ICX-Bestellung schwer in der Schwebe? (PM) (Allgemeines Forum)
NIM rocks, Montag, 27.09.2010, 14:28 (vor 5752 Tagen)
Hi,
hier ein interessanter Artikel aus dem Handelsblatt. Natürlich gehts wieder darum, dass die Bahn einen supertollen und spottbilligen Zug haben möchte ;)
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/siemens-intercity-milliardenauftrag-h...
Siemens
Intercity-Milliardenauftrag hängt in der Schwebe
Die Deutsche Bahn und Siemens werden sich nicht einig über die Erneuerung der Fernverkehrsflotte. Beiden Konzernen droht ein Desaster, sollte der Milliardenauftrag nicht zustande kommen - der scheint ungewisser denn je.
BERLIN. Auf großen Industriemessen wie der am Sonntag zu Ende gegangenen Bahntechnik-Schau "Innotrans" in Berlin verkünden die Aussteller gerne den Abschluss spektakulärer neuer Aufträge. Doch die Vertragsunterzeichnung, auf die die Bahn-Branche seit Monaten wartet, ist immer noch nicht perfekt: Die Deutsche Bahn will bis zu 300 Züge bestellen, die Intercity-Flotte und ICEs ersetzen sollen. In der Ausschreibung der auf 20 Jahre angelegten Bestellung, deren Wert mit fünf bis sechs Milliarden Euro taxiert wird, hat Siemens seit Monaten den Status des "preferred bidder". Schon im Juni sollte unterschrieben werden. Doch der Vertragsschluss ist ungewisser denn je.
Hans-Jörg Grundmann, Chef der Sparte Siemens Mobility, machte kürzlich im Berliner "Tagesspiegel" deutlich, dass seine Erwartungshaltung von Geduld bestimmt ist. Verhandlungen wie bei diesem Auftrag könnten auch schon mal ein Jahr dauern. Was Grundmann nicht sagte: Sie könnten auch scheitern.
Das Projekt "ICx" unterscheidet sich wesentlich von bisherigen Großaufträgen bei Schienenfahrzeugen - in der Größenordnung wie in der Konzeption. Die Bahn muss möglichst bald rund 140, zum Teil Jahrzehnte alte Intercity-Züge ersetzen, ferner bis Mitte der 20-er Jahre die knapp 100 Einheiten der ICE 1- und die ICE 2-Flotte erneuern - und später auch die ICE 3-Züge sowie die Neigetechnik-Züge ICE-T.
Neue Flotte mit Plattform-Konzept
Nach den Vorstellungen des Staatskonzerns soll dies mit einem "Plattform-Konzept" verwirklicht werden. Die Generation ICx soll, wie Bahnchef Rüdiger Grube immer wieder betont, sich vom Standard für den Kunden am ICE 3 orientieren. Das bedeutet, die Bahn will ausschließlich Triebzüge bestellen, die sich dann in puncto Motorisierung, Höchstgeschwindigkeit und Komfortausstattung für die einzelnen Einsatzgebiete unterscheiden. Sie sollen aber modular aufgebaut werden, also technisch auf denselben Standards fußen.
Davon verspricht sich die Bahn, wie der Projektleiter Ulrich Höbel schon vor zwei Jahren formulierte, "dass die Züge sowohl pro Einheit als auch in der Berechnung der Preise pro Sitzplatz erheblich günstiger sind als die ICE von heute".
Aus der Bahn-Perspektive ist das der alles entscheidende Punkt. Der Fernverkehr steht im Wettbewerb zu Auto, Flugzeug und bald auch Fernbussen. Angesichts von Zügen, die zwar auf Rennstrecken übervoll, aber im Durchschnitt nicht einmal zur Hälfte ausgelastet sind, gibt es nur knappe Margen. Im ersten Halbjahr 2010 kam der Fernverkehr bei 1,8 Mrd. Euro Umsatz auf 80 Mio. Euro Ebit, der im Umsatz etwa doppelt so hoch liegende Nahverkehr auf das Fünffache. Also muss hart verhandelt werden: Wie viel Zug gibt es für welchen Preis?
Siemens und Bahn sind auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden. Denn aus der Ausschreibung ging Siemens als einziger Anbieter hervor. Der französische Wettbewerber und TGV-Hersteller Alstom hatte zwar auch ein Gebot abgegeben, das aber hatte die Bahn schon zu Zeiten von Bahnchef Hartmut Mehdorn als nicht akzeptabel eingestuft. Marktführer Bombardier Transportation, der sich auf der Innotrans mit der neuen, 380 km/h schnellen Super-Zug-Generation "Zefiro" für den chinesischen Markt schmückte und maßgeblich an der Entwicklung der ersten ICE-Generationen beteiligt war, ging erst gar nicht in den Wettbewerb: Er will bei Siemens als Zulieferer unterkommen.
Alternativ-Lösungen sind derzeit nicht in Sicht, und das Beschaffungsproblem drängt. Ursprünglich sollten die ersten ICx ab 2014 erprobt und eingesetzt werden. Daraus wird nichts. So will die Bahn mit 100 Mio. Euro die heruntergekommenen Intercity-Züge und die auch schon aus den frühen 90-er Jahren stammenden ICE 2 noch einmal aufpeppen. Doch im Konzern weiß jeder, dass man damit kaum neue Kunden gewinnt.
In der Industrie heißt es, bei der Bahn gebe es eine gewisse Angst vor der Courage, sich für zwei Jahrzehnte bei der Fahrzeugbeschaffung festzulegen. Es gebe widerstreitende Interessen: Der Fernverkehr würde die neuen Züge lieber heute als morgen ordern, doch der Einkauf bestehe auf seinem Spar-Diktat. Bahnchef Grube versuche, diesen Konflikt zu moderieren, doch er entscheide nicht, sagte ein nicht beteiligter Manager: "Was der Bahn fehlt, ist ein Macher wie Grube-Vorgänger Mehdorn."
ICX-Bestellung schwer in der Schwebe? (PM)
Matze86, München, Montag, 27.09.2010, 14:50 (vor 5752 Tagen) @ NIM rocks
bearbeitet von Matze86, Montag, 27.09.2010, 14:50
Ich fahre auch gerne mit den aktuellen IC, vom Bim mal abgesehen ;P
ICX-Bestellung schwer in der Schwebe? (PM)
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 27.09.2010, 15:29 (vor 5752 Tagen) @ NIM rocks
Besser neue IC-Wagen bestellen. Ist viel billiger und die 101er sind noch fit!
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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braucht Deutschland ICx?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 27.09.2010, 17:59 (vor 5752 Tagen) @ NIM rocks
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 27.09.2010, 17:59
hier ein interessanter Artikel aus dem Handelsblatt. Natürlich gehts wieder darum, dass die Bahn einen supertollen und spottbilligen Zug haben möchte ;)
Es ist zu hoffen, zumindest jemand der ICx-Gruppe hat etwas vom Fyra-Seifenoper mitbekommen...?!
Dort wird klar gezeigt, was passiert, wenn man das billigste Angebot auswählt.
Das Projekt "ICx" unterscheidet sich wesentlich von bisherigen Großaufträgen bei Schienenfahrzeugen - in der Größenordnung wie in der Konzeption. Die Bahn muss möglichst bald rund 140, zum Teil Jahrzehnte alte Intercity-Züge ersetzen, ferner bis Mitte der 20-er Jahre die knapp 100 Einheiten der ICE 1- und die ICE 2-Flotte erneuern - und später auch die ICE 3-Züge sowie die Neigetechnik-Züge ICE-T.
Zum IC: neue IC-Wagen beschaffen, fertig. Wenn Die Loks in die Jahre kommen, beschafft man neue Loks.
Zum ICE 1: neue Loks und IC-Wagen beschaffen, fertig.
Zum ICE 2: neue Loks und IC-Wagen beschaffen, fertig.
Wenn jetzt schon die ICs die ICE-Fahrplänen halten können, sollte man dort ICE anbieten, wo sich das lohnt, z.B. K-F oder vielleicht N-EF-B/L. Ansonsten reichen stinknormale 200 km/h lokbespannte ICs doch aus. Das ausgesparte Geld kann man besser in einen Deutschland-Takt investieren.
Nach den Vorstellungen des Staatskonzerns soll dies mit einem "Plattform-Konzept" verwirklicht werden. Die Generation ICx soll, wie Bahnchef Rüdiger Grube immer wieder betont, sich vom Standard für den Kunden am ICE 3 orientieren.
Gab es mal bei der Bahn eine Volksbefragung wie etwa in CH?
Ist ICE 3 (sprich: Rasen und Stillstehen) wirklich das was die Kunden wollen?
Das bedeutet, die Bahn will ausschließlich Triebzüge bestellen, die sich dann in puncto Motorisierung, Höchstgeschwindigkeit und Komfortausstattung für die einzelnen Einsatzgebiete unterscheiden. Sie sollen aber modular aufgebaut werden, also technisch auf denselben Standards fußen.
Hat die Bahn mal von TAk und KAk gehört? Technische und kommerzielle Anfangsbetriebskosten. Standardkosten wenn man sich aufs Neuland begibt.
Nenne mir ein Bahnunternehmen, das sein vollständiger Fernverkehr mit einer einzigen Baureihe abfertigt. Mir fällt keines ein, auch keines das solche Planungen hat. (obwohl ich mich mit Taiwan und Korea nicht auskenne, CMIIW)
Davon verspricht sich die Bahn, wie der Projektleiter Ulrich Höbel schon vor zwei Jahren formulierte, "dass die Züge sowohl pro Einheit als auch in der Berechnung der Preise pro Sitzplatz erheblich günstiger sind als die ICE von heute".Aus der Bahn-Perspektive ist das der alles entscheidende Punkt. Der Fernverkehr steht im Wettbewerb zu Auto, Flugzeug und bald auch Fernbussen.
Und nicht zu vergessen Privatbahnen die Fernverkehrsleistungen anbieten möchten!
Ein ICx, wie billig er auch pro Sitzplatz ist, wird zumindest qua Preis niemals von einem privaten "FLIRT200" gewinnen. Diese "Schnellstraßenbahnen" sehe ich im Moment als die Trumpfkarten der Privaten, die ja dort Fernverkehr fahren möchten, wo DB entweder (weil zu teuer) kein FV mehr anbietet oder gerne IC einsetzen möchte.
Siemens und Bahn sind auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden. Denn aus der Ausschreibung ging Siemens als einziger Anbieter hervor.
Hinweis: Stadler baut auch Züge. Sollen auch noch ziemlich gute Züge sein.
So will die Bahn mit 100 Mio. Euro die heruntergekommenen Intercity-Züge und die auch schon aus den frühen 90-er Jahren stammenden ICE 2 noch einmal aufpeppen.
Zu den ICE 2: das war ohnehin schon geplant, egal ob ICx oder nicht.
Zu den ICs: mit 100 Mio. kriegt man die Wagen noch für weitere 5-10 Jahre fit. Damit kann man auch "Bedenkzeit" schaffen.
Doch im Konzern weiß jeder, dass man damit kaum neue Kunden gewinnt.
Bin ich mir nicht sicher. Kommt drauf an, was man damit macht.
In Polen und Slowakei fahren bei NS ausgedienten Fahrzeugen, und wenn ich das gut verstanden habe, sind dort die Fahrgastzahlen angestiegen.
In Italien fahren immer noch ALn.668, deren Grundriss aus 1952 stammt. Inzwischen haben die Schallschutz und Klimaanlage sowie Bestuhlung der hochmodernen Minuetto-Triebwagen.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
braucht Deutschland ICx?
Steffen, Montag, 27.09.2010, 18:23 (vor 5752 Tagen) @ Oscar (NL)
So viele IC-Loks, wie dann benötigt würden, sind nicht übrig! Immerhin sollen ja die ICE 1 und 2 damit ersetzt werden.
Vielleicht ist ja eine 230 km/h schnelle Version des Vectron möglich? Damit liesen sich die ICE 1 und 2 ersetzen (als Zugkonfiguration analog MET und RailJet). Nur passen in die Loks leider keine Fahrgäste rein.
Aber die DB möchte sich ja unbedingt an Triebwagen binden. Möglichst billig in der Anschaffung und möglichst keine Wartungskosten. Offensichtlich ist das tote Kapital, wenn ein kompletter ICE wegen dem Defekt an einer Komponente ausfällt, gar nicht so immens, sonst wäre das ein Vorteil von klassischen Zügen (incl. Wagenwürfeln^^).
Nenne mir ein Bahnunternehmen, das sein vollständiger Fernverkehr mit einer einzigen Baureihe abfertigt.
Eurostar.
--
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braucht Deutschland ICx?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 27.09.2010, 20:51 (vor 5752 Tagen) @ Steffen
So viele IC-Loks, wie dann benötigt würden, sind nicht übrig! Immerhin sollen ja die ICE 1 und 2 damit ersetzt werden.
