OT Medien als politische Akteure (Allgemeines Forum)

411, California, Mittwoch, 06.04.2011, 15:07 (vor 5417 Tagen) @ Blaschke

Hallo,

Denn auch diese wollen ja neben der Information eine Botschaft an die Leser senden. Sie sind also ebenfalls interessengesteuert.

Das habe ich nicht bezweifelt. Allerdings manches Medium mehr als das andere.... Siehe Bild ;)

Ich will jetzt nicht mit den üblichen BILD-Spielchen kommen, deren unverbrüchliche Treue zu Amerika und deren Art, Kampagnen zu fahren. Bleiben wir doch bei der FTD - und deren Tradition, eine Wahlempfehlung abzugeben!

Wenn du bei der FTD bleiben willst, gerne :) Gegründet von G+J und der FT zu 50%. In GB ist es üblich, das Medien eine Wahlempfehlung geben (in den USA sind ja auch Gehälter keine Geheimsache). Das hat die FTD übernommen, okay etwas gewöhnungsbedürftig. Ich kann aus den letzten 2 Jahren aber leider keine Tendenz erkennen. Hier die Wahlempfehlungen:
Bundestagswahl 2005: FDP
Europawahl 2009: Grüne
Bundestagswahl 2009: CDU (wer mutiger ist, soll doch bitte Grün wählen)

Die einzige Tendenz die ich gerade erkenne ist, dass genau die empfohlenen Parteien 2 Jahre später enorme Zuwächse hatten.
Selbst den Linken wurde bescheinigt positiv im letzten Wahlkampf zu wirken. Ich finde das ganze sehr ausgewogen.

Und dass das keine Spinnereien sind, sieht man u.a. hieran:

http://www.amazon.de/Massenmedien-als-politische-Akteure-Konzepte/dp/3531154737

Scheint also ein Thema zu sein...

auf jeden Fall

Naja ich sehe das nicht ganz so schlimm.


Wo steht was von "schlimm"? Wenn man's nur weiß und die Berichte entsprechender Zeitungen auch einzuordnen weiß im gesamtpolitischen Kontext, ist's überhaupt nicht tragisch.

Was willst du den in den Gesamtpolitischen Kontext einordnen? Um beim Beispiel zu bleiben FTD=Wirtschaft=FDP? Mh das passt aber garnicht mit der Wahlempfehlung zusammen.
Natürlich gibt es durchaus Artikel und Magazine, die etwas zu sehr Standpunkt beziehen und somit das Bild wie du es beschrieben hast verzerren. Ein Glück haben wir in D genug seriöse Zeitungen.. Dafür leider zu wenige die sich was trauen. Die FAZ hat super Auslandsreporter aber die Titelbilder.....

Meiner Meinung nach, würde ich das nur dem Handelsblatt oder der WiWo unterstellen ;)


Da würde mich dann jetzt mal interessieren, wie Du darauf kommst...

HB und WiWo gehören zu Holtzbrink; die FTD schlußendlich Bertelsmann (weil denen G+J gehört). Warum unterstellst Du Holtzbrink etwas, was Du bei Bertelsmann ausschließt?

Das hast du gut kombiniert. Ich hab das ganze ja auch mit einem ;) versucht zu entschärfen. Ich vermisse bei Holtzbrink die ausgewogenen Kommentare, die meiner Meinung nach Printmedien ausmachen sollen, auch im Wettbewerb zum Internet. Immer die wirtschaftliche Seite zu beleuchten und deren Meinung zu vertreten geht ja für ein paar Wochen aber irgendwann wird es langweilig. Kritische, ironische und abgewogene Betrachtungen auch in seriösen Medien sind eben in D nicht so Renner... Wahrscheinlich würde die Zeitung/Medium dann nicht mehr als seriös wahrgenommen...
Jetzt hab ich genug die FTD beworben;) Aber ich lese auch noch die Le Monde diplomatique

Medien beeinflussen Stark das Zeitgeschehen, ohne Frage und man sollte vorsichtig sein beim Konsum. Trotzdem fand ich deine Antwort etwas über schnellt und pauschal. Verstehe aber natürlich was du dahinter meinst.

Viele Grüße
aus der Medientraumwelt
411

Schöne Grüße von

jörg


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