Fernbusse = Nischenprodukt (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Samstag, 15.09.2012, 15:04 (vor 4954 Tagen) @ kimba2k
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 15.09.2012, 15:04

Das sehe ich genauso.

Ich fahre wöchentlich ca. 400 km und bezahle mit der Bahn zwischen 40 Euro (A-Tarif), 34,00 Euro (B-Tarif) und 31,30 Euro (C-Tarf). Das ist nicht sehr teuer und billiger als mit dem Auto. Da kommen die Fernbusse nicht dagegen an, es sei denn sie bieten Tickets unter 10 Euro pro Richtung an, da ich aufgrund meiner etwas abgelegenen Fahrtziele immer noch Vorlauf mit Linienbus und Nahverkehrszug hätte.

Ich glaube aber schon, dass sich Fernbusse rentieren und nicht wieder so schnell verschwinden, da die Betriebskosten viel kleiner als bei der Bahn sind und man daher größere Gewinnmargen hat. Allerdings wird der Fernbus ein Nischenprodukt bleiben. Im Nahverkehr wird er per Gesetz zum Schutz des länderfinanzierten Regionalverkehrs nicht erlaubt werden und im richtigen Fernverkehr ist er gegenüber Zug und Flugzeug viel zu langsam.
Aber im Mittelstreckenverkehr, der früher durch Interregio bedient wurde, ist der Fernbus eine klare Alternative. So Relationen um die 100-150 km ist er durchaus dem Zug gleichwertig. Insbesondere dort wo die Bahn selbst nicht sehr schnell fahren kann, wie dem Franken-Sachsen-Express (FSX, SaFran) zwischen Nürnberg, Hof, Chemnitz und Dresden. Auch auf der Relation Nürnberg-Leipzig dürfte er bis zur Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke über Ebensfeld nicht so sehr viel langsamer als der heutige ICE-Verkehr sein. Selbst Hamburg-Berlin, obwohl im ICE durchaus sehr schnell, ist eine attraktive Fernbusverbindung. Aber von München nach Frankfurt oder gar München nach Hamburg werden wohl nur die allerwenigsten mit dem Fernbus fahren, da dies ja einer Tagesreise gleichkommen würde.


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