Loks kann man immer noch nachbeschaffen.
Vielleicht ist ja eine 230 km/h schnelle Version des Vectron möglich? Damit liesen sich die ICE 1 und 2 ersetzen (als Zugkonfiguration analog MET und RailJet). Nur passen in die Loks leider keine Fahrgäste rein.
In einer TGV Réseau/Duplex Doppeltraktion gibt es sogar 4 solcher Modulen ohne Fahrgäste.
Obwohl Alstom auch SNCF den AGV gezeigt hat, wird es auch den kommenden Jahren wohl noch TGV-Baureihen geben.
Aber die DB möchte sich ja unbedingt an Triebwagen binden. Möglichst billig in der Anschaffung und möglichst keine Wartungskosten. Offensichtlich ist das tote Kapital, wenn ein kompletter ICE wegen dem Defekt an einer Komponente ausfällt, gar nicht so immens, sonst wäre das ein Vorteil von klassischen Zügen (incl. Wagenwürfeln^^).
Oft erwähnt ist das Argument "Energie sparen". Ein Triebwagen sei in der Lage mit signifikant weniger Energie dieselben Leistungen eines lokbespannten Zuges zu erstellen. Weniger Energie = weniger Moneten ausgeben + Umwelt schonen. Im Nahverkehr ist das mit dem zahlreichen Beschleunigen und Bremsen korrekt, aber im Fernverkehr, wobei man lange Distanzen eine konstante Geschwindigkeit fährt / fahren sollte, bin ich mir weniger sicher.
Nur so ein paar Fragen: wieviel Prozent aller Kosten der DB haben mit Energie zu tun? Und wieviel Prozent aller Energiekosten gehören Fernverkehr? Durfte wohl marginal sein, zumal DB auch Energiekosten hat für Regio, Cargo, Baumaschinen, Rangierfahrzeuge, See- und Binnenschiffe, Frachtflieger und Schenker-LKWs.
Eurostar.
Nicht ganz. Es gibt langen (18 Wagen) und kurzen (14 Wagen) Eurostar-Garnituren. Oder fahren die verkürzten Triebwagen nicht mehr?
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
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braucht Deutschland ICx?
Steffen, Montag, 27.09.2010, 21:06 (vor 5752 Tagen) @ Oscar (NL)
In einer TGV Réseau/Duplex Doppeltraktion gibt es sogar 4 solcher Modulen ohne Fahrgäste.
Ja. Der Platz fehlt für die Passagiere; deshalb stapelt man sie (=TGV Douplex).
Ein AGV dürfte gegenüber einem Duplex-TGV bei den Passagierzahlen keine Vorteile bringen, die DB fährt im Fernverkehr aber weiterhin einstöckig durchs Land.
Oft erwähnt ist das Argument "Energie sparen". Ein Triebwagen sei in der Lage mit signifikant weniger Energie dieselben Leistungen eines lokbespannten Zuges zu erstellen. Weniger Energie = weniger Moneten ausgeben + Umwelt schonen. Im Nahverkehr ist das mit dem zahlreichen Beschleunigen und Bremsen korrekt, aber im Fernverkehr, wobei man lange Distanzen eine konstante Geschwindigkeit fährt / fahren sollte, bin ich mir weniger sicher.
Ich vermute dass man bei Triebzügen die E-Bremse wesentlich besser einsetzen kann als bei einem lokbespannten Zug, da Triebzüge mit verteiltem Antrieb auch Triebzüge mit verteilten E-Bremsen sind. Wie viel das an Kosten ausmacht kann ich überhaupt nicht einschätzen.
Nur so ein paar Fragen: wieviel Prozent aller Kosten der DB haben mit Energie zu tun? Und wieviel Prozent aller Energiekosten gehören Fernverkehr? Durfte wohl marginal sein, zumal DB auch Energiekosten hat für Regio, Cargo, Baumaschinen, Rangierfahrzeuge, See- und Binnenschiffe, Frachtflieger und Schenker-LKWs.
Wo Du gerade Cargo ansprichst - ein wegen eines verspäteten ICEs zur Seite genommener Güterzug langer und schwerer dürfte beim Wiederbeschleunigen so viel Energie aufbrauchen, da kann DB Fernverkehr lange elektrisch bremsen!
Eurostar.
Nicht ganz. Es gibt langen (18 Wagen) und kurzen (14 Wagen) Eurostar-Garnituren. Oder fahren die verkürzten Triebwagen nicht mehr?
Doch, die fahren noch. Aber ich glaube nicht mehr für Eurostar, sondern für die SNCF.
Unabhängig davon, beide Varianten dürften die selbe Baureihe sein, mit lediglich unterschiedlich vielen Zwischenwagen.
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braucht Deutschland ICx? & Regional Eurostars
Uniqum, Frankfurt am Main, Montag, 27.09.2010, 21:10 (vor 5752 Tagen) @ Oscar (NL)
Oft erwähnt ist das Argument "Energie sparen". Ein Triebwagen sei in der Lage mit signifikant weniger Energie dieselben Leistungen eines lokbespannten Zuges zu erstellen. Weniger Energie = weniger Moneten ausgeben + Umwelt schonen. Im Nahverkehr ist das mit dem zahlreichen Beschleunigen und Bremsen korrekt, aber im Fernverkehr, wobei man lange Distanzen eine konstante Geschwindigkeit fährt / fahren sollte, bin ich mir weniger sicher.
Ich denke, dieses Argument ist im Fernverkehr zu vernachlässigen. Allerdings spielt der über den gesamten Zug verteilte Antrieb auf hügeligen Strecken eine nennenswerte Rolle (z.B. Köln-Frankfurt).
Im IC-Ferkehr sollten vor allem die Nachrageschwankungen nicht vernachlässigt werden (im "reinen" Hochgeschwindigkeitsverkehr treten diese weniger oder kaum auf), wogegen diese sich im IC-Verkehr schon eher bemerkbar machen. Grade eben auch weil diese Züge gerne auch in Feriengebiete eingesetzt werden (sollten), Wochenendverstärker oder eben auch um eine Anreise zu Konzerten "auf der grünen Wiese" zu ermöglichen. Eigentlich schade, wenn all dies wegfiele.
Nicht ganz. Es gibt langen (18 Wagen) und kurzen (14 Wagen) Eurostar-Garnituren. Oder fahren die verkürzten Triebwagen nicht mehr?
Nein, die "kurzen" Eurostars sind nie zu ihrem ursprünglich geplanten Einsatz gekommen. Sie waren dazu gedacht, auch Orte nördlich von London an den Ärmelkanaltunnel anzuschließen, man ging jedoch von einer geringeren Nachfrage aus. Der Plan des "Regional Eurostar" wurde dann jedoch verworfen. Einige dieser Züge oder alle sind derzeit als "normale" TGVs unterwegs (noch im Originaldesign), einige kamen auch schon auf der East Coast Mainline im innerbritischen Verkehr für GNER zum Einsatz (und sind soweit ich weiß von GNER modernisiert worden).
braucht Deutschland ICx? & Regional Eurostars
Steffen, Montag, 27.09.2010, 21:50 (vor 5752 Tagen) @ Uniqum
Oft erwähnt ist das Argument "Energie sparen". Ein Triebwagen sei in der Lage mit signifikant weniger Energie dieselben Leistungen eines lokbespannten Zuges zu erstellen. Weniger Energie = weniger Moneten ausgeben + Umwelt schonen. Im Nahverkehr ist das mit dem zahlreichen Beschleunigen und Bremsen korrekt, aber im Fernverkehr, wobei man lange Distanzen eine konstante Geschwindigkeit fährt / fahren sollte, bin ich mir weniger sicher.
Ich denke, dieses Argument ist im Fernverkehr zu vernachlässigen. Allerdings spielt der über den gesamten Zug verteilte Antrieb auf hügeligen Strecken eine nennenswerte Rolle (z.B. Köln-Frankfurt).
Das lasse ich gelten wenn man als Achterbahn durch das halbe Land fährt, oder wenn man in 60 Minuten von Köln nach Frankfurt rast. Aber so wenige HGV-Strecken mit starken Steigungen wie es in Deutschland gibt, da fällt das kaum ins Gewicht. Zumal es gar nicht um den ICE 3 geht, sondern um die ICE 1+2.
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braucht Deutschland ICx? & Regional Eurostars
Holger2, Montag, 27.09.2010, 22:19 (vor 5752 Tagen) @ Steffen
Hallo,
erste Frage, die sich mir stellt ist: Vielleicht sollen die neuen ICx auch auf der Strecke Köln - Frankfurt eingesetzt werden können? Für die Züge, die in Montabaur, Siegburg und Limburg halten, wäre Tempo 300 ja nicht wirklich erforderlich. Hier könnte ich mir vorstellen, dass der ICE3 für andere Verbindungen (z.B. K-M) benutzt wird, während der ICx dann die Aufgabe des RE200 übernimmt.
zweite Frage: Vielleicht ist der Fahrzeitgewinn durch Triebzugtechnologie doch nicht so gering? Ich habe einmal gehört, dass man allein auf der Strecke Hamburg - Würzburg bis zu 15 Minuten einsparen könnte. Bei entsprechender Fahrplanlage könnte man hin und zurück einen ganzen Triebzug sparen.
dritte Frage: Steffen hat es auch schon angesprochen, vielleicht ist die Energierückgewinnung bei Triebzugtechnologie viel effizienter, da man praktisch an jedem angetriebenen Wagen Strom beim Bremsen zurückgewinnen könnte.
vierte Frage: Vielleicht geht es doch mehr um die Ersatzteilhaltung. Denn die neuen ICx sollen ja auf der Basis des ICE3 gebaut werden. Das hieße, dass viele Elemente schon des jetzigen ICE3 auch beim ICx eingebaut werden könnten.
Holger
Nachfrageschwankung
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 27.09.2010, 23:00 (vor 5752 Tagen) @ Uniqum
Im IC-Ferkehr sollten vor allem die Nachrageschwankungen nicht vernachlässigt werden (im "reinen" Hochgeschwindigkeitsverkehr treten diese weniger oder kaum auf), wogegen diese sich im IC-Verkehr schon eher bemerkbar machen. Grade eben auch weil diese Züge gerne auch in Feriengebiete eingesetzt werden (sollten), Wochenendverstärker oder eben auch um eine Anreise zu Konzerten "auf der grünen Wiese" zu ermöglichen.
Wobei "Nachfrageschwankung" sich sehr unterschiedlich darstellen kann.
1. saisonale Schwankung, z.B. die Züge nach Binz oder Westerland. Wäre mit einem Lok+Wagen Konzept am besten zu bewältigen.
2. Schwankung durch die Woche. Am Freitag/Sonntag ist die Nachfrage wohl größer als am Dienstag. Wäre auch mit einem Lok+Wagen Konzept am besten zu bewältigen.
3. Schwankung während der Fahrt. Vor allem ICs haben lange Laufwege und verkehren bald als HVZ-Verstärker, bald als Schwachzeit-Heimbringer. Hier gewinnen relativ kurze Triebwagen, welche man unterwegs kuppeln/trennen kann. Bei Lok+Wagen muss man mit einer Rangierlok Kurswagen hin- und herschieben; ein Triebwagen ist selbstverschiebend.
Bei uns in NL bekämpft man vor allem Problem 3: unsere ICs fahren mit relativ kurzen (80-160 m) Einheiten, wobei man die dreiteiligen ICM-3 mit 5 Einheiten fahren kann. Und aufgrund der kurzen Einheiten bietet sich zugleich eine Lösung für Problem 1 und 2 an.
Eigentlich schade, wenn all dies wegfiele.
Wäre auch mit Triebwagen machbar, allerdings nicht mit dem Konzept (Kurzzug, Mittelzug, Langzug) das DB vor Augen hat. Der Mittelzug hätte 9 Wagen und wäre also nicht mehr multitraktionsfähig.
Als Alternative hatte ich mich mal ein Konzept mit Längen 5, 8 und 11 ausgedacht. Dies ermöglicht Kompositionen 2x5, 2x8, 3x5, 8+5 und 11+5.
Oder 6, 8 und 10, was 2x6, 2x8, 8+6 und 10+6 ergibt (leider fehlt hier die Dreifachtraktion).
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Deutschland braucht vernünftige Züge
Sören Heise, Region Hannover, Montag, 27.09.2010, 18:27 (vor 5752 Tagen) @ Oscar (NL)
Hej!
Es ist zu hoffen, zumindest jemand der ICx-Gruppe hat etwas vom Fyra-Seifenoper mitbekommen...?!
Dort wird klar gezeigt, was passiert, wenn man das billigste Angebot auswählt.
Nun, solange ein italienischer Anbieter nicht mitbietet, dürfte die Sache nicht soo schlimm werden. ;-)
Zum IC: neue IC-Wagen beschaffen, fertig. Wenn Die Loks in die Jahre kommen, beschafft man neue Loks.
