Weitere Berechnung zur Geschwindigkeit in der Steigung (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Dienstag, 12.10.2010, 20:50 (vor 5664 Tagen) @ Henrik

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch folgende Rechnung:

Die BR 411 hat eine Masse von 402 t und eine Leistung von 4000 kW.
Die BR 415 hat eine Masse von 311 t und eine Leistung von 3000 kW.

Bei einer Steigung von 0,04 bedeutet also ein Höhenunterschied von 40 Metern auf 1 km Wegstrecke.

Beispiel BR 411:

Laut der Formel für potentielle Energie dE(pot)=m*g*dh, bedeutet der Höhenunterschied von 40 m für einen Zug von 402.000 kg ein Unterschied der kinetischen Energie von 157,7 Megajoule.

Bei einer Antriebsleistung von 4 Megawatt braucht der Zug für die Aufbringung dieser Energie etwa 40 Sekunden. Gleichzeitig legt der Zug in dieser Zeit 1 km Wegstrecke zurück, was umgerechnet 91 km/h entspricht.

d.h. der ICE-T kann in längeren Steigungen aus dem Stand nur eine Geschwindigkeit von maximal 91 km/h erreichen, wenn die Schienenverhältnisse optimal sind und der Luftwiderstand vernachlässigt wird.

In der Praxis kommen noch Roll- und Luftreibung und Schlupf der Räder auf der Schiene hinzu, sodass ein ICE-T wohl nicht mehr als 80 km/h auf dieser Steigung halten kann.

Der ICE-T würde also auf der KRM die Maximalgeschwindigkeit von 230 km/h sehr schnell verlieren und auf lange Sicht sich auf eine Geschwindigkeit von 120-160 km/h einpendeln. Damit würde die Fahrzeit über die KRM würde etwa 70 Minuten betragen und von Hbf. zu Hbf. wohl bei über 100 Minuten, also nur unwesentlich schneller als über die Rheinstrecke.


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