Re: (Reiseberichte)

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 09.03.2014, 15:41 (vor 4433 Tagen) @ Sören Heise

Hoi,

Auf der Rückseite war der Hinweis, die Tür doch bitte zu schließen (oder abzuschließen?). Also sehr wichtig, vielleicht ist im Häuschen der Not-Aus-Knopf fürs Stellwerk. ;-)

Gabs da keine Automatik, die dafür sorgt, dass die Tür wieder von allein zufällt?

Es hätte ja sein können, daß es auch alte schweizer Kursbücher online gibt, wie es bei deutschen der Fall ist. ;-)

Für den Badischen Hauptbahnhof müsste man aber in deutschen Kursbüchern suchen gehen. Sogar heute sind im offiziellen schweizerischen Kursbuch nur die Züge der S6, jedoch keine DB-Züge aufgeführt.

400.000 Einwohner. Ist wirklich groß. Aber Fernverkehr hält wohl nur am HB? Und die Stadt ist monozentrisch.

IC-Systemhalt
Zürich HB
Zürich Flughafen

IR/RE-Takthalt
Zürich Oerlikon
Zürich Altstetten

Einzelne IR zur HVZ
Zürich Enge

Das Riethüsli-Bild aus der Zukunft sieht ein wenig großzügiger aus als die Realität.

Die Perspektive ist eine andere. Und ich stand wohl tatsächlich eher schon im perronbereich. Es ist auch noch recht schwer, solche künftigen Standorte vor Ort so genau abzuschätzen.

Der Perron wird 50 m lang. Hier ist ein Plan: http://riethüsli.ch/download.php?file_id=277&download=true

Es gab dort im Quartier noch recht viel Widerstand anfangs. Damals sollte das Tunnelportal auf der alten Streckenführung unterhalb der Kreuzung zu liegen kommen (wo in meinem Bild der Zug oben runterkommt). Dies hätte zwei Jahre lang dazu geführt, dass der Autoverkehr durch Quartierstrassen hätte umgeleitet werden müssen. Zum Tunnelportal hin hätte es in einem rechten Einschnitt eine Rampe gebraucht (die Platzverhältnisse sind ja ersichtlich in meinem Bild). Zudem wäre die Haltestelle Riethüsli südlich der Rampe etwa dort zu liegen gekommen, wo sich künftig die neue und die alte Streckenführung verzweigen.

Mit den Bewohnern vor Ort wurde dann die Alternative mit der Verlegung der Bahn in die Seitenstrasse und dem neuen Standort des Portals und der Haltestelle Riethüsli erarbeitet. Ein 3D-Ausstellungsmodell war mindestens einige Zeit in einem Café im Quartier oben an der Kreuzung frei zugänglich ausgestellt, wo sich jeder ein Bild von der Situation machen konnte. Mit den Nutzern und Besitzern der Garagen musste man sich noch arrangieren. Aber ansonsten gabs im Prinzip kein Widerstand für die neue Lösung, die auch verkehrlich überzeugender ist. Und der Autoverkehr muss zu keinem Zeitpunkt über Quartierstrassen umgeleitet werden. Nur Zeit hat die Sache gekostet, der Inbetriebnahmetermin Ende 2015 war nicht mehr zu halten.

Habe ich da etwas falsch aufgefaßt, oder sollen auch die noch recht neuen TB-Fahrzeuge ersetzt werden?

Nur falls sich ein Käufer für diese fünf Triebzüge finden lässt. Dann würden zu den sieben Stadler-Tango nochmals fünf weitere beschafft werden. Man wird für die DML insgesamt zwölf Triebzüge benötigen. Wenn sich kein Käufer für die fünf TB-Triebzüge finden lässt, müssen sie für einen Weiterbetrieb umgerüstet werden. Geht ja nicht, dass man so neue Triebzüge bereits wieder abstellt.