Zum ICE 1: neue Loks und IC-Wagen beschaffen, fertig.
Zum ICE 2: neue Loks und IC-Wagen beschaffen, fertig.Wenn jetzt schon die ICs die ICE-Fahrplänen halten können, sollte man dort ICE anbieten, wo sich das lohnt, z.B. K-F oder vielleicht N-EF-B/L. Ansonsten reichen stinknormale 200 km/h lokbespannte ICs doch aus. Das ausgesparte Geld kann man besser in einen Deutschland-Takt investieren.
Vorsicht! Der planmäßig über die Nord-Süd-Strecke fahrende IC hat gegenüber dem ICE verlängerte Zeiten. Ich würde mal provokant behaupten, die Ersatz-ICs müssen am Limit fahren, um die ICE-Zeiten zu erreichen. Da ist dann jede Langsamfahrstelle zu viel. Außerdem ist für Otto Normalbahnfahrer ein IC etwas geringerwertiges als ein ICE. Er würde dann schimpfen, warum sein ICE plötzlich ein IC ist - und die Bürgermeister erst. :-D
Man kann vermutlich davon ausgehen, daß Loks und Wagen unterschiedliche Lebensdauern haben, so daß sich in einigen Jahr(zehnt)en erneut eine Möglichkeit böte, eine neue Generation zu beschaffen.
Gab es mal bei der Bahn eine Volksbefragung wie etwa in CH?
Ist ICE 3 (sprich: Rasen und Stillstehen) wirklich das was die Kunden wollen?
Ich wüßte nicht, daß die Schweizer per Volksbefragung über die Beschaffung ihrer Züge abgestimmt haben. Ansonsten kommt es mir auf eine schnelle und bequeme Reise an, ob der nun ein paar Meilen mit 300 km/h fährt, spielt da keine Rolle.
Das bedeutet, die Bahn will ausschließlich Triebzüge bestellen, die sich dann in puncto Motorisierung, Höchstgeschwindigkeit und Komfortausstattung für die einzelnen Einsatzgebiete unterscheiden. Sie sollen aber modular aufgebaut werden, also technisch auf denselben Standards fußen.
Also (übertrieben) andere Züge für Hamburg - Ruhrgebiet als für Ruhrgebiet - Leipzig als für Hamburg - Hannover - Gießen - Karlsruhe. Da finde ich das Konzept mit frei kuppelbaren ca. 26,4 langen Modulen besser - diese müssen keine Werkstatt aufsuchen für Veränderungen der Zugkomposition.
Hat die Bahn mal von TAk und KAk gehört? Technische und kommerzielle Anfangsbetriebskosten. Standardkosten wenn man sich aufs Neuland begibt.
Das sagt mir nichts.
Nenne mir ein Bahnunternehmen, das sein vollständiger Fernverkehr mit einer einzigen Baureihe abfertigt. Mir fällt keines ein, auch keines das solche Planungen hat. (obwohl ich mich mit Taiwan und Korea nicht auskenne, CMIIW)
GORail z.B. dürfte eine Lokbaureihe haben, aber mehrere Wagenbaureihen.
Siemens und Bahn sind auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden. Denn aus der Ausschreibung ging Siemens als einziger Anbieter hervor.
Hinweis: Stadler baut auch Züge. Sollen auch noch ziemlich gute Züge sein.
Mir fehlt Erfahrung im wahrsten Sinne des Wortes. Den Regioshuttle hat Stadler übernommen - den mag ich nicht sehr, noch weniger die kommenden Sardinenbüchsen für Bayern und Thüringen (aber die Sitzplatzdichte kann man dem SVP-Nationalrat nicht anlasten). Mein Eindruck vom Flirt ist durchwachsen.
Aber auf dem Markt der Fernverkehrselektrotriebzüge ist Stadler bislang noch nicht vertreten. Der KISS für die Westbahn ist dem Namen nach ja nur ein aufgemotzter S-Bahn-Zug.
Zu den ICs: mit 100 Mio. kriegt man die Wagen noch für weitere 5-10 Jahre fit. Damit kann man auch "Bedenkzeit" schaffen.
Das sehe ich auch so.
In Polen und Slowakei fahren bei NS ausgedienten Fahrzeugen, und wenn ich das gut verstanden habe, sind dort die Fahrgastzahlen angestiegen.
Soweit ich weiß, sind die in der Slowakei nicht in Fahrt gekommen
In Italien fahren immer noch ALn.668, deren Grundriss aus 1952 stammt. Inzwischen haben die Schallschutz und Klimaanlage sowie Bestuhlung der hochmodernen Minuetto-Triebwagen.
Was zeigt, daß auch Modernisierungen nützen können. Man hat zwar keinen niveaufreien Einstieg, aber bei deutschen Fernverkehrszügen scheint er ohnehin nicht geplant zu sein.
Viele Grüße, Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Dem Bürgermeister sein ICE
Steffen, Montag, 27.09.2010, 18:41 (vor 5752 Tagen) @ Sören Heise
Außerdem ist für Otto Normalbahnfahrer ein IC etwas geringerwertiges als ein ICE. Er würde dann schimpfen, warum sein ICE plötzlich ein IC ist - und die Bürgermeister erst. :-D
Da die neuen Züge ohnehin nur als "ICE" verkehren werden oder zumindest können (ist ja alles Definitions- und Marketingsache) gibt es da eigentlich nichts zu befürchten.
Zudem ist sicher jeder Provinzkaiser glücklich, wenn der "neueste Schrei" in seinem heiligen Reich hält.
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Deutschland braucht vernünftige Züge
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 27.09.2010, 22:16 (vor 5752 Tagen) @ Sören Heise
Vorsicht! Der planmäßig über die Nord-Süd-Strecke fahrende IC hat gegenüber dem ICE verlängerte Zeiten. Ich würde mal provokant behaupten, die Ersatz-ICs müssen am Limit fahren, um die ICE-Zeiten zu erreichen. Da ist dann jede Langsamfahrstelle zu viel.
OK, gebe Dir recht, meine Aussage war auch provokativ.
Dennoch soll ein IC in der Lage sein, HH-H in einer "Deutschland-Takt-konforme" Kantenzeit von 90 Minuten zu schaffen.
Außerdem ist für Otto Normalbahnfahrer ein IC etwas geringerwertiges als ein ICE. Er würde dann schimpfen, warum sein ICE plötzlich ein IC ist - und die Bürgermeister erst. :-D
1. Weil Otto für eine ICE-Fahrkarte bezahlt hat. Jan wäre auch sauer wenn er erst nachdem er eine Fyra-Fahrkarte gekauft hat feststellt dass der Fyra nicht fährt.
2. Die Sache dürfte anders aussehen, wenn die IC-Wagen ICE-Innenleben erhalten würden.
Man kann vermutlich davon ausgehen, daß Loks und Wagen unterschiedliche Lebensdauern haben, so daß sich in einigen Jahr(zehnt)en erneut eine Möglichkeit böte, eine neue Generation zu beschaffen.
Das ist für mich aber das entscheidende Argument für lokbespannte Züge: man kann Traktion und Fahrgastraum unabhängig voneinander entwickeln und betreiben.
Eine 6-Stufen-Alternative zum ICx findet man hier.
Ich wüßte nicht, daß die Schweizer per Volksbefragung über die Beschaffung ihrer Züge abgestimmt haben.
In CH wird angeblich über vieles abgestimmt, siehe Thread über S-Bahn Sankt Gallen und Zürich-Winterthur. Ob das bezüglich Fahrzeugmaterial auch so gemacht wurde, weiß ich nicht, aber vielleicht weiß, "Alphorn (CH)" das.
Das bedeutet, die Bahn will ausschließlich Triebzüge bestellen, die sich dann in puncto Motorisierung, Höchstgeschwindigkeit und Komfortausstattung für die einzelnen Einsatzgebiete unterscheiden. Sie sollen aber modular aufgebaut werden, also technisch auf denselben Standards fußen.
Also (übertrieben) andere Züge für Hamburg - Ruhrgebiet als für Ruhrgebiet - Leipzig als für Hamburg - Hannover - Gießen - Karlsruhe. Da finde ich das Konzept mit frei kuppelbaren ca. 26,4 langen Modulen besser - diese müssen keine Werkstatt aufsuchen für Veränderungen der Zugkomposition.
Mit "Einsatzgebiet" durfte hier eher Zuggattung als Region gemeint sein.
Das von Dir beschriebenen Verfahren findet tatsächlich in Frankreich statt, wo Corail TER Wagen in unterschiedlichster Farbgebungen unterwegs sind.
Hat die Bahn mal von TAk und KAk gehört? Technische und kommerzielle Anfangsbetriebskosten. Standardkosten wenn man sich aufs Neuland begibt.
Das sagt mir nichts.
Hatte das mal im alten Forum erklärt. Die Abkürzungen durften es nicht geben, aber was ich sagen möchte, war dass jede neue Erfindung hohe Kosten mitbringt.
Solche großen Beschaffungen hat es noch nie gegeben.
Die Franzosen haben zwar etwa 4.000 Corailwagen gebaut und die Deutschen 4.000 Silberlinge, aber das stammte noch aus einer Zeit in der die Eisenbahnwelt noch ziemlich "statisch" war.
Heute ist es ein Kommen und Gehen von Eisenbahnunternehmen, jedes Jahr gibt es wieder neue Ausschreibungen mit Gewinnern und Verlierern.
Beim ICx-Auftrag ist der Umfang so groß, dass man am Zeitpunkt der Auslieferung des letzten Triebwagens man den als erster ausgelieferte Triebwagen fast schon wieder ausmustern müsste.
Ich war schon von den spanischen Alvia-Auftrag beeindruckt: es sollten insgesamt 75 Triebwagen der Baureihe AVE-S120 gebaut werden. Und dann wird hier über 300 Triebwagen von mehr als doppelter Länge geredet...
Nenne mir ein Bahnunternehmen, das sein vollständiger Fernverkehr mit einer einzigen Baureihe abfertigt. Mir fällt keines ein, auch keines das solche Planungen hat. (obwohl ich mich mit Taiwan und Korea nicht auskenne, CMIIW)
GORail z.B. dürfte eine Lokbaureihe haben, aber mehrere Wagenbaureihen.
OK.
Aber auf dem Markt der Fernverkehrselektrotriebzüge ist Stadler bislang noch nicht vertreten.
Bombardier auch nicht. Ja, als Teilspender, aber nicht als Hersteller von kompletten Zügen. Dennoch hat das Unternehmen verschiedene Aufträge des Zefiro erhalten.
Zu den ICs: mit 100 Mio. kriegt man die Wagen noch für weitere 5-10 Jahre fit. Damit kann man auch "Bedenkzeit" schaffen.
Das sehe ich auch so.
Man befürchtet dass der ICx-Auftrag so weit abgeschoben wird, dass es mit der heutigen IC-Flotte eng wird. Mit der vorgeschlagenen 100 Mio. Massnahme wird die Sache etwas leichter gemacht, aber mehr auch nicht. Ein vollständiges Redesign a la ICE 2 erwarte ich aus Blickpunkt DB nicht, würde ich allerdings als pragmatischer Bahnfahrer jedoch erwünschen.
In Polen und Slowakei fahren bei NS ausgedienten Fahrzeugen, und wenn ich das gut verstanden habe, sind dort die Fahrgastzahlen angestiegen.
Soweit ich weiß, sind die in der Slowakei nicht in Fahrt gekommen
Die Plan U noch nicht? Dachte, die fahren dort schon.
Was zeigt, daß auch Modernisierungen nützen können. Man hat zwar keinen niveaufreien Einstieg, aber bei deutschen Fernverkehrszügen scheint er ohnehin nicht geplant zu sein.
Die bekannte 76cm-Diskussion, die wir schon hatten.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Deutschland braucht vernünftige Züge
Jörg, Montag, 27.09.2010, 22:31 (vor 5752 Tagen) @ Oscar (NL)
OK, gebe Dir recht, meine Aussage war auch provokativ.
Dennoch soll ein IC in der Lage sein, HH-H in einer "Deutschland-Takt-konforme" Kantenzeit von 90 Minuten zu schaffen.
Hallo Oscar,
in diesem Fall muß ich dir ganz klar wiedersprechen.
Die Entfernung zwischen Hamburg und Hannover beträgt 132km (Luftlinie). Eine Reisezeit von 90min zwischen diesen beiden Städten ist ein Armutszeugnis.
Meine Erfahrung zum Beispiel auf der Strecke Frankfurt - Stuttgart zeigen, dass die Züge zwischen Mannheim und Stuttgart (NBS) ziemlich voll sind, während sie zwischen Frankfurt und Mannheim (ABS mit HG von 70 km/h bei Biblis) nur halb voll sind.
Von daher ist für Hamburg - Hannover eine Reisezeit von mindestens 60min, idealerweise von 45min anzupeilen.
