RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 1 (Reiseberichte)

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:14 (vor 4762 Tagen)

[Noch ein kleiner Einschub nach fertigstellen des Berichts, ich habe nun viele Stunden damit verbracht, den Reisebericht zu schreiben und ich hoffe, dass er nicht zu langweilig zu lesen ist und bitte gefundene Fehler zu entschuldigen ;))]


Übermäßiger Alkoholkonsum und exzessive Partys? Nein, danke. Die freien Karnevalstage nutzte ich so für eine kleine, aber wunderschöne und eindrucksvolle Balkanrundreise, zu welcher ein kleiner Bericht folgt. Alle Bilder sind bloß Schnappschüsse mit dem Handy, aber werden wohl einige Eindrücke wiedergeben. Selbstverständlich werden hier auch die ganzen Fahrkarten und Reservierungen für die Tariffreaks, wie mich, nicht fehlen ;) .


Ich kam also an Weiberfastnacht gegen 12:45 Uhr, mit nun doch schon ein paar Gläschen Sekt intus, zur Haustüre herein und hatte nun noch knapp eine Stunde um meine Sachen zusammenzupacken. Problemlos und ohne Eile stand ich aber gegen 14:20 Uhr am Euskirchener Bahnhof. Ich entschied mich bewusst gegen die Fahrt über Köln und startete so pünktlich um 14:31 Uhr mit der RB11649 nach Bonn. Auch hier wurde zum Teil fröhlich und heiter gesungen, getrunken und gegrölt, ganz gleich, letztlich erreichten wir pünktlich um 15:09 Uhr Bonn. Meine Suche nach einer geöffneten Apotheke in Bahnhofsnähe war leider vergebens, alle Apotheken hatten bereits geschlossen und so fand ich mich wieder im Bahnhof ein.

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IC2011 nach Tübingen wird in umgekehrter Wagenreihung angekündigt

Ich fand noch einen unreservierten Sitzplatz auf der Rheinseite, nachdem wir Bonn mit +4 verlassen hatten und genoss das Panorama bei etwas Musik auf den Ohren.

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Der Rhein zwischen Bonn und Koblenz

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Das Europa-Spezial lässt sich auch bis zum ungarisch/serbischen Grenzbahnhof Kelebia ausstellen, bringt aber keine finanzielle Ersparnis, denn das Spezialangebot "Beograd-Spezial" kostet nur 15€ für die Strecke Budapest-Belgrad, ein Streckenfahrschein mit RailPlus von Kelebia nach Belgrad bei der DB hingegen schon 17,20€.

Nachdem es dann landschaftlich nicht mehr so reizvoll war und es draußen bereits zu dämmern begann, versank ich im Roman „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“ meiner Lieblingsautorin Dora Heldt. Nachdem Mannheim und Heidelberg an uns vorbeigezogen waren erreichten wir Stuttgart um 18:47 Uhr mit +1.

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Der IC2011 nach Ankunft in Stuttgart

In Stuttgart hatte ich genügend Zeit noch die Bahnhofsapotheke aufzusuchen und verweilte die restliche Zeit auf dem doch recht zugigen Bahnsteig mit zwei yormas-Salamibaguettes. Leider waren alle Sitzmöglichkeiten, sogar im ``überdachten`` Bereich, nass, am Ende das Bahnsteiges gab es aber noch ein geschlossenes Wartehäuschen. Nachdem ich Stuttgart nach etwa einstündiger Pause gegen 20:00 Uhr im IC2295 verlassen hatten, war es bereits stockfinster draußen, so erreichten wir die bayerische Landeshauptstadt ohne weiter Vorkommnisse um 22:12 Uhr mit -1.

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IC2295 nach Ankunft in München

Leider war der der folgende Freitag in Bayern nicht schulfrei, sodass ein Treffen mit einem Freund wegen der späten Uhrzeit nicht mehr möglich war. Mein Handy war jedoch zwischenzeitlich wieder vollgeladen, so entschied ich mich auch in München wieder für den beheizten Wartesaal im Obergeschoss und nutzte das mobile Internet nochmal, bevor ich im Ausland ohne dieses auskommen musste ;). Der EN463 `Kalman Imre` nach Budapest mit seinen Zugteilen nach Zagreb und Venedig wurde gegen 23:00 Uhr bereitgestellt, als ich mich gerade auf dem Bahnsteig einfand.

