Eine Familienreservierung könnte man doch auch... (Allgemeines Forum)

fjk, Dienstag, 12.07.2011, 12:33 (vor 5382 Tagen) @ heinz

Weil Kinderlärm kein Lärm ist.


Nur für die Eltern dieser Kinder.


Das ändert natürlich nichts daran, dass ich in bestimmten Situationen (Konzert, Bibliothek o.ä.) entweder mein Kind ruhig stellen muss oder eben mit dem Kind woanders hingehe.

Heinz,
der schon öfter Familienreservierungen im Ruhebereich bekommen hat, ohne diesen speziell gewählt zu haben.

... für vier schnarchende Opas einfordern. Ist das dann auch kein Lärm?

Die ganze (immerhin, siehe Kindermitnahmeregelung, hat die Bahn das Potential der Familienreisenden erkannt; ein Teil dieses Erkennensprozesses ist ja wohl auch die Familienreservierung: seit wann gibt es die eigentlich in dieser Form?) Problematik mit Familien (und damit Kindern und damit Kinderlärm, der selbstverständlich Lärm ist - erst recht, wenn es sich um mit elektronischem Spielzeug erzeugten, nur mittelbar pädogenen Lärm handelt) im Zug ist äußerst unzureichend und immer nur teilweise gelöst worden. Statt eines Ruhebereiches wäre eine über die umfangsmäßig oft albernen und auch oft komplett ausreservierbaren Klein(!)kinderabteile hinaus die Einführung einer - nach Möglichkeit großzügiger eingerichteten, multimodalen (Bimz lässt grüßen!) Familienzone von ein bis vielen Wagen angebracht. Hier könnten die Familienreservierungen plaziert werden und jeder, der sich sonst reinsetzt, weiß, worauf er sich einlässt. Wenn ein Teil unreservierbar (und eher spielplatzmäßig, aber trotzdem mit Betreuersitzplätzen ausgestattet - sonst geht auch die universelle Einsetzbarkeit des Bereichs bei geringem Kinderaufkommen verloren) wäre, würden auch in anderen Zugteilen gelandete problematische Elternkindgruppen sicher gerne und unaufgeforfert/freundlich hingewiesen dorthin umziehen. Denn neben Zahnschmerzen ist Kindergequengel im Zug wohl vor allem in Langeweile begründet und auch für Betreuer unangenehm (mittelbar und unmittelbar: auch das eigene quengelnde Kind nervt, vielleicht sogar mehr als andere). Oder eben Spiellärm, der auf diese Weise konzentriert würde.

Im Vergleich zum Bimz oder dem fahrradaufkommensunabhängigen Mitschleppen eines Bpmbdzf lässt sich ein solcher Kinderwagen auch völlig sitzplatzzahlenneutral realisieren - und wer kein Kinderlärmproblem hat, kann sich ja gerne auch dort setzen.

Anregungen zur Gestaltung finden sich eben im Bim(d)z oder einem Bpmbdzf (mit mehr Tischen und ohne Fahrradständer), auch ein Schweizer Wagen mit Fahrradfläche statt einiger Vierer (war mal in den Rollbahn-EC, Gattung weiß ich aber nicht) geht in die Richtung: nur eben mit reiner Spiel- statt VSF-Erwachsenenspielzeugabstellfläche. Kleine (vor allem: nicht hohe ;-)) Hoffnungen in der Richtung kann man sich vielleicht im Hinblick auf den vergleichsweise üppigen (acht Vierer?) Familienbereich in den Dosto-IC machen, zumal der Auslauf auch da direkt nebenan ist und sich im IC-Verkehr vielleicht weniger als Pennerabteil herausstellt...

... schleppt seine Kinder solange trotzdem gerne in jeden Zugbereich
fjk


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