Liebe Gruesse
Jörg
Präzisierung zur Fahrzeit
Jörg, Montag, 27.09.2010, 22:46 (vor 5752 Tagen) @ Jörg
bearbeitet von Jörg, Montag, 27.09.2010, 22:46
das sind ICE-Zeiten, nicht IC-Zeiten
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 27.09.2010, 23:34 (vor 5752 Tagen) @ Jörg
Hallo Jörg,
Die Entfernung zwischen Hamburg und Hannover beträgt 132km (Luftlinie).
Leider für uns ICE-Fans rollen Züge über Schienen und fliegen nicht durch die Luft...:(
Eine Reisezeit von 90min zwischen diesen beiden Städten ist ein Armutszeugnis.
Eine Reisezeit von 90 Minuten zwischen diesen beiden Städten ist eine Zeit die der IC heute auf der herkömmlichen Strecke fahren könnte.
Meine Erfahrung zum Beispiel auf der Strecke F-S zeigen, dass die Züge zwischen MA-S (NBS) ziemlich voll sind, während sie zwischen F-MA (ABS mit HG von 70 km/h bei Biblis) nur halb voll sind.
Von daher ist für Hamburg - Hannover eine Reisezeit von mindestens 60min, idealerweise von 45min anzupeilen.
Mit dem ICE 3 ja, aber nicht mit dem ICx der bestens 280 km/h fahren soll und in der IC-Variante bestens 250 km/h. Und es ging im Thread ja um den ICx.
180 km in 45 Minuten, entspricht ja 240 km/h Schnitt inklusive Bummelfahrt Harburg-Hbf. Nur so ein paar Fragen:
1. wo und wie möchtest Du die benötigte Rennbahn bauen? Sogar die geplante Y-Trasse wird das nicht hergeben.
2. wer soll die benötigte Rennbahn bezahlen?
gruß,
Oscar (NL).
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das sind ICE-Zeiten, nicht IC-Zeiten
ICE 2, Montag, 27.09.2010, 23:45 (vor 5752 Tagen) @ Oscar (NL)
Neben der A1, sind etwa 145 km.
HH-H via HB/OS ? Oder via A7?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.09.2010, 08:22 (vor 5751 Tagen) @ ICE 2
Neben der A1, sind etwa 145 km.
Wenn ich ab Hamburg etwa 145 km über die A 1 fahren würde, würde ich an Bremen vorbei in Delmenhorst landen, Fahrtrichtung Osnabrück...
Ich verstehe dass Du vielleicht auch HH-HB-OS gerne als Rennbahn siehst (wir sind ja ICE-Fans, nichtwahr?) und dass die Relation HH-HB-H auch etwas davon profitieren konnte, aber wäre es dann nicht sinnvoller, die Rennbahn mit der A7 zu bündeln?
Übrigens musste man dann entweder eine Hochleistungsstrecke bauen oder dazu eine Cargobahn a la Betuweroute, denn der Güterverkehr Hannover Richtung Norden durfte wohl noch wichtiger sein.
gruß,
Oscar (NL).
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das sind ICE-Zeiten, nicht IC-Zeiten
Holger2, Montag, 27.09.2010, 23:47 (vor 5752 Tagen) @ Oscar (NL)
Hallo Oscar,
die Diskussion hatten wir doch schon ein paarmal:
Wenn Du jeden Streckenabschnitt auf die nächste Kantenfahrzeit herunterbremst, hast Du am Ende eine Fahrzeit, die überhaupt nicht mehr attraktiv ist. Beispiel Hamburg - München: Wenn Du für den ITF in Hannover, Kassel, Würzburg und Nürnberg jeweils 10 Minuten auf den Fahrplan aufschlägst, hast Du am Ende eine um 40 Minuten(!) längere Fahrzeit.
Deutschland ist eben nicht die Niederlande, wo alles nahe beieinander ist.
Holger
das sind ICE-Zeiten, nicht IC-Zeiten
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.09.2010, 00:07 (vor 5752 Tagen) @ Holger2
Hallo Holger2,
Wenn Du jeden Streckenabschnitt auf die nächste Kantenfahrzeit herunterbremst, hast Du am Ende eine Fahrzeit, die überhaupt nicht mehr attraktiv ist.
1. Ich weiß.
2. Wo habe ich einen Streckenabschnitt heruntergebremst? Ist-Zeit HH-H laut DB Reiseauskunft 92 bis 97 Minuten (egal IC oder ICE), ich habe 90 Minuten Kantenzeit vorgeschlagen, Fahrzeit durfte dann 84-86 Minuten sein. Oder gibt es einen Ersatzfahrplan von dem ich keine Ahnung habe = gibt es die Baustelle LG-HH immer noch?
Deutschland ist eben nicht die Niederlande, wo alles nahe beieinander ist.
Auch mit HGV kann man einen ITF erstellen, wenn man möchte (und die Franzosen möchten das).
"ICE-T-Fan" hat hier zahlreiche Ansätze/Vorschläge gemacht.
gruß,
Oscar (NL).
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das sind ICE-Zeiten, nicht IC-Zeiten
Henrik, Dienstag, 28.09.2010, 13:05 (vor 5751 Tagen) @ Oscar (NL)
Wenn Du jeden Streckenabschnitt auf die nächste Kantenfahrzeit herunterbremst, hast Du am Ende eine Fahrzeit, die überhaupt nicht mehr attraktiv ist.
1. Ich weiß.
2. Wo habe ich einen Streckenabschnitt heruntergebremst? Ist-Zeit HH-H laut DB Reiseauskunft 92 bis 97 Minuten (egal IC oder ICE), ich habe 90 Minuten Kantenzeit vorgeschlagen, Fahrzeit durfte dann 84-86 Minuten sein. Oder gibt es einen Ersatzfahrplan von dem ich keine Ahnung habe = gibt es die Baustelle LG-HH immer noch?
Ja, noch immer. Vorerst bis 11.Dezember und auch danach wird noch sehr lange am 3.Gleis gebaut werden. (Lüneburg-Stelle)
Bin gestern mit ICE 680 nach HH gefahren, 18 Minuten Verspätung, fuhren dann in Dammtor gar auf Gleis 4 ein, damit am selben Bahnsteig in den RE nach Kiel umgestiegen werden konnte, hab ich noch nie erlebt...
Deutschland ist eben nicht die Niederlande, wo alles nahe beieinander ist.
Auch mit HGV kann man einen ITF erstellen, wenn man möchte (und die Franzosen möchten das).
"ICE-T-Fan" hat hier zahlreiche Ansätze/Vorschläge gemacht.
Von einem ITF im HGV hab ich noch nie was gelesen.... Literaturhinweise?
Die Vorschläge von ICE-T-Fan waren alle nicht gerade von realistischer sinnvoller Substanz.
Der mögliche Umstieg in Dammtor hat mir gestern weit mehr geholfen als irgendein ITF...
Gruß aus der immer weniger ICE-Stadt Kiel (fährt morgen daher auch besser mit Auto zurück),
Henrik
FR: cadencement
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 29.09.2010, 09:08 (vor 5750 Tagen) @ Henrik
Auch mit HGV kann man einen ITF erstellen, wenn man möchte (und die Franzosen möchten das).
"ICE-T-Fan" hat hier zahlreiche Ansätze/Vorschläge gemacht.
Von einem ITF im HGV hab ich noch nie was gelesen.... Literaturhinweise?
Korrektur meinerseits: die Franzosen möchten das auf Dauer haben (selbstverständlich nicht auf Sprung).
Suche in www.google.fr mal auf "cadencement".
Man steht noch am Anfang, aber z.B. die Region Rhone-Alpes ist schon vertaktet.
Weitere Regionen sollen folgen.
Östlich von Paris soll auch Fernverkehr mitvertaktet werden:
Sur Paris-Est, il est proposé la mise en place d'un cadencement généralisé des trains TER Vallée de la Marne, Corail Intercités et Transilien sur les axes Paris – Meaux – Château-Thierry, Paris – Meaux – La Ferté-Milon, Paris – Coulommiers et Paris – Provins.
Allerdings sehen die Entwicklungen im Moment ziemlich chaotisch aus.
Es wäre besser, wenn die ITF der unterschiedlichen Regionen aufeinander abgestimmt werden. Dann kann man auch die zwischen den Regionen fahrenden Corail Intercités mitnehmen. Als letzter Schritt müssen dann die TGV Zubringer von/nach Paris so abgestimmt werden, dass gute Anschlüsse in den Taktknoten entstehen.
Zudem investiert der Staat dort lieber in LGVs als in "cadencement", obwohl in den Regionalnetzen m.M.n. mehr Zeitgewinn zu erreichen ist als auf den großen Magistralen.
gruß,
Oscar (NL).
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ITF im HGV
Alphorn (CH), Mittwoch, 29.09.2010, 01:56 (vor 5751 Tagen) @ Holger2
die Diskussion hatten wir doch schon ein paarmal:
allerdings :)
Wenn Du jeden Streckenabschnitt auf die nächste Kantenfahrzeit herunterbremst, hast Du am Ende eine Fahrzeit, die überhaupt nicht mehr attraktiv ist. Beispiel Hamburg - München: Wenn Du für den ITF in Hannover, Kassel, Würzburg und Nürnberg jeweils 10 Minuten auf den Fahrplan aufschlägst, hast Du am Ende eine um 40 Minuten(!) längere Fahrzeit.
Mit derselben Argumentation könnte man sagen, dass ITF im Regionalverkehr genauso sinnlos ist. Wenn man dort bei einer Einstündigen Reise einmal die 10 Minuten verliert, ist der prozentuale Reisezeitverlust genau gleich hoch wie in deinem obigen Beispiel. Und in beiden Fällen kommt's auf die Prozente, nicht die Minuten an, denn die Durchschnittsgeschwindigkeit bestimmt, ob man gegen das Auto gewinnt.
Entscheidend ist das zudem Verhältnis von Durchfahrern zu Umsteigern. Je mehr Umsteiger, desto lohnender ein ITF. Ich würde behaupten, dass es beim HGV sogar mehr Umsteiger als im Regionalverkehr gibt, denn wer wohnt schon am Hauptbahnhof? Es schliesst sich also meist Nah- oder Regionalverkehr an, und da verliert man öfters mal mehr, als man mit unkoordiniertem Durchrasen gewinnt.
Zudem soll man ja auch nicht runterbremsen, sondern hochbeschleunigen auf die nächste Kantenzeit. Wenn man also z.B. auf den Teilstrecken Fahrzeiten von 70, 70, 80 Minuten hat und Geld fuer 30 Minuten Fahrzeitersparnis hat, dann setzt man sie zuerst dort ein, wo damit eine Kantenzeit erreicht werden kann, also 58, 58, 74. Somit hat man die gleiche Gesamtfahrzeit wie bei 70, 70, 50 aber bessere Anschlüsse in den ersten beiden Unterwegsbahnhöfen. Zudem kann man durch Halbstundentakt auch die 74 Minuten zur guten Kantenzeit machen.
Beim konkreten Beispiel Hamburg-München braucht's gar nicht viel. Die typischen Zeiten auf den Teilstrecken sind 92, 55, 63, 55 und 64 Minuten. Erstaunlich, dass man da nicht längst die paar Minuten rausgeholt hat, welche zu ITF-Zeiten fehlen; bei Nürnberg-München wird das jetzt immerhin gemacht.
ITF im HGV in D absolut möglich und realistisch
ICE-T-Fan, Mittwoch, 29.09.2010, 02:59 (vor 5751 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von ICE-T-Fan, Mittwoch, 29.09.2010, 03:01
Es wäre aber (siehe http://ice-fanforum.de/index.php?id=40722) ein ITF mit relativ geringen Fahrzeiten möglich.
Diese Frage muss man sehr differenziert beantworten.
Es gibt Relationen, wo man HGV benötigt um auf eine ITF-gerechte Fahrzeit zu kommen und es gibt Relationen, wo man durchaus auch bummeln kann.
Man sollte die Fahrgeschwindigkeit an die Fahrzeit anpassen und nicht umgekehrt.