Es wurde mal eine Verlängerung der TB-Triebzüge um einen vierten Wagen geprüft. Da hatte Stadler aber solche Mondpreise angeboten, dass das vom Tisch ist. Das Motiv von Stadler ist klar: Möglichst noch mehr neue ganze Triebzüge verkaufen statt nur fünf Wagen nachzuproduzieren. Damit werden diese fünf TB-Triebzüge auch keine erste Klasse erhalten, weshalb sie dann wohl die 15-min-Verstärker-Takte fahren würden und die neuen Tango die halbstündlich durchgehenden Taktzüge.
Von der Antriebstechnik her müssen die Züge für die höhere Spannung von 1'500 V DC statt den derzeit noch 1'200 V DC auf der Trogener Bahn umgerüstet werden. Und man muss die Züge für den Betrieb auf der Steigung im Ruckhaldetunnel wohl noch etwas anpassen. Das macht aber nicht Stadler, denn die Antriebsausrüstung dieser fünf Triebzüge ist von Bombardier. Die Appenzeller Bahnen stehen da mit Bombardier in Kontakt.

Bis jetzt ist jedenfalls noch kein Interessent da, der die fünf Triebzüge würde abkaufen wollen. Aber das kann sich ja noch ändern. Wobei ich da auch keine so grossen Optionen sehe. Dieselben Züge hätte die Forchbahn, welche sie für zusätzliche Züge vielleicht brauchen könnte. Aber die haben schon eine vierteilige Ausführung, da dürften die dreiteiligen TB-Triebzüge auch nicht so recht in den Fuhrpark reinpassen. Und die Preise für die Verlängerung um einen Wagen sind ja bekannt. Aber mal, was da vielleicht noch kommen mag.

Moment. Der Grenzcontainer ist zwischen Personentunnel und Bahnhofshalle. Aber für eine Außenaufnahme muß ich ohnehin nach draußen. ;-)

Mittlerweile wäre auch die zweite Unterführung öffentlich nutzbar. Jetzt ist nur noch die Frage, ob du dein Portrait vor oder nach der Perronabsenkung von 76 auf 55 cm Höhe im 2018 machen wirst?

Nochmal Moment: Gibt's an der Messe eine irgendwie geartete und zugängliche Reminiszenz an den alten Bahnhof, Gedenktafel oder so? Weißt Du das rein zufällig?

Ich habe dort sowas noch nie gesehen, habe aber auch nie explizit danach gesucht. Der alte Bahnhof wurde jedenfalls dem Erdboden gleichgemacht. Ich habe noch ein paar Links:
-> Bau des Bad Bf: http://www.bsw-bs.ch/historische-bilder-vom-bau-des-bad-bahnhof-basel-.html
-> Kleine Dokumentation über das Schicksal des alten Bahnhofs: http://www.g-st.ch/trambasel/bvb_blt/htmlsite/strecke_muba_03.html
-> Kleine Dokumentation über die damalige Verekhrssituation: http://www.g-st.ch/trambasel/bvb_blt/htmlsite/strecke_muba_02.html

S-Bahn Schweiz. Nein, das ist nicht despektierlich, sondern positiv gemeint. Man kann zum Bahnhof gehen ohne auf den Fahrplan zu schauen. Da liegt bei mir die Grenze irgendwo bei 15 bis 20 Minuten.

Naja, effektiv bleibt es für den Fahrgast bei zwei Zügen pro Stunde. Das sind halbstündliche schnelle IC und halbstündliche langsame IR. Wer von/nach Wil, Uzwil, Flawil und Gossau möchte, nimmt die langsamen Züge und wer von/nach St. Gallen, Winterthur, Zürich Flughafen, Zürich HB möchte, der nimmt die schnellen IC. Dass jemand von St. Gallen nach Zürich dann noch einen langsamen Zug benutzt, glaube ich jetzt weniger, ausser wenn er den schnellen gerade verpasst hat.
So trägt man zum einen der steigenden Fahrgastzahlen Rechnung in dem man mehr Züge führt und zum anderen verkürzt man die Reisezeiten nach St. Gallen und auf dortige Anschlussbeziehungen um bis zu einer halben Stunde.

Ja, war nett. Wenn's Wetter hält, bin ich die nächsten Tage wohl nochmals unterwegs.

Es sind aktuell sogar 17 Grad mit Postkartenwetter! :-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

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[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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