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Der ungarische Liegewagen im EN463

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Reservierung im EN463

Hatte ich mich doch sehr auf den bevorstehenden Schlafplatz gefreut, wurde es zumindest mit der Ruhe vorerst nix. Wir waren zu siebt im Abteil. Zwei Kleinkinder mit ihrer Großmutter, und eine weitere mit ihren beiden schon größeren Enkeln, sowie mir. Es war kaum möglich die Gepäckmaßen im Abteil unter zu bringen. Ab Bereitstellung hat es mit Sicherheit knapp 90 Minuten gedauert, bis alle mal mit diskutieren, anderer Platzsuche, Gepäckunterbringung und Betten machen fertig waren und lagen. Zwischendurch fungierte ich dann auch mal als Kindersitter, damit Oma in dem Stress noch auf dem Bahnsteig schnell eine rauchen konnte :D. München verließen wir um kurz vor Mitternacht mit +15, wegen der Anschlußaufnahme aus dem verspäteten 693. Ab Rosenheim kehrte dann auch langsam Ruhe im Abteil ein und irgendwann fand ich auch ein wenig Schlaf. Bei St. Valentin wurde ich kurz durch eine Zwangsbremsung wach und ab St. Pölten ging das Gepäck räumen wieder los, da die Oma mit den beiden kleinen in Wien Hütteldorf ausstieg. Ab hier kehrte leider auch keine Ruhe mehr ein, da die beiden Jungs sich dem Unterschied zwischen „anhalten“ und „bremsen“ nicht einigen konnten und dies zu nächtlicher Stunde noch ausdiskutiert werden musste. Mit der Jacke über den Kopf gezogen schlief ich dann aber doch noch bis Győr, wo der Liegewagenbetreuer weckte um die Betten in Tagesstellung zu bringen. Budapest erreichten wir schließlich mit +10 um 09:04 Uhr, die gesamte Verspätung haben wir uns erst im Bahnhofsvorfeld auf Grund von Gleisbelegung im keleti palyaudvar eingefangen.

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Das bekannte ``Frühstück`` mit den Kalorien für die nächsten 7 Frühstücke, deshalb wohl 7 Days ^^ ;D

Zuerst ging ich nun zum Geldautomaten um mich mit Forint einzudecken, musste jedoch schockiert feststellen, dass meine EC-Karte verschwunden war. Glücklicherweise waren aber Kreditkarte und etwas Bargeld noch da, sodass ich improvisieren konnte. Ich ging zuerst zum wasteels-Büro um dort einen Fahrschein zur Weiterfahrt nach Belgrad zu erwerben, dort konnte ich mit Kreditkarte zahlen und 20€ zu einem fairen Wechselkurs tauschen. Meinen Koffer deponierte ich in der Gepäckschließfachanlage und ging zur Metro.

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Die Metro in Budapest

Mein Ziel war der Markt am Lehel ter, um mich mit frischen Lebensmitteln einzudecken und überhaupt mal dieses Marktfeeling zu erleben. Den Lehel ter erreicht man vom Keleti palyaudvar mit der Metro nach einem Umstieg am Deak Ferenc ter.

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Die überdachte Markthalle am Lehel ter

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Die ganzen geräucherten Salamis und Würste verbreiteten einen herrlichen Duft

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Es gab frisches Obst und Gemüse ohne Ende :)

Ich hielt mich knapp 2 Stunden in der zweistöckigen Markthalle auf, bestaunte die ganzen Lebensmitteln, kaufte auch Äpfel und eingelegte Gurken für die Weiterfahrt und aß an einem Imbissstand sehr günstig zu Mittag. Anschließend fuhr ich mit der Metro zurück zum Keleti palyaudvar und sah mir noch ein wenig den Zugverkehr an. Gegen 12:35 Uhr fuhr dann der aus Prag kommende EC273 ``Avala`` ein, welchen ich zur Weiterfahrt nach Beograd nutzte.

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EC273 ``Avala`` mit einer slowakischen Lok in Budapest-Keleti palyaudvar


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