Studie (Allgemeines Forum)

Mario, Montag, 10.01.2011, 18:12 (vor 5606 Tagen) @ Steffen

Wenn man sich beispielsweise überlegt, wie ein doppelstöckiger Zug konstruiert sein muss, der mit 400 km/h weniger Energie verbraucht als ein aktueller einstöckiger Zug bei 300 km/h, so kann man diese Konstruktion genauso auf 300 km/h-Züge anwenden und spart gegenüber heute Energie.

Richtig. Ich denke, dass neben der Aerodynamik vor allem beim Thema Traktionsausrüstung das meiste an Effektivität rauszuholen ist. In der Hinsicht stelle ich mir die Frage, ob das Prinzip Transformator-Fahrmotor-Getriebe-Achse-Rad so in 2030 Jahren auch noch der Stand der Technik sein wird. Würde es vielleicht besser sein, auf den schweren Fahrmotor inkl. schweres Getriebe und Achse zu verzichten und stattdessen an den angetriebenen Rädern eher kleinere Radnabenmotoren zu verbauen, die direkt mit dem Trafo verbunden sind. Und die Räder dann vielleicht ohne Achse einzeln am Drehgestell in einem Rahmen laufen lassen? Fürs Anfahren wären evtl. Energiespeicher denkbar, wie sie ähnlich die Variotram hat, um unter anderem dabei Energie zu sparen. Ob das für einen eher selten haltenden ICE groß was bringt, müsste freilich untersucht werden. Und für die Klimatisierung wären evtl. Dünnschicht-Solarzellen auf dem Fahrzeugdach denkbar, die diese wesentlich unterstützt (der aktuelle Toyota Prius hat sowas als Sonderausstattung). Und auch die komplette Fahrzeuginnnenbeleuchtung könnte vollständig auf LEDs oder sogar später OLEDs umgestellt werden, was auch nochmal spart. Da wäre also vieles denkbar.

(2) frage ich mich, ob Luft- und Raufahrtingenieure nicht etwas Fehl am Platz sind

Bei der Traktionsausrüstung sind sie sicher nicht die Experten, aber dafür kennen sie sich beim Thema Aerodynamik, Leichtbau und druckdichte Kabinen hervorragend aus. Dieses Wissen mit der Bahnbauer kombiniert, könnte schon ganz schön was bringen.


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