Einfach mal sagen, was Sache ist.... (Allgemeines Forum)

SST, Köln-Südstadt, Montag, 27.12.2010, 00:22 (vor 5607 Tagen) @ Holger_HAM

....wäre aus meiner Sicht besser!

Erst einmal vielen Dank für das Tondokument - ähnliche RIS habe ich in Mengen gesehen ;).

Sicher ist es die Aufgabe eines Pressesprechers der DB AG, diese möglichst positiv darzustellen. Darüber hinaus sollte man aber wohl auch eine Verbundenheit mit den Fahrgästen zeigen und sagen, was Sache ist?

Also

a) ein Bedauern äußern, dass so viele Reisende, so viel zu spät ihre Weihnachtsziele erreicht haben (unabhängig, ob "die Bahn" oder "Unwetter" "schuld" war)

b) eine gewisse Lockerheit an den Tag legen und nicht "staatsmännischer" als Präsidenten oder Erzbischhöfe, denen ja - leicht übertrieben - dann schon fast bei ihren Ansprachen "der Schalk im Nacken sitzt" formulieren.

c) den Fahrgästen erklären, warum es immer noch und immer wieder zu Verspätungen kommt. Das sind ja zum Teil auch gar nicht mehr wetterbedingte Probleme, sondern Umläufe müssen gekürzt/geändert werden, damit Personal/Triebfahrzeuge "irgendwann" auch wieder dort landen, wo sie hingehören. Es kann ja nicht die 24jährige Zub aus Augsburg, weil sie am 23.12. in Hannover "gestrandet" ist nun bis zum "Sanktnimmerleinstag" zwischen Hannover und Kiel pendeln. Wenn man - d.h. "die DB-Führung" - Probleme besser beim Namen nennen würde, wäre das Verhältnis auf den Zügen zwischen Fahrgästen und Personal sicher wesentlich lockerer und verständnisvoller.

Aus meiner Sicht tun wirklich alle im derzeit harten Betriebsdienst stehenden Eisenbahner und Angestellte der DB AG ihr Möglichstes, damit die Fahrgäste möglichst pünktlich und (!!!) vor allem sicher ihr Ziel erreichen - auch wenn "nach außen hin" ein unverständnis über immer neue und geänderte Verspätungsmelden herrscht.

Die "Selbstbeweihräucherung" der Führungsspitze, die kund gibt wie prima alles läuft, steht aber im krassen Widerspruch zu dem, was die Fahrgäste - und das Personal! -hinnehmen müssen.

P.S. Zum Thema "RIS":

Soweit ich weiß ist für "Endkunden" nur der letzte Eintrag sichtbar. So hat z.B ein Zug eine "verspätete Übergabe aus dem Ausland" (+10) in Basel, eine "Weichenstörung" (+10+15=+25) in Karlsruhe, "Warten auf Anschlußreisende" (+25+10=+35) in Mannheim, eine Signalstörung in St. Goar (+35+20=+55), eine (behebbare) "Störung an einem Wagen" in Bonn (+55+10=+65) und z.B. in Köln wird wegen Überfüllung ein Wagen zugestellt (+10). Das ergibt dann +75 und im RIS für Düsseldorf steht dann +75 für die zusätzliche Bereitstellung des Wagens...;). Oder?


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