir nämlich in die Gegenrichtung nach Neuchâtel. Durch zwei Tunnel gewinnt die Strecke zunächst an Höhe, dann ist der Scheitelpunkt bei 1.048 Höhenmetern erreicht.

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Auf den nächsten 24 Kilometern geht es um 570 Höhenmeter hinab vom Neuenburger Jura zur Jurafusslinie mit Panoramablick über den Neuenburgersee. Unterbrochen wird die Talfahrt durch eine Spitzkehre im Bahnhof Chembrelien, nach dem Richtungswechsel geht es dann weiter nach Neuenburg / Neuchâtel.

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Es geht gleich weiter...

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