RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 7 (Reiseberichte)

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:23 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

Ich schlief relativ schnell ein und wurde nur einmal kurz während eines Zwischenhaltes, ich glaube es war Oradea, wach. Die rumänische Zollkontrolle in Episcopia Bihor fand gegen 5 Uhr statt und kurz darauf die ungarische in Biharkeresztes. Jedoch konnte ich mich mit gutem Gefühl nochmal hinlegen, nachdem die Ankunft in Budapest wieder etwas weiter weg nach hinten gerückt war, nachdem ich die Uhr eine Stunde zurück gestellt hat.
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Mein Bett :)
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Das Europa-Spezial von Debrecen nach Euskirchen. Der D406 fährt nicht über Debrecen, jedoch fädelt die Strecke aus Biharkeresztes in Püspokladany auf die Hauptstrecke von Debrecen Richtung Budapest ein. Zum Ausstellen eines Europa-Spezials von/nach Debrecen ist die manuelle Auswahl der TCV-Relation notwendig, worauf man den Verkäufer hinweisen sollte, wenn man mit ``geht nicht`` abgewiesen wird.
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Zur Ergänzung des Tickets ein Streckenfahrschein mit RailPlus von der rumänischen Grenze bis Püspokladany
Ich hatte mir fest vorgenommen, dass Restaurant im Corona für ein paar frisch zubereitete Spiegeleier zu besuchen, jedoch trödelte ich nach dem Aufstehen in Szolnok solange, dass die Zeit nicht mehr reichte :/. Der Schlafwagenbetreuer brachte mir gerade die Fahrkarten zurück, als ich nur noch mit einer Boxershorts bekleidet und tropfender Zahnbürste im Mund im Abteil stand ;) Doch ich nahm es mit Humor :D Budapest erreichten wir pünktlich gegen zwanzig nach Acht.
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Zwischen Szolnok und Budapest
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Nach der Ankunft in Budapest-keleti
Nachdem ich mein Gepäck im Schließfach deponiert hatte, begab ich mich in die Metro-Station und fuhr zum Batthany ter, nachdem ich eine Tageskarte erworben hatte. Am Batthany ter kaufte ich noch einen Anschlussfahrschein von der Stadtgrenze bis nach Szentendre und erreichte noch relativ knapp die Fahrt um 09:00 der Vorortbahn HEV nach Szentendre. Die Fahrt durch die Vororte Budapests dauert etwa 40 Minuten bis zum Endbahnhof Szentendre. Ich machte mich auf den Weg zu einer kleinen Stadtbesichtigung, doch wirkte Szentendre an diesem winterlichen Sonntagmorgen nahezu ausgestorben.
In Szentendre:
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So blieb ich nur knappe 50 Minuten in Szentendre ehe ich wieder zur Rückfahrt nach Budapest aufbrach.
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Zugzielanzeiger in Szentendre
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HEV in Szentendre fährt zurück zum Batthany ter
Gegen viertel nach elf war ich zurück in Budapest und entschied mich zu einem Zoobesuch. Ich fuhr also zuerst mit der Metro zum zentralen Metroumsteigepunkt, dem Deak Ferenc ter. Von hier aus nutzte ich die Millennium-U-Bahn zum Szechenyi fürdö. Leider gelang mir nicht ein akzeptables Bild von der Millennium-U-Bahn oder der wunderbar restaurierten Stationen. Der Zoo ist von der Metrostation fußläufig schnell zu erreichen. Ich verbrachte die kommenden 2-3 Stunden mit einem Zoorundgang und war sehr positiv überrascht wie gepflegt und schön der Zoo war:
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Im Anschluss an den Zoobesuch machte sich auch bei mir der Hunger bemerkbar und ich entschied mich das Bahnhofsrestaurant im Keleti-palyaudvar zu testen. Zunächst fuhr ich mit dem O-Bus vom Zoo zum Nyugati-palyaudvar und von dort mit der Metro mit Umstieg am Deak Ferenc ter zum Keleti-Palyaudvar. Ich fand einen Platz im ruhigen und recht leeren Bahnhofsrestaurant und bestellte ein Cordon Bleu und dazu einen griechischen Salat. Als Dessert bekam ich gebackene Apfelringe mit Zimtsoße. Geschmacklich war es wunderbar und das Restaurant empfiehlt sich auch beim Umsteigen, da Kreditkarten akzeptiert werden und man nicht extra Geld umtauschen muss.
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Mir blieben noch knappe 2 Stunden bis zur Abfahrt in Budapest, welche ich für etwas O-Bus und Metro fahren nutzte. Außerdem fuhr ich einmal mit der Straßenbahn am Donauufer entlang, ehe ich um kurz vor 17 Uhr wieder am Keleti-palyaudvar eintraf.
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Ich nahm mein Gepäck aus dem Schließfach und kaufte noch einen kleinen Snack für den Abend. Der Railjet nach Salzburg stand bereits am Bahnsteig bereit und war auch bereits sehr gut gefüllt. Ich war froh am Vortag noch die Reservierung für diesen Zug vorgenommen zu haben, denn ohne Reservierung waren keine Sitzplätze zu bekommen. Es waren geschätzt etwa 75% grenzüberschreitende Reservierung und der Rest Reservierung des MAV-Binnenverkehr, größtenteils nach Győr und Mosonmagyarovar. Wir verließen pünktlich um 17:10 Uhr Budapest, ich war erfreut eine Steckdose zum Laden meines Handys zu haben und Musik hören zu können. Die Fahrt verlief ohne weitere Vorkommnisse und spätestens ab Wien hatte sich der Zug deutlich geleert. Negativ fielen mir bloß mal wieder die automatischen Durchsagen auf. Die FIS-Bildschirme sind zwar super aber die Ansagen wirklich verbesserungswürdig. Ich finde z.B. dass die Ansage des nächsten Haltes, nicht direkt nach Abfahrt eines Bahnhofs kommen sollte, da zwischen den Halten ja zum Teil große Fahrzeiten liegen und vor einem Halt nicht mehr auf diesen hingewiesen wird. Außerdem sind die Sitze im Railjet einfach nicht fernverkehrstauglich. Nach den 4,5h Fahrtzeit von Budapest nach Linz konnte ich echt nicht mehr sitzen :D Ich war jedoch erleichtert Linz pünktlich um 21:51 Uhr zu erreichen, sodass der knappe 7-Minuten-Umstieg auf den Nachtzug nach Hamburg/Köln gewährleistet war.
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Reservierung im Railjet
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Der Railjet
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FIS-Bildschirm im Railjet
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Reservierung Linz-Bonn
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Die restlichen Fahrscheine vom ÖPNV
Der EuroNight nach Hamburg mit Kurswagen nach Köln verließ Linz dann mit knapp +15, das Liegewagenabteil war ab Linz voll belegt, doch bereits nach dem Halt in Schärding bin ich eingeschlafen und erreichte Bonn erholt und pünktlich um 08:19 Uhr am nächsten Morgen. Nach einem letzten Umstieg erreicht ich um 09:26 Uhr Euskirchen und musste mich nun beeilen pünktlich zum Unterrichtsbeginn um 09:35 Uhr in der Schule zu sein :D Jedoch habe ich meine freien Tage somit super ausgenutzt und habe eine wunderbare Reise gemacht, welche ich jederzeit gern widerholen würde. Es hat alles super gepasst und ich kann jedem die besuchten Städte nur ans Herz legen. Vielleicht fühlt sich ja jemand inspiriert.


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