Bsp:
Magistrale Köln - München I
Köln Hbf - Frankfurt Hbf -> 180 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 196 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 250-280 km/hFrankfurt Hbf - Stuttgart Hbf -> 180 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 196 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 250-280 km/hStuttgart Hbf - München Hbf -> 241 km
mögliche ITF-Zeit: 85 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 170 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 230-250 km/hMagistrale Köln - München II
Frankfurt Hbf - Nürnberg Hbf -> 227 km
mögliche ITF-Zeit: 85 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 160 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 230-250 km/hNürnberg Hbf - München Hbf -> 171 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 187 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 250-280 km/hMagistrale Hamburg - Berlin - München (Hamburg - München I)
Hamburg Hbf - Berlin Hbf -> 284 km
mögliche ITF-Zeit: 85 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 200 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 250-280 km/hBerlin Hbf - Leipzig Hbf -> 167 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 182 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 230-250 km/hLeipzig Hbf - Nürnberg Hbf -> (322 km Altstrecke) ca. 270 km mehrere NBS
mögliche ITF-Zeit: 115 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 141 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 200-230 km/hMagistrale Hamburg - Hannover - München (Hamburg - München II)
Hamburg Hbf - Hannover Hbf -> 166 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 181 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 250-280 km/hHannover Hbf - Kassel Wilhelmshöhe -> 144 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 157 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 200-230 km/hKassel Wilhelmshöhe - Nürnberg Hbf -> 284 km
mögliche ITF-Zeit: 115 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 148 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 200-230 km/hMagistrale Hamburg - Dortmund - Köln
Hamburg Hbf - Dortmund Hbf -> 320 km
mögliche ITF-Zeit: 115 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 167 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 230-250 km/hDortmund Hbf - Köln Hbf -> 95 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 104 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 140-160 km/hMagistrale Berlin - Hannover - Dortmund
Berlin Hbf - Hannover Hbf -> 250 km
mögliche ITF-Zeit: 85 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 176 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 230-250 km/hHannover Hbf - Dortmund Hbf -> 206 km
mögliche ITF-Zeit: 85 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 145 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 200-230 km/hHannover Hbf - Dortmund Hbf -> 206 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 224 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 300-320 km/h
Magistrale Dresden - FrankfurtDresden Hbf - Leipzig Hbf -> 118 km
mögliche ITF-Zeit: 55 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 129 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 160-200 km/hLeipzig Hbf - Frankfurt Hbf -> (Altstrecke 374 km) ca. 330 km mehrere NBS
mögliche ITF-Zeit: 115 min
nötige Durchschnittsgeschwindigkeit: 172 km/h
nötige möglichst durchgehende Höchstgeschwindigkeit unter optimalen Bedingungen: 230-250 km/h
Zu mindestens ein ITF mit allgemein angenommenen Fahrzeitverbesserungen würde HGV benötigen.
Würde man allerdings auf alle Magistralen 1 Stunde Fahrzeit drauf schlagen, also den jeweils nächsten ITF-Knoten, so reichen schon IC-Fahrtgeschwindigkeit von 160-200 km/h.Bei den kürzeren Relationen wie Leipzig-Dresden und Dortmund-Köln würde es keinen Unterschied zwischen ICE (HGV) und IC machen.
das sind ICE-Zeiten, nicht IC-Zeiten
Jörg, Dienstag, 28.09.2010, 14:34 (vor 5751 Tagen) @ Oscar (NL)
1. wo und wie möchtest Du die benötigte Rennbahn bauen? Sogar die geplante Y-Trasse wird das nicht hergeben.
2. wer soll die benötigte Rennbahn bezahlen?
Von Süden her ähnlich wie die geplante Y-Trasse bis etwa Fallingbostel an der A7 entlang. Danach westlich von Soltau - östlich von Schneverdingen und nördlich davon in etwa dem Verlauf der Heidebahn bis Buchholz. Das sollte zwischen Hamburg und Hannover eine Einsparung von ca. 40km Wegstrecke gegenüber der Gesamtdistanz Hamburg - Hannover über die geplanten Y-Trasse ausmachen.
Die Einsparung von 40 Trassenkilometern dürfte sich schon an sich bezahlt machen. Der Streckenanteil nach Bremen wird dadurch etwa 12km länger was die Einsparung ein wenig relativiert. Insgesamt sind es aber immerhin noch 28km weniger zu bauenende Strecke a 2 Gleise.
Antwort im neuen Diskussionsthread
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.09.2010, 19:43 (vor 5751 Tagen) @ Jörg
1. wo und wie möchtest Du die benötigte Rennbahn bauen? Sogar die geplante Y-Trasse wird das nicht hergeben.
2. wer soll die benötigte Rennbahn bezahlen?
Von Süden her ähnlich wie die geplante Y-Trasse bis etwa Fallingbostel an der A7 entlang. Danach westlich von Soltau - östlich von Schneverdingen und nördlich davon in etwa dem Verlauf der Heidebahn bis Buchholz. Das sollte zwischen Hamburg und Hannover eine Einsparung von ca. 40km Wegstrecke gegenüber der Gesamtdistanz Hamburg - Hannover über die geplanten Y-Trasse ausmachen.Die Einsparung von 40 Trassenkilometern dürfte sich schon an sich bezahlt machen. Der Streckenanteil nach Bremen wird dadurch etwa 12km länger was die Einsparung ein wenig relativiert. Insgesamt sind es aber immerhin noch 28km weniger zu bauenende Strecke a 2 Gleise.
Weil es jetzt etwas zu Offtopic wird, habe ich eine neue Diskussion gestartet.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Rollmaterialbeschaffung in der Schweiz
Alphorn (CH), Freitag, 01.10.2010, 15:15 (vor 5748 Tagen) @ Oscar (NL)
In CH wird angeblich über vieles abgestimmt, siehe Thread über S-Bahn Sankt Gallen und Zürich-Winterthur. Ob das bezüglich Fahrzeugmaterial auch so gemacht wurde, weiß ich nicht, aber vielleicht weiß, "Alphorn (CH)" das.
Nein, darüber wird nicht abgestimmt aus einem einfachen Grund: Die SBB bezahlen das Rollmaterial aus eigener Tasche, der Steuerzahler muss nichts beitragen. Insgesamt ist die Rollmaterialfrage übrigens nicht sehr kontrovers, man ist immer froh, wenn die Sitzplatzzahl wieder erhöht und nichtklimatisiertes Rollmaterial abgelöst wird.
In Zürich gabs übrigens in den letzten zwei Jahren ein Tram-Casting: Neue Trams verschiedener Hersteller (Stadler Tango, Simens Combino, Bombardier Flexity) wurden je eine Woche aufm dem Zürcher Tramnetz eingesetzt und die Kunden per Fragebogen zu ihrer Meinung befragt. Wird wohl in die Entscheidung einfliessen. Meiner Meinung nach gabs da übrigens keinen klaren Gewinner, ich würde aber leicht zu Tango tendieren, weil bei den 100%-Niederflurtrams die Aggregate verdammt viel Platz im Innenraum wegnehmen.
Danke für die Info, aber einige Sätze sind schon seltsam
GUM, Montag, 27.09.2010, 22:02 (vor 5752 Tagen) @ NIM rocks
Hi,
hier ein interessanter Artikel aus dem Handelsblatt. Natürlich gehts wieder darum, dass die Bahn einen supertollen und spottbilligen Zug haben möchte ;)
Neue Flotte mit Plattform-Konzept
Nach den Vorstellungen des Staatskonzerns soll dies mit einem "Plattform-Konzept" verwirklicht werden. Die Generation ICx soll, wie Bahnchef Rüdiger Grube immer wieder betont, sich vom Standard für den Kunden am ICE 3 orientieren. Das bedeutet, die Bahn will ausschließlich Triebzüge bestellen, die sich dann in puncto Motorisierung, Höchstgeschwindigkeit und Komfortausstattung für die einzelnen Einsatzgebiete unterscheiden. Sie sollen aber modular aufgebaut werden, also technisch auf denselben Standards fußen.
Davon verspricht sich die Bahn, wie der Projektleiter Ulrich Höbel schon vor zwei Jahren formulierte, "dass die Züge sowohl pro Einheit als auch in der Berechnung der Preise pro Sitzplatz erheblich günstiger sind als die ICE von heute".
Aus der Bahn-Perspektive ist das der alles entscheidende Punkt. > [/color]
Dieser Teil erschreckt mich wirklich. Entscheidend sind nämlich nicht alleine die Kosten pro Platz. Wird der Sitzabstand noch enger, dann sinken auch die Margen.
Nach dem Motto: Für einen Nicht-Premium ICE 150 % des Relationspreises zu verlangen bezahlt der Kunde nicht. Vielleicht sollte man im Bahn-Tower nochmal nachdenken.
Ich als Bahn würde die Bestellung in zwei Teile teilen:
1.) Nachfolge-Produkt für den IC mit modernisierten Varianten von Ap,Bp, Bm und Av und lokbespannt zu 125 % des Relationspreises mit etwa gleicher Sitzanzahl wie heute.
Und auch nicht mehr als feste Einheiten fahren. D. h. samstags oder freitags ein paar Waggons dranhängen undtrotzdem Sp25/Sp50 anbieten.
2.) Nachfolger für den ICE OHNE Plattformkonzept. Denn die Strecken sind komplett unterschiedlich. Und günstige Einkaufspreise sind nicht alles.
So wie die Bestellung im Moment läuft scheint sich der Trend sinkender Komfortmekrmale fortzusetzen, leider.
Danke für die Info, aber einige Sätze sind schon seltsam
ice-t-411, Montag, 27.09.2010, 22:18 (vor 5752 Tagen) @ GUM
Hi!
1.) Nachfolge-Produkt für den IC mit modernisierten Varianten von Ap,Bp, Bm und Av und lokbespannt zu 125 % des Relationspreises mit etwa gleicher Sitzanzahl wie heute.
Und auch nicht mehr als feste Einheiten fahren. D. h. samstags oder freitags ein paar Waggons dranhängen undtrotzdem Sp25/Sp50 anbieten.
Du führst das Preissystem ad absurdum. Die Bahn versucht ihre Züge möglich gleichmäßig auszunutzen, weil Züge die unter der Woche nur rumstehen keinen Gewinn abwerfen, auch wenn man sie am Wochenende füllen könnte. Deshalb nimmt man bewusst in Kauf am Wochenende Potential liegen zu lassen damit man unter Strich den meisten Gewinn bekommt.
Übrigens dürfte der Preisunterschied zwischen einem Triebzug und Wagen ziemlich maginal sein, die ganzen technischen Systeme (FIS, RIS, WC, WLAN, etc.) musst du trotzdem einbauen und weniger Stahl braucht man auch nicht. Die Traktionsausrüstung kostet eigentlich das Gleiche ob in der Lok oder im Triebzug. Und die vorhandenen Fernverkehrsloks gehen auch gegen Ende ihrer Lebensdauer bis die Züge abgeliefert sind, für die BR 120 dürfte es mit Ersatzteilen für die Thyristor-Technik langsam schwierig werden.
Genauso hat Herr Grube das übrigens vor ein paar Monaten im Spiegel-Interview gesagt.
2.) Nachfolger für den ICE OHNE Plattformkonzept. Denn die Strecken sind komplett unterschiedlich. Und günstige Einkaufspreise sind nicht alles.
Eigentlich gibt es nur drei Kategorien von Strecken:
* Frankfurt-Köln
* Alle anderen NBS und alle ABS (200 km/h)
* Neigetechnikstrecken
Letztere spielen im Moment keine Rolle, so lange noch genügend ICE T zur Verfügung stehen. Somit kann man die ICE3 auf Frankfurt-Köln bzw. den internationalen Strecken konzentrieren und für alle anderen Strecken reicht dann ein Zug.
Da man sich schon seit dem ICE2 für das Halbzugkonzept entschieden hat, kann ich ohne weiteres verstehen, dass man auf dei Plattformkonzept setzt. Allerdings entwickelt sich die Technik meistens schneller weiter als die Platform, so dass man hauptsächlich über die hohe bestellte Stückzahl sparen wird.
Gruß
Johannes
Plattformen machen aber auch abhängig und unsicher
ICE-T-Fan, Montag, 27.09.2010, 23:15 (vor 5752 Tagen) @ ice-t-411
2.) Nachfolger für den ICE OHNE Plattformkonzept. Denn die Strecken sind komplett unterschiedlich. Und günstige Einkaufspreise sind nicht alles.
Eigentlich gibt es nur drei Kategorien von Strecken:
* Frankfurt-Köln
* Alle anderen NBS und alle ABS (200 km/h)
* NeigetechnikstreckenLetztere spielen im Moment keine Rolle, so lange noch genügend ICE T zur Verfügung stehen. Somit kann man die ICE3 auf Frankfurt-Köln bzw. den internationalen Strecken konzentrieren und für alle anderen Strecken reicht dann ein Zug.
Da man sich schon seit dem ICE2 für das Halbzugkonzept entschieden hat, kann ich ohne weiteres verstehen, dass man auf dei Plattformkonzept setzt. Allerdings entwickelt sich die Technik meistens schneller weiter als die Platform, so dass man hauptsächlich über die hohe bestellte Stückzahl sparen wird.
Gruß
Johannes
Der Schuss kann aber auch nach hinten los gehen. Wenn sich Jahre nach der Inbetriebnahme substanzielle Mängel in der Konstruktion zeigen, so sind gleiche alle Triebzüge betroffen.
Dann ist so ein Ausgleich wie 2008-2010 nicht möglich, wo während der ICE3-Krise ICE-T und IC-Wagenzüge als Ersatzgarnituren gefahren sind oder während der ICE-T-Krise ICE-A und IC-Ersatzgarnituren.
