OT: Glasflasche vs. gezapft (Reiseberichte)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 03.03.2014, 13:39 (vor 4451 Tagen) @ sfn17

Im Prinzip verlagert man den Brauaufwand in der großen Fabrik dezentral auf viele Minibraueinheiten.

"Brauen" halte ich da für das falsche Wort - das System existiert so nur für alkoholfreie Getränke. Für Bier habe ich derartiges noch nicht gesehen, da sind die Fässer mit dem fertigen Produkt gefüllt (Es wird lediglich noch etwas CO2 beigegeben).

Kleine Anekdote hierzu: Das "Wasser" das man unter dem Namen Bonaqa zum Beispiel bei Mc Donald's bekommt, darf auch nur Tafelwasser und nicht Mineralwasser heißen, weil es nichts anderes ist, als aufgesprudeltes Leitungswasser. Bonaqa in der Flasche übrigens auch - nur eben mit dem Wasser, mit dem in der Abfüllanlage auch die anderen Konzentrate verdünnt werden. (Dort wird allerdings noch an den Mineralien, die enthalten sind, etwas gedreht, um den Geschmack konstant zu halten.) Diese Beschreibung kann ich so allerdings nur für Deutschland zutreffend bezeichnen, da das Leitungswasser Trinkwasserqualität hat. In einigen anderen ändern ist dies nicht unbedingt gegeben.

Aber wie groß ist denn die Gerätschaft für so ein Postmix-System? Und wie wird die Sache hygienisch gehandhabt? Ich kann mir das für eine Gaststätte schon ganz gut vorstellen, aber nicht für eine DB-Lounge.

Nicht besonders groß. In den Lounges sieht man ja die Dispenser (die Teile, wo man das Glas drunter hält, um das Getränk einzufüllen). Dazu kommt etwas Technik, Konzentratbehälter und die CO2-Flasche im Unterschrank. Die Dispenser, die man bei McD's hinter der Theke stehen sieht, sind übrigens solche Einheiten* auf Rollen. Aufstellen, Wasser dran, Strom dran, und los geht's. ;-)

Hygienisch ist das recht unproblematisch. Die müssen wohl regelmäßig gespült werden. Aber Kaffeemaschinen müssen auch regelmäßig gewartet werden. Und in den Leitungen der Postmixer kann sich wesentlich schwieriger Schimmel bilden (Durchfluß, Kühlung) als in den Ecken von Kaffeeautomaten, wo sich Kaffeesatz (feucht, warm) sammeln kann. Ich habe da schon Maschinen gesehen, bei denen ich eigentlich geschworen hatte, nie wieder Kaffee trinken zu wollen. ;-) Moderne Mixersysteme können sogar größtenteils automatisch durchspülen, da hält sich der manuelle Reinigungswaufwand wirklich in Grenzen.

koffeinhalte Grüße
der Colaholiker

*) Mit Mengenautomatik. Es ist etgegen landläufiger Gerüchte egal, ob der Becher Eis enthält oder nicht, die eingefüllte Menge ist immer die gleiche.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum