Flaschenhals? Gegengleis! (Allgemeines Forum)

naseweiß, Donnerstag, 01.11.2012, 19:26 (vor 4913 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von naseweiß, Donnerstag, 01.11.2012, 19:29

Mit einer extra Brücke hätte man die Verkehre Zwolle-Lelystad und Zwolle-Amersfoort trennen können. Zeitgleiche Ankunft/Abfahrt in Zwolle wäre möglich. Dass sowas funktioniert, zeigt Eindhoven. Die extra Brücke wäre noch relativ billig zu haben, zumal die neue Brücke eine alte ersetzt hat.

Interessant ist auch, dass in Zwolle jetzt Züge bis zu 8 Minuten warten müssen.

Bei uns:


Lelystad =========\\                    //============\\   
                   \\       !          //    Zwolle    \\  !            Leeuwarden
Amersfoort =========== IJsselbrücke ==================================> Groningen
                                                              \\
                                                               \\===---> Emmen

Gleisplan dazu.
Östlich von Zwolle gibt es noch so eine Flaschenhals (Herfte).
Züge nach Groningen, Leeuwarden und Emmen können also nicht gleichzeitig losfahren.

Der Gleisplan scheint für den Bahnhof Zwolle leicht veraltet zu sein. Dieser schein eher zu passen. Anscheinend war Bahnhof bisher darauf ausgelegt, dass die Flügelzüge Amersfoort - Leuwarden/Groningen über die Gleis 1a/b und 3a/b verkehren, sozusagen die durchgehenden Hauptgleise. Mit der Hanzelijn und dem Wegfall der Flügelung kommen aber zwei IC pro Knoten hinzu (Zwolle ist 15/45er-Knoten), dazu noch die RB der Hanzelijn. Die Korrespondenzen sollen nun an den Bahnsteigen 3/5 und 6/7 stattfinden. Die Züge nach Deventer und Almelo müssen an den neuen Bahnsteig 9/10 ausweichen.

Wieso ich das erwähne? Nun, eine Idee zur Behebung des geschilderten Misstands, dass Zwolle - Abzw. Ijsselbrücke nur zweigleisig ist und die Züge nur nacheinander fahren können, wären Gegengleisfahrten:

RB von Amsterdam an 10/40 - über Gegengleis nach Gleis 1a
RB von Utrecht an 10/40 - über Regelgleis nach Gleis 1b
IC von Den Haag an 13/43 - über Gegengleis nach Gleis 6
IC von Rotterdam an 13/43 - über Regelgleis nach Gleis 7

IC nach Rotterdam ab 17/47 - über Regelgleis von Gleis 3
IC nach Den Haag ab 17/47 - über Gegengleis von Gleis 5
RB nach Utrecht ab 20/50 - über Regelgleis von Gleis 1a
RB nach Amsterdam ab 20/50 - über Gegengleis von Gleis 1b

Anstatt einer zweigleisigen Strecke hätte man zwei eingleisige Strecken. In Zwolle lägen 4 min zwischen der Ankunft der IC von Den-Haag/Rotterdam und der Abfahrt der Gegenrichtung. Da die Fahrzeit bis zum Abzw. Ijsselbrücke vermutlich max. 5 min beträgt, hätte man dort 10 min zwischen den von Zwolle ausfahrenden RB und den nach Zwolle einfahrenden RB zum Knoten 30 min später. Im Falle von größeren Verspätungen kann man immer noch den Betriebsmodus 'zweigleisige Strecke' anwenden um Zugkreuzungen zu erlauben.

Dummerweise gibt das der aktuelle Gleisplan von Zwolle nicht her, man kann weder nach 3/5 noch nach 6/7 parallel ein- bzw. ausfahren. Lediglich Gleis 1a und 1b gleichzeitig geht, was für die RBs Amsterdam/Utrecht benötigt wird. Es benötigt also einen Umbau des westlichen Vorfels. Zusätzlich benötigte es auch einen Gleiswechsel westlich des Abzw. Ijsselbrücke, damit die Züge der Hanzelijn zwischen Gegengleisfahrt Richtung Zwollen und Regelgleisfahrt Richtung Westen wechseln können.

Für den Engpass auf der Ostseite, dem Konflikt zwischen den RE/RB nach Emmen (an 10/40, ab 20/50) und den IC nach Leuwaarden (an 07/37, ab 23/53) ist dieser Trick auch möglich. Es benötigt aber mindestens noch eine Überwerfung am Abzw. Herfte. Denn die RE/RB nach Emmen nutzen die Kopfgleise 14-16 im Bahnhof Zwollen, welche nördlich liegen, während die nach Leuwaarden auf Gleis 3/5 bzw. 6/7 wollen, südlich der Kopfgleise. Zusätzlich müsste für den Bahnsteig 6/7 noch eine Weichenverbindung gebaut werden, sodass letztendlich vier Züge auf der Ostseite des Bahnhofs gleichzeitig ein-/ausfahren können: Emmen, Leuwaarden, Almelo und Deventer.

Gruß, Naseweiß

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