Wenn nun alles auf einer Grundtechnologie beruht, wären alle Züge betroffen und dann würde bei jeder technischen Störung gleich der gesamte Fernverkehr still stehen.
Besser wäre es, wenn man Konstruktionsvielfalt wie im Nahverkehr hätte.
Für die Nebenstrecken wie Berlin-Dresden, Frankfurt-Dresden, Leipzig-Bremen oder Nürnberg-Stuttgart würden es maximal 230 km/h schnelle Triebzüge tun, welche ein besonderes optimiertes Kosten-Nutzen-Verhältnis haben.
Diese Züge können auch als Berufspendler-Züge (mit vmax 250) auf der KRM eingesetzt werden, da man für ein paar Minuten Zugfahrt zur Arbeit nicht unbedingt den allerhöchsten Komfort braucht.
Für Hauptachsen mit relativ konstanten Fahrgastzahlen, sowohl über die Woche als auch über den Tag wie Hamburg-Ruhrgebiet, Hamburg-Hannover-Frankfurt-Basel, Hamburg-Berlin-Leipzig-München, Berlin-Frankfurt-Basel, Berlin-Hannover-Ruhrgebiet, München-Nürnberg-Hannover-Hamburg, München-Nürnberg-Frankfurt-Köln, München-Stuttgart-Mannheim-Frankfurt-Köln sind besonders lange ICE1-artige Triebzüge mit Höchstgeschwindigkeiten von 300 km/h interessant, die auch schon einmal etwas komfortabel und damit teuer sein können, da sie gleichmäßig ausgelastet sind.
Für Strecken, welche primär auf Urlauberverkehr ausgerichtet sind, wie z.B. Züge zum Bodensee, in die Alpen, zu Nord- und Ostsee würden sich Railjet-artige Lok-Wagen-Züge anbieten, die flexibel sind und der aktuellen Nachfrage angepasst werden können.
Daneben noch irgendeine Neigetechnik-Baureihe für Stuttgart-Zürich, München-Zürich, München-Nürnberg-Hof-Dresden und München-Nürnberg-Jena-Leipzig.
Plattformen machen aber auch abhängig und unsicher
ice-t-411, Dienstag, 28.09.2010, 12:20 (vor 5751 Tagen) @ ICE-T-Fan
Hi!
Diese Züge können auch als Berufspendler-Züge (mit vmax 250) auf der KRM eingesetzt werden, da man für ein paar Minuten Zugfahrt zur Arbeit nicht unbedingt den allerhöchsten Komfort braucht.
Dazu müsstest du so viel Traktionsleistung installieren um vernüpftig die 4% Steigung raufzukommen, dass es sich nicht lohnt. Ein Zug der da fahren kann erreicht letztlich locker im flachen 300 km/h.
Abgesehen davon sind ja ICE 3/T/TD auch eine Art Platform obwohl sie andere Drehgestelle haben und alle hatten am Ende mit den Achsen Probleme. Vor sowas ist man nie gefeit.
Gruß
Johannes
Genau meine Meinung !
GUM, Dienstag, 28.09.2010, 20:50 (vor 5751 Tagen) @ ICE-T-Fan
2.) Nachfolger für den ICE OHNE Plattformkonzept. Denn die Strecken sind komplett unterschiedlich. Und günstige Einkaufspreise sind nicht alles.
Wenn nun alles auf einer Grundtechnologie beruht, wären alle Züge betroffen und dann würde bei jeder technischen Störung gleich der gesamte Fernverkehr still stehen.
Besser wäre es, wenn man Konstruktionsvielfalt wie im Nahverkehr hätte.
[...]
Für Strecken, welche primär auf Urlauberverkehr ausgerichtet sind, wie z.B. Züge zum Bodensee, in die Alpen, zu Nord- und Ostsee würden sich Railjet-artige Lok-Wagen-Züge anbieten, die flexibel sind und der aktuellen Nachfrage angepasst werden können.
[...]
Und meiner Meinung nach spricht auch absolut gar nichts gegen trennbare Einheiten ! Man könnte z. B. einen fest gekuppelten Wagenzug á la Railjet haben mit einem "Kernprodukt"
von 6 Wagen Ap,Av,WR,B,B,B und dann je nach Strecke noch Einzelwaggons beifügen. Freitags z. B. 2-4 B, für Sprinter Züge 1 A und für langlaufende Fahrrad/Urlaubsexpresse irgendeine Art BD.
Dann passt sich endlich die Produktion wieder der Nachfrage an und nicht umgekehrt. So nach dem Motto: Wenn bei einem ICE T7 genug Sparpreise verkauft sind, dann hängeichnicht zweidran "ICET9", sondern verkaufe nur noch Normalpreise...
Komische Bahnwelt seit dem neuen Preissystem *kopfschüttel* grübelgrübel*
Ersatzteile
Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 28.09.2010, 04:08 (vor 5752 Tagen) @ ice-t-411
für die BR 120 dürfte es mit Ersatzteilen für die Thyristor-Technik langsam schwierig werden.
Ist das wirklich so? Ich war doch sehr erstaunt, dass es für Standard 1-Busse (also sowas http://de.wikipedia.org/wiki/O_305 oder sowas http://de.wikipedia.org/wiki/MAN_SG_220) noch Ersatzteile zu bestellen gibt, für Standard 2-Busse (sowas http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_O_405_G oder http://de.wikipedia.org/wiki/MAN_SG_242) sogar noch direkt aus dem Katalog.
Kann mir da kaum vorstellen, dass es so gar nichts mehr zu liefern gibt und man zwangsläufig auf Ersatzteilspender angewiesen ist?
Ersatzteile
Sese, Dienstag, 28.09.2010, 08:30 (vor 5751 Tagen) @ Fabian318
Kann mir da kaum vorstellen, dass es so gar nichts mehr zu liefern gibt und man zwangsläufig auf Ersatzteilspender angewiesen ist?
Liefern wird es immer jemand, wenn man bereit ist, nur genug dafür zu bezahlen ;-) Und genau das ist der Knackpunkt, nämlich dass diese Ersatzteile extrem teuer werden, eben weil sie wirklich nicht mehr hergestellt werden oder nur noch auf Sonderanfertigung. Gerade bei Halbleitern ging die Entwicklung rasend schnell und die fast 25 Jahre alten Frequenzthyristoren mit Löschkreis (wie in der 120 oder in den ersten 401) sind heutzutage einfach nicht mehr zeitgemäß.
Ich meine mich zu erinnern, dass Bombardier zu Zeiten der Ablieferung der 101 bei Toshiba eine große Menge der in der 101 verwendeten GTO aufgekauft hat, damit sie später Ersatzteile auf Lager haben und zu entsprechenden Preisen verkaufen können.
--
Grüße,
Sese
Ersatzteile
Matze86, München, Dienstag, 28.09.2010, 13:03 (vor 5751 Tagen) @ Sese
bearbeitet von Matze86, Dienstag, 28.09.2010, 13:03
Liefern wird es immer jemand, wenn man bereit ist, nur genug dafür zu bezahlen ;-) Und genau das ist der Knackpunkt, nämlich dass diese Ersatzteile extrem teuer werden, eben weil sie wirklich nicht mehr hergestellt werden oder nur noch auf Sonderanfertigung.
Dann sollte man die Ersatzteile doch bunkern ;)
Ersatzteile
Sese, Dienstag, 28.09.2010, 14:06 (vor 5751 Tagen) @ Matze86
Liefern wird es immer jemand, wenn man bereit ist, nur genug dafür zu bezahlen ;-) Und genau das ist der Knackpunkt, nämlich dass diese Ersatzteile extrem teuer werden, eben weil sie wirklich nicht mehr hergestellt werden oder nur noch auf Sonderanfertigung.
Dann sollte man die Ersatzteile doch bunkern ;)
Und was, wenn man dann den Keller voll mit hunderten Stromrichterschränken hat, aber nur ein paar Dutzend braucht? Ganz schön teuer ;-)
--
Grüße,
Sese
Die "merkwürdigen Sätze" der DB - weiteres Beispiel
Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Montag, 27.09.2010, 22:19 (vor 5752 Tagen) @ GUM
bearbeitet von Holger_HAM, Montag, 27.09.2010, 22:19
Hallo,
interessant finde ich auch einen Satz im Wikipedia-Artikel zur Lounge (ICE) und deren Fehlen im 407:
"Nach DB-Angaben sei dieser Schritt „sorgfältig abgewogen“ worden, wobei Vorteile für Wartung, Zugänglichkeit und Konzentration aller in Verbindung mit dem Führerraum in Zusammenhang stehenden Funktionen und Geräte letztlich ausschlaggebend gewesen sei. Die Fahrgasträume ließen sich so „weniger unruhig“ gliedern."
Bemerkenswert hier das interessante DB-Vokabular. Lounge hin oder her, die Sache mit der Technik ist für mich ein gutes Argument. Aber hier das Fehlen eines solchen Merkmals als Vorteil einer weniger unruhigen Gliederung zu verkaufen ist doch schon sehr, äh, auffällig.
--
Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
***
Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Die "merkwürdigen Sätze" der DB - andersrum interpretiert
fjk, Dienstag, 28.09.2010, 09:10 (vor 5751 Tagen) @ Holger_HAM
"Vorteile für Wartung, Zugänglichkeit und Konzentration aller in Verbindung mit dem Führerraum in Zusammenhang stehenden Funktionen und Geräte"
Das hört sich für mich so ziemlich nach dem an, was man im letzten Jahtausend als "Lokomotive" und zuletzt als "Triebkopf" bezeichnet hat...
... aber ist ja nur Wikipedia:-(
interpretiert
fjk
Und irgendwann in 10 Jahren ... *Glaskugelmodus*
Steffen, Dienstag, 28.09.2010, 09:30 (vor 5751 Tagen) @ fjk
bearbeitet von Steffen, Dienstag, 28.09.2010, 09:31
Und irgendwann in 10 Jahren verkündet man dann voller Stolz, man habe das Triebwagenkonzept perfektioniert und alle zum Antrieb benötigten Komponenten in einen Wagen unterbringen können, damit den Fahrgäste die anderen Wagen ohne störenden Raumteiler verbleiben und ohne unangenehme Fahrgeräusche reisen können. Dieses Komfortmerkmal, die Revolution des Bahnreisens, ist dann aber ein "ICE**" und kostet 175% des Relationspreises.
Sehr schnell wird dieses Konzept aber wieder veralten, denn man patentiert eine vom restlichen Teil des Triebwagens sogar im Fahrgastbetrieb ablösbareauf den Kopf stellen wird, ermöglicht einen bis dahin nicht gekannten flexiblen Einsatz des Triebwagens!
*Glaskugelmodus wieder aus*
--
![[image]](http://img.aachen-im-bild.de/brueckebelgien.jpg)
Und die Kugel rollt und rollt und rollt...
fjk, Dienstag, 28.09.2010, 09:49 (vor 5751 Tagen) @ Steffen
... einziger Haken an dieser auch ohne Glaskugel vorhersehbaren Entwicklung: wenn man unsere lieben Bimze bis dahin (10 Jahre sind vielleicht etwas knapp) weiter refittet, braucht keiner das Konzept neu zu erfinden. Und dann kann man damit leider auch keinen Innovationspreis gewinnen, also keine (absehbare) Chance...
[ich weiß, hier ist Fernverkehr, aber wann wird denn das erste Silberlingneuaufbauprogramm aufgelegt? Die guten Umbauwagen, die das ganze Prozedere - vergleichbar zum Bimz - schon einmal hinter sich hatten und als Versuchsträger dienen könnten, sind ja wohl leider irgendwie weg... andersrum gefragt: was ist denn wohl das älteste, was noch so regelmäßig rumrollt, wenn man den "Spenderwagen" betrachtet? Silberlinge sind neu und Bm, aus denen die Bimze geworden sind, waren ja wohl auch alle neu - läuft es etwa langsam darauf hinaus, dass man selbst älter ist als das regelmäßig genutzte Rollmaterial .... ohhhh .... Sinnkrise!!!!]
Puma-Konzept / älteste Züge Deutschlands
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.09.2010, 10:41 (vor 5751 Tagen) @ fjk
...wann wird denn das erste Silberlingneuaufbauprogramm aufgelegt?
Wenn Du es sagt... ich verstehe nicht, warum man das Puma-Konzept nicht durchgesetzt wurde. Ein Puma-Zug bestand aus einer Lok und lediglich 2 Wagentypen: Mittelwagen 2. Klasse und ein Mehrzwecksteuerwagen (1. Klasse, Fahrradabteil, Behindertenabteil usw). Etwa "Silberling-21".
