Ein guter Tag für das System Bahn (Allgemeines Forum)

Uniqum, Frankfurt am Main, Mittwoch, 09.02.2011, 12:19 (vor 5631 Tagen) @ ringbahn

Ich sehe das sehr zwiespältig.

Ausschreibungen können sinnvoll sein. Man sollte sich aber vor Augen halten, das Direktvergaben auch ihren Sinn haben können und diese im europäischen Ausland Gang und Gebe sind (und es wohl auch bleiben werden).

Im Ruhrgebiet wird sich nun eine Investitionsflaute seitens der DB über die nächsten Jahre einstellen, allerdings ist dies eine Situation die auch bei Ausschreibungen sich gerne in der zweiten oder dritten Hälfte einer (z.B. nicht verlängerten) Konzession einstellt.

Interessant ist aber die (wohl berechtigte) Sorge eines anderen Users, die Investitionen in Bahnhofsmodernisierungen würden gekürzt. DB Netz als eigentlich gesondert aufgestelltes Staatsunternehmen sollte eigentlich nach dem Versorgungsprinzip arbeiten, sollte man meinen.

Hier in Niedersachsen sind perfekt auf den Wunschbewerber zugeschnittene Ausschreibungen Gang und Gebe. Man mag da geteilter Meinung drüber sein, aber wenn ein Unternehmen in der Bevölkerung gut verankert ist, (sehr) gute Leistungen erbringt, wie zum Beispiel die BOB im südlichen Münchener Umland oder (angeblich) auch Metronom, dann ist es eigentlich schade, wenn diese die Konzession verlören.

Es ist aber auch hier nicht alles Gold was glänzt.

Allerdings ist es interessant zu beobachten wie ziel- und planlos der Karren "Eisenbahn Deutschland" derzeit teilweise unterwegs ist. Am interessantesten aber, das ein (noch) Staatsunternehmen im Ausland hochgelobte Leistungen erbringt, sich aber im Nahverkehr alles verbessern soll, wenn der Besteller (= die Länder = der Staat) mehr Einflussnahme hat.

Chris,

dessen Fahrplan seiner "Stammstrecke" seit der Liberalisierung um 38% gekürzt wurde.


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