Fahrplan soll auch das Rollmaterial bestimmen (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 05.11.2010, 10:19 (vor 5655 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 05.11.2010, 10:23

Das sollte es aber sein! Beispiel Schweiz: Hier wurde bei der Ausschreibung des neuen FV-Doppelstocktriebzugs nicht gesagt "wir wollen soundsoviel Leistung" oder "soundsoviel Beschleunigung", sondern "Hier ist das Streckenprofil und die Zeit, in der ihr es schaffen müsst. Wie ihr das macht, ist uns egal". Somit bestimmt der (10-15 Jahre) vorab festgelegte Zielfahrplan nicht nur die Infrastruktur, sondern auch das Rollmaterial.

In Deutschland gibt es zu viele unterschiedliche Strecken, die alle passende Züge brauchen. Hier die Rennbahnen, dort die Neigetechnik und und und... .

Das alles auch in CH, dazu noch Schmalspurstrecken, mit und ohne Zahnstange...

Du meinst aber, dass deutsche Züge und Infra möglichst universal sein müssen. Sie müssen beschleunigen wie eine U-Bahn, die vmax eines ICE 3 haben, neigen können, auf nicht elektrifizierten Strecken fahren können, bei jedem Bahnsteig einen stufenfreien Einstieg bieten, nur weil Otto am liebsten eine Direktverbindung von irgendwo nach irgendwo haben möchte.

Beim schweizer ITF steht der Umsteiger im Vordergrund, nicht der Direktreisende. Ziel ist, die Fahrzeit mit N Umstiegen genauso groß zu kriegen wie die Fahrzeit einer Direktverbindung. Mehr dazu.
Dann wird ein Umstieg verkraftbar.
Bleiben nur noch z.B. die Urlauber mit Gepäck, die 1x pro Monat eine Direktverbindung brauchen und denen die Reisezeit egal ist. Dafür braucht man aber Einzelzüge, kein ITF.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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