Viele (alle?) kostensparende Merkmale, die die Bahn beim ICx-Konzept haben möchte, sind im diesen Zug vorhanden: man kann relativ kleine Zahl an unterschiedliche Bauteile in relativ große Stückzahlen bauen, man hat Einheitsbaukasten für End- und Mittelwagen und kann der Zug mit einer beliebigen wendezugfähigen Lok bespannen (und wenn man dann doch Triebwagen haben möchte, müsste man lediglich die Einheitsbaukasten von Antriebsmodulen versehen).
Na gut, man hat dann doch ET, Talent usw. angefreundet (weil die Konkurrenz mit ihren FLIRT und Dieseltriebwagen besser bei Ausschreibungen vertreten waren?), und vielleicht ist daher auch zu erklären, dass DB vor allem auf Energie sparen gesetzt hat und das beim ICx mitgenommen hat.
was ist denn wohl das älteste, was noch so regelmäßig rumrollt, wenn man den "Spenderwagen" betrachtet?
1. Elloks: es fahren immer noch Kastenzehner.
2. Dieselloks: die BR 218 stammt aus den frühen 70ern, genauso wie die Russendiesel.
3. Rangierloks: V 60 oder noch Köf-Maschinen?
4. Elektrotriebwagen: ET420, die einzig wahre S-Bahn
5. Dieseltriebwagen: VT628
6. Reisezugwagen: Silberlinge und Bimz-Wagen (zwar beide redesignt aber Grundriss aus den 60ern)
Interessant ist, was mit der BR 218 passiert. Die Maschine ist vor allem für die Dostowagen benötigt (z.B. M-MÜ)
Wird DB Regio etwa TRAXX P160-DE bestellen, oder Siemens Vectron in Dieselversion?
Oder wird gar nichts bestellt sondern angemietet? (ich kann mich vorstellen dass man z.B. von dem Stadler DOSTO auch eine dieselelektrische Version bauen könnte, und bis dann sich mit 218 und/oder Mietloks aushilft)
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Puma-Konzept / älteste Züge Deutschlands
NIM rocks, Dienstag, 28.09.2010, 10:53 (vor 5751 Tagen) @ Oscar (NL)
5. Dieseltriebwagen: VT628
Nicht ganz, die 614er sind noch einen Tick älter ;-)
Puma/Modus und Dieselloks
Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 28.09.2010, 12:11 (vor 5751 Tagen) @ Oscar (NL)
...wann wird denn das erste Silberlingneuaufbauprogramm aufgelegt?
Wenn Du es sagt... ich verstehe nicht, warum man das Puma-Konzept nicht durchgesetzt wurde. Ein Puma-Zug bestand aus einer Lok und lediglich 2 Wagentypen: Mittelwagen 2. Klasse und ein Mehrzwecksteuerwagen (1. Klasse, Fahrradabteil, Behindertenabteil usw). Etwa "Silberling-21".
Weil die Wagen inbequem sind. Die Stufen sind eine Katastrophe, dagegen sind die Silberling- und y-Wagen-Stufen eine Wohltat. Außerdem wirken sie jetzt schon recht abgenutzt. Für den Übergang mag das eine gute Idee gewesen sein, die Married-Pair-Wagen von Bombardier wären jedoch für längerfristigen Einsatz besser geeignet.
Interessant ist, was mit der BR 218 passiert. Die Maschine ist vor allem für die Dostowagen benötigt (z.B. M-MÜ)
Wird DB Regio etwa TRAXX P160-DE bestellen, oder Siemens Vectron in Dieselversion?
Oder wird gar nichts bestellt sondern angemietet? (ich kann mich vorstellen dass man z.B. von dem Stadler DOSTO auch eine dieselelektrische Version bauen könnte, und bis dann sich mit 218 und/oder Mietloks aushilft)
Tja, wo benötigt DB Regio längerfristig noch Dieselloks? Ulm - Bodensee soll elektrifiziert werden, Hannover - Bad Harzburg wird ausgeschrieben, da bleiben eigentlich nur noch München - Mühldorf und München - Allgäu übrig.
Sofern keine Elektrifizierung kommt, sehe ich eigentlich nur auf der Mühldorfer Strecke und für die Berufsverkehrszüge nördlich von Frankfurt Bedarf für Dieselloks bei DB Regio. Die entsprechende Ausschreibung gibt Aufschluß über die Wichtigkeit dieser Bestellung bei der DB (immer wieder verschoben. Ich weiß nicht, ob sie nicht mittlerweile aufgehoben ist).
/Sören
Puma/Modus und Dieselloks
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.09.2010, 13:17 (vor 5751 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 28.09.2010, 13:18
Weil die (Puma-)Wagen inbequem sind. Die Stufen sind eine Katastrophe, dagegen sind die Silberling- und y-Wagen-Stufen eine Wohltat.
Diese "Fehlkonstruktionen" wären allerdings zu korrigieren. Sozusagen: im Probeverfahren festgestellt, für die Serienwagen korrigiert.
Tja, wo benötigt DB Regio längerfristig noch Dieselloks? Ulm - Bodensee soll elektrifiziert werden,
Das dauert noch. Was wird zuerst passieren: S21, UL-FN-LI elektrisch, 218-Kollaps oder Ausschreibung der Strecke UL-FN?
Wenn S21, dann muss man in Ulm Loks wechseln, statt Stuttgart (Dieselverbot).
Wenn UL-FN elektrisch, kann man S-FN und IC 118/119 elektrisch fahren, aber IC 2012/2013 nicht.
Wenn 218-Kollaps droht, müssen neue Fahrzeuge vorhanden sein.
Wenn Ausschreibung, durften Privaten kommen, ggf. auch mit lokbespannten Zügen.
Hannover - Bad Harzburg wird ausgeschrieben, da bleiben eigentlich nur noch München - Mühldorf und München - Allgäu übrig.
Sofern keine Elektrifizierung kommt, sehe ich eigentlich nur auf der Mühldorfer Strecke und für die Berufsverkehrszüge nördlich von Frankfurt Bedarf für Dieselloks bei DB Regio.
Interessant ist was mit München-Buchloe-Irgendwo (Landsberg, Bad Wörishofen, Oberstdorf, Füssen, Lindau, Kisslegg, Aulendorf) passiert.
Zumindest der Teilabschnitt nach Buchloe soll elektrisch befahrbar sein (vmax = 200?), aber ich erwarte nicht, dass alle Anschlußstrecken elektrifiziert werden.
Wenn 200, durfte ein Hybridtriebwagen interessant sein: M-Buchloe RE200, danach ggf. mit Diesel weiter (die Franzosen machen das auch, allerdings nur 160 km/h). Dagegen spricht natürlich der unvermeidliche Todlast des unbenutzten Antriebsmoduls.
Es kann auch sein, dass mit der Elektrifizierung ein Allgäu-ITF kommt, wobei man ab München nur noch elektrisch fährt (Ist-Zeit M-Buchloe 45-50 Minuten, mit Elektro eine Soll-Kantenzeit 45 Minuten möglich); nach z.B. Füssen und Bad Wörishofen muss man dann umsteigen (und das mag unser lieber Otto wieder nicht).
gruß,
Oscar (NL).
--
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Puma/Modus und Dieselloks
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 29.09.2010, 12:43 (vor 5750 Tagen) @ Oscar (NL)
Tja, wo benötigt DB Regio längerfristig noch Dieselloks? Ulm - Bodensee soll elektrifiziert werden,
Das dauert noch. Was wird zuerst passieren: S21, UL-FN-LI elektrisch, 218-Kollaps oder Ausschreibung der Strecke UL-FN?
218 Kollaps *bloß nicht dran denken:( * ,kommt zum Glück noch lange nicht. Die meißten 218 4 , haben vor kürzem neue Motoren (MTU R40,R41) erhalten.
1.)S21, 2.)Direktvergabe Stuttgart-Ulm-FN-Lindau an DB Regio 3.) UL-LI elektrisch, 4.) hoffentlich kein 218 Kollaps.
Interessant ist was mit München-Buchloe-Irgendwo (Landsberg, Bad Wörishofen, Oberstdorf, Füssen, Lindau, Kisslegg, Aulendorf) passiert.
Die Elektrifizierung Geltendorf-Buchloe-Memmingen-Kißlegg-Lindau ist schon beschlossene Sache und wird 2015 abgeschlossen sein.
Für Buchloe-Kempten-Hergatz, Kißlegg-Aulendorf, Augsburg-Buchloe-Füssen, ist derzeit noch nichts geplant.
Zumindest der Teilabschnitt nach Buchloe soll elektrisch befahrbar sein (vmax = 200?),
160 km/h.
Es kann auch sein, dass mit der Elektrifizierung ein Allgäu-ITF kommt, wobei man ab München nur noch elektrisch fährt (Ist-Zeit M-Buchloe 45-50 Minuten, mit Elektro eine Soll-Kantenzeit 45 Minuten möglich); nach z.B. Füssen und Bad Wörishofen muss man dann umsteigen (und das mag unser lieber Otto wieder nicht).
Allgäu ITF, gibt es schon seit 1993 (Memmingen-Aulendorf seit 2004 nicht mehr) mit Diesel. Vermutlich wird nur eine elektrische RE Linie München-Memmingen-Lindau eingerichtet, welche die RB Augsburg-Memmingen-Lindau ersetzt und RE München-Memmingen ebenfalls elektrisch. Alles andere fährt weiter mit Diesel.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
Puma/Modus
fjk, Dienstag, 28.09.2010, 17:12 (vor 5751 Tagen) @ Sören Heise
...wann wird denn das erste Silberlingneuaufbauprogramm aufgelegt?
Wenn Du es sagt... ich verstehe nicht, warum man das Puma-Konzept nicht durchgesetzt wurde. Ein Puma-Zug bestand aus einer Lok und lediglich 2 Wagentypen: Mittelwagen 2. Klasse und ein Mehrzwecksteuerwagen (1. Klasse, Fahrradabteil, Behindertenabteil usw). Etwa "Silberling-21".
Weil die Wagen inbequem sind. Die Stufen sind eine Katastrophe, dagegen sind die Silberling- und y-Wagen-Stufen eine Wohltat.
Jepp, also hat auch die Silberlingfraktion einen ersten echten Umbau hinter sich. Wegen eher benebelter Besuche in Franken hatte ich die nicht so im Blick, naja. Wenn man von den in der Tat misslungenen Einstiegen absieht (wobei die Frage ist, was der Spender und die sicher obligatorische Türtechnik hergeben) finde ich die Wagen vom "Look&Feel" gar nicht so schlecht gelungen. Der Einstieg macht aber natürlich viel kaputt.
Insgesamt bringt der Rundumschlag aber kaum etwas, was bedeutend älter als 70er ist, zu stande. Also meistens noch keine 40 Jahre, wobei entweder in noch fahrenden Silberlingen oder West-Bimzen die älteste Substanz stecken dürfte, richtig [mit Glück sind also die "historischen" Bm im 1806 jünger als der nebenan geparkte Bimdz für den 2314?! :-)]? Aber das ist ja solides Material, das auch ein zweites großes Umbauprogramm geduldig über sich ergehen lassen wird. Wenn es denn so groß wird...
... hofft und fürchtet
fjk
Nein, keine Silberlinge
Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 28.09.2010, 18:05 (vor 5751 Tagen) @ fjk
Nein, die Modus-Wagen sind Umbauten von Halberstädtern!
Ohne weiteren Text, Sören
Entschuldigung,
fjk, Mittwoch, 29.09.2010, 08:33 (vor 5750 Tagen) @ Sören Heise
wie kann ich diesen Lapsus nur wieder gut machen?
Vielleicht mit einem aufmunternden Lächeln, weil, tut mir ja Leid, Pauli, aber 96 erstmal auf Platz 3 bleibt?!? [wird man schon noch brauchen, die Pünktchen]
Oder indem ich mich rausrede und hervorkrame, dass ich nur "Silberlingfraktion" geschrieben habe. Und dass das äußerliche Wagenkonzept der Halberstädter sich nun soooo grundsätzlich vom Silberling unterscheidet, naja. (Das gilt dann aber für die Moduswagen weiter).
Eigentlich war ich ja aber nur auf der Suche nach Wagen, die einem zweiten grundlegenden Umbau entgegen sehen, oder besser: den schon hinter sich haben, um abschätzen zu können, was beim Bimz-Redesign wohl so rauskommen könnte. Aber wahrscheinlich ist das ein ziemlich sinnfreies Unterfangen, denn mit den paar Milliönchen, mit denen auch noch umfangreiche Entgemütlichungsmaßnahmen in der Avmz-Flotte durchgeführt werden müssen, wird so viel grundsätzliches im Bimz schon nicht passieren...
