46 Minuten zwischen Berlin und Basel Bad (Allgemeines Forum)

Lumi25, Sonntag, 11.11.2012, 19:58 (vor 4894 Tagen) @ Fabian318

Hmm? Ohne Fahrzeitpuffer hätten sie dann noch häufiger als häufiger Verspätung?*

* Gesetz dem Fall, die Theorie stimmt.


Na ja auch auf Köln-Hamburg haben sich die Fahrzeiten um 5-10 Minuten verlängert dennoch hat sich die Pünktlichkeit nicht verbessert. Ist auch eine Frage wie man die Infrastruktur wartet. Wenn ich sehe, dass man z.B. zwischen Lengerich und Münster die LZB abschaltet bzw. nur noch 160 statt 200 km/h fährt nur weil es sich nicht lohnt auf den Kilometern 200 km/h zu fahren frage ich mich wozu der Ausbau überhaupt?

Genau wegen dem oben genannten Fall nutze ich nur noch IC im Fernverkehr. Warum soll ich auch so viel mehr für ICE bezahlen, wenn dieser effektiv nur 20-30 km/h schneller fährt und nur bei Verspätungen aufdreht.

Das andere Problem ist DB Netz selber. Wer Überholgleise massiv zurückbaut darf sich nicht wundern. Wo gibt es z.B. zwischen Koblenz Hbf und Köln Hbf linksrheinisch noch Überholgleise die 750m lang sind? Wenn rechtsrheinisch dicht ist muss der gesamte Güterverkehr umgeleitet werden und landet dann meist auf der linken Rheinstrecke. Darunter leidet dann natürlich auch ein Fernzug, wenn vor ihm ein 600m langer beladener Erzzug mit 80 km/h ist. Auch hier wird dann fleißig überlegt ob es lohnt diesen in die Überholung (sofern möglich) zu schicken oder durchfahren zu lassen. Immerhin kostet es auch viel Energie und langen Beschleunigungsweg einen beladenen Erzzug auf 80 km/h Vmax. zu bringen.


Den großen Ausbau braucht man aber auch nicht immer allerdings ist es bezeichnet, dass man in der Schweiz bei eingleisigen Strecken Doppelspurinseln (die ein paar Kilometer lang sind baut) während man hier in Deutschland oftmals höchstens einen Kreuzungsbahnhof einrichtet. Bei einer Doppelspurinsel übertragen sich die Verspätungen nämlich nicht so schnell wie bei einem Kreuzungsbahnhof.

Das gleiche könnte man auch auf hochbelasteten zweigleisigen Hauptstrecken anwenden. So könnte man z.B. auf der KBS 470 von Remagen bis kurz vor Bad Breisig die linke Rheinstrecke viergleisig ausbauen. Der Effekt wäre groß. Zum einen könnte die Mittelrheinbahn fliegend überholt werden statt in Remagen 9 Minuten rumzustehen. Zum anderen könnte natürlich auch ein Güterzug fliegend vom Fernverkehr überholt werden.

Zwischen Augsburg und Ulm könnte kurze viergleisige Inseln auch dafür sorgen den Verkehr flüssiger zu gestalten. Es muss nicht immer der volle viergleisige Ausbau sein.


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