Sandtaster in modernen Führerständen (Aktueller Betrieb)

fabs, Braunschweig, Freitag, 31.12.2010, 11:20 (vor 5608 Tagen) @ 218 466-1

War bei früheren Fällen nicht ein Schmierfilm im Spiel? Öl aus einer Lok z.B.?

Das dürfte normal nicht zu einem Unfall führen, weil die Züge mit Bremssand ausgerüstet sind, oder war der leer?

Moin!
Bremssand ist so eine Sache. Leider wird in allen Fahrzeugen, die ich bedienen darf nicht automatisch gesandet, selbst wenn man eine Schnellbremsung macht. Weiterhin hat man (ich) zwar in soweit Routine, wenn es zu brenzlichen Situationen kommt, allerdings ist da immer noch die Schocksekunde, in der man das, was gleich passieren wird, realisiert und erst danach mit den Bedienhandlungen beginnt.
Bei mir persönlich (und auch bei einigen Kollegen) ist das Verhalten dann so:
- Situation realisieren
- Hebel nach hinten reißen
- Beten, daß alles gut geht
- Sifa auslösen lassen (auch wenn das nichts zusätzlich bringt, wenn man schon eine Schnellbremsung gemacht hat)
- wenn man dann noch Zeit hat, denkt man eventuell an den Sandtaster, wenn man den gefunden hat: sanden

Fazit: Der Sandtaster ist im Einheitsführerstand recht ungünstig zwischen mehreren identisch aussehenden Schaltern eingebaut und in Stresssituationen fängt man erstmal das Suchen an und wenn man sich um einen vertut, geschieht genau das Gegenteil des erwünschten: Die Lokbremse löst wieder aus.
Viel öfter wird der Sand zum anfahren in ungünstigen Situationen (schwerer Zug in der Steigung und bei rutschigen Schienen) missbraucht.

Viele Grüße
fabs

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Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
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