Jetzt aber erstmal ein Generalgrinsi für den sich hier entwickelnd/ten Beitragsbaum: ;-)
fröhlich
fjk
Und irgendwann in 10 Jahren ... *Glaskugelmodus*
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 28.09.2010, 10:07 (vor 5751 Tagen) @ Steffen
Und irgendwann in 10 Jahren verkündet man dann voller Stolz, man habe das Triebwagenkonzept perfektioniert und alle zum Antrieb benötigten Komponenten in einen Wagen unterbringen können, damit den Fahrgäste die anderen Wagen ohne störenden Raumteiler verbleiben und ohne unangenehme Fahrgeräusche reisen können.
Was die DB also als Revolution bezeichnet, ist auf der Berninabahn schon einige Dekaden Gang und Gebe?
(kann mich irren, aber s.i.w. konnten die Doppeltriebwagen auch Fahrgäste mitnehmen)
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Was für ein Beitrag
GUM, Dienstag, 28.09.2010, 20:52 (vor 5751 Tagen) @ Holger_HAM
bearbeitet von GUM, Dienstag, 28.09.2010, 20:53
Hallo,
interessant finde ich auch einen Satz im Wikipedia-Artikel zur Lounge (ICE) und deren Fehlen im 407:"Nach DB-Angaben sei dieser Schritt „sorgfältig abgewogen“ worden, wobei Vorteile für Wartung, Zugänglichkeit und Konzentration aller in Verbindung mit dem Führerraum in Zusammenhang stehenden Funktionen und Geräte letztlich ausschlaggebend gewesen sei. Die Fahrgasträume ließen sich so „weniger unruhig“ gliedern."
Bemerkenswert hier das interessante DB-Vokabular. Lounge hin oder her, die Sache mit der Technik ist für mich ein gutes Argument. Aber hier das Fehlen eines solchen Merkmals als Vorteil einer weniger unruhigen Gliederung zu verkaufen ist doch schon sehr, äh, auffällig.
Dann gehöre ich zu den Fahrgästen, die einen "unruhigen" Fahrgastraum wie im ICE-T Wagen 28/38 sogar interessant finden. Da kann jeder Fahrgast bedürfnisorientiert seinen Wunschplatz buchen.
Die bedürfnisorientierte Buchung in Reihensitz, Lounge, Tisch, vis á vis oder Holzbox 4er ist für einen geringen Aufschlag von dan nur noch 8,88 Euro jederzeit möglich :-)
Auch hier ist das Angebot, aber nicht der Fahrspaß begrenzt, deshalb schnell buchen.
War früher echt alles besser?
Holger2, Dienstag, 28.09.2010, 23:30 (vor 5751 Tagen) @ GUM
Hallo,
wenn ich mir die Beiträge so anschaue, könnte man fast zu dem Eindruck kommen:
1. Der eine hat die vollkommen neue Idee, dass man vielleicht bei Zugeinheiten in der Schwachverkehrszeit einige Wagen herausnehmen kann, um so trotzdem ausgelastete züge zu bekommen.
2. Die nächste vollkommen neue Idee: Warum kann man nicht noch mehr Puma - Wagen bauen.
3. Der dritte sagt: In den Lokomotiven konnte der Lokführer noch selbst reparieren, in den Triebwagen ist das nicht mehr möglich. Die neuen Produkte seien zu fehleranfällig.
zu 1.: Den Einzelwagenverkehr gibt es vor allem deswegen nicht mehr, weil das Einsetzen und Aussetzen von Wagen nicht wirtschaftlich ist, da arbeits- und zeitaufwändig. Selbst in der Schweiz wird dies nicht mehr praktiziert. Auch der zusätzliche Energieaufwand ist aufgrund des geringen Reibungswiderstands bei der Bahn vernachlässigbar.
zu 2.: Puma - Wagen sind wie alle Silberlinge und Halberstädter nicht frei zugänglich, werden also nicht mehr öffentlich gefördert. Auch hier gilt: Selbst die kleinste Einheit mit zwei Wagen benötigt noch als Triebeinheit eine Lok, die auch lange 10 Wagenzüge ziehen könnte. Es ist auch nicht möglich, diese Wagen so umzubauen, dass sie behindertengerecht sind, die Grundbauart mit den Türen nahe der Drehsgestelle verhindert das.
zu 3.: Früher konnte man bei den Autos auch mehr reparieren, trotzdem fährt heute keiner mehr einen VW Käfer oder Opel Manta. Auch in modernen Loks, wie etwa Taurus, wird der Lokführer nicht mehr viel reparieren müssen. Der Trend geht eher dahin, dass Züge voll automatisch fahren (siehe Metro Paris oder U - Bahn Nürnberg). Die Systeme werden zunehmend so konstruiert, dass zumindest die kleinen Fehler nicht mehr auftreten. Die Statistik sagt hier übrigens auch ganz klar, dass die Zahl der technischen Störungen zurückgeht.
Insgesamt würde ich mir von einigen ein bisschen weniger Vergangenheitsverkitschung wünschen. Es ist nicht alles gut, nur weil es früher auch immer so war. Sonst fange ich demnächst an, vom Telefon mit Wählscheibe zu schwärmen.
Holger
War früher echt alles besser? - Natürlich!
fjk, Mittwoch, 29.09.2010, 09:05 (vor 5750 Tagen) @ Holger2
Na hör mal.
Natürlich war früher alles besser. Da hatten "wir" auch noch einen Kaiser und Typhus, man konnte Runkelrüben direkt vom Acker essen und Arbeiterkinder gingen arbeiten statt in die Schule.
Und darum hast Du natürlich Recht, wenn Du sagst, dass der technische Fortschritt zum Beispiel bedeutet, dass man "nichts selber reparieren kann". Das gilt vom Telefon (an dem man "früher" nichts selber reparieren durfte;-)) bis zum Ferienflieger, aber eben auch für Loks UND Triebwagen.
Dass man, wenn man diese neu baut, bitteschön auch etwas auf Ergonomie zu achten und im (fehlerhaften) Betrieb möglicherweise anzufassende Teile zugänglich anzuordnen hat, versteht sich ja wohl von selbst - und gerade was die Ergonomie angeht, war ja wohl "früher" auch ganz und gar nicht alles zum besten.
All dieses hat aber nichts mit dem Abwägen zu tun, ob Triebwagen (noch dazu mit verteiltem Antrieb) oder Lok-/Wagenzüge "besser" sind, oder welche Vorteile beide Konzepte haben.
Und da sind Deine Argumente z.T. zwar nicht falsch, aber zumindest nicht technisch begründet. Diese technischen (oder einen bestimmten verkehrlichen Aspekt betreffenden) Abwägungen zum Beispiel mit einem Hinweis auf die öffentliche Förderung abzubügeln, halte ich nicht für sachgerecht. Denn die Verteilung der Förderung ist ein auf politischer Meinungsbildung beruhender Prozess, der mit dem Einzelfall nichts zu tun haben muss. Außerdem ist die politische Meinung ja dazu da, sie mit Argumenten zu bilden, nicht umgekehrt.
Das andere sind teiltechnische Problematiken: wenn man denn FIS&Co unbedingt braucht, dann sollte man sie vielleicht auch so bauen können, dass sie die Flexibilität des Wagenzuges nicht behindern?!? Sinnvollerweise kann das eigentlich nur heißen, einen vernünftigen Zugbus zu haben und die Steuerelektronik mit auf die Lok zu tun. Oder man redet nur über Ergänzungswagen, sprich: eine feste, relativ kurze Komposition mit Wagen mit verteilter Technik, an die vergleichsweise "dumme" Transportbehälter angehängt werden. Da gibt es doch tausende Möglichkeiten, auch Hybridkonzepte (wie Beiwagen bei klassischen Straßenbahnen oder "selbstverschiebende" Beiwagen) sind denkbar, genauso, wie man nicht an der Schraubenkupplung festhängen muss (ha, ha) wenn es dem Fortschritt förderlich ist. Und plötzlich kann man auch durchgängige Teilniederflurfahrzeuge bauen... wird nur ein bißchen teuer vielleicht. Und darum fahren auch weiterhin 40 Jahre alte Wagen planmäßig durch die Gegend. Solange es nur 40 Jahre sind, mag das ja auch angehen...
Außer nostalgischen Gefühlen (s.o.) sind hier bei den Wagenbefürwortern wohl zwei Argumente wichtig: Flexibilität und dass ihre mahnenden Worte, sich nicht auf eine einzige Plattform festzulegen, gehört werden (oder sie hinterher wenigstens sagen können "ich hab's ja gesagt).
versucht das ganze Mal auseinanderzudividieren
fjk
War früher echt alles besser? - Natürlich!
ice-t-411, Mittwoch, 29.09.2010, 10:05 (vor 5750 Tagen) @ fjk
Hi!
Und da sind Deine Argumente z.T. zwar nicht falsch, aber zumindest nicht technisch begründet. Diese technischen (oder einen bestimmten verkehrlichen Aspekt betreffenden) Abwägungen zum Beispiel mit einem Hinweis auf die öffentliche Förderung abzubügeln, halte ich nicht für sachgerecht. Denn die Verteilung der Förderung ist ein auf politischer Meinungsbildung beruhender Prozess, der mit dem Einzelfall nichts zu tun haben muss. Außerdem ist die politische Meinung ja dazu da, sie mit Argumenten zu bilden, nicht umgekehrt.
Fahrzeuge müssen heute so gestaltet sein, dass sie von jedem benutzt werden können, dazu gehören alle und vor allem gehbehinderte Personen. Abgesehen davon gibt es ja auch kein Auto, bei dem du erst vier Stufen erklimmen musst.
Hat übrigens auch nichts mit Förderung zu tun, sondern mit TSI-Richtlinien ohne die ein Fahrzeug nicht zugelassen werden kann.
Das andere sind teiltechnische Problematiken: wenn man denn FIS&Co unbedingt braucht, dann sollte man sie vielleicht auch so bauen können, dass sie die Flexibilität des Wagenzuges nicht behindern?!? Sinnvollerweise kann das eigentlich nur heißen, einen vernünftigen Zugbus zu haben und die Steuerelektronik mit auf die Lok zu tun. Oder man redet nur über Ergänzungswagen, sprich: eine feste, relativ kurze Komposition mit Wagen mit verteilter Technik, an die vergleichsweise "dumme" Transportbehälter angehängt werden. Da gibt es doch tausende Möglichkeiten, auch Hybridkonzepte (wie Beiwagen bei klassischen Straßenbahnen oder "selbstverschiebende" Beiwagen) sind denkbar, genauso, wie man nicht an der Schraubenkupplung festhängen muss (ha, ha) wenn es dem Fortschritt förderlich ist. Und plötzlich kann man auch durchgängige Teilniederflurfahrzeuge bauen... wird nur ein bißchen teuer vielleicht. Und darum fahren auch weiterhin 40 Jahre alte Wagen planmäßig durch die Gegend. Solange es nur 40 Jahre sind, mag das ja auch angehen...
Wie im anderen Beitrag schon erklärt brauchst du zwischen den Wagen eine Kupplung die sich leicht an- und abkupplen lässt und Niederflurbauweise zulässt. Das ist technisch möglich, aber schlicht und einfach sehr teuer. Rechne für eine feste Kupplung zwischen zwei Fahrzeugen um die 6000 Euro, für eine automatische Scharfenbergkupplung eher so 20000 Euro und natürlich brauchst du die bei jedem Wagen zwei mal, zzgl. automatischer Kupplung für den ZugBus.
Außerdem baut man gerade im Regionalverkehr heute sehr viel Jakobsdrehgestelle ein, die sich natürlich erst recht nicht trennen lassen.
FIS wird auch durch die TSI vorgeschrieben, du darfst ohne also nicht mehr bauen. Die Lautsprecheranlage ist inzwischen sogar Sicherheitsrelevant, d.h. sie muss redundant ausgeführt werden. Natürlich kann man sowas in einem Wagenzug realisieren, aber es wird ungleich aufwendiger. Außerdem versucht man inzwischen den Zug als ganzes zu sehen und Toiletten und andere Einrichtungen entsprechen zu verteilen. Wenn du das im Wagenzug machst hast du auch keine Flexibilität mehr.
Um auch nochmal ein rein praktisches Problem zu nennen: Du musst die Energie im Zug verteilen und brauchst dafür, je nach Anordnung der Bauteile unterschiedliche Kabel-Querschnitte. In einem Triebwagen kann man das sehr gut einschätzen, bei einem beliebigen Wagenzug musst du entweder Hochspannungsleitungen (1000V) verlegen und überall einen Umrichter und ein Batterieladegerät platzieren oder jegliche Kabel völlig überdimensionieren.
Außer nostalgischen Gefühlen (s.o.) sind hier bei den Wagenbefürwortern wohl zwei Argumente wichtig: Flexibilität und dass ihre mahnenden Worte, sich nicht auf eine einzige Plattform festzulegen, gehört werden (oder sie hinterher wenigstens sagen können "ich hab's ja gesagt).
Ein "ich hab's ja gesagt" kann man immer gerne machen, weil man weiß ja nicht wie es bei einem anderen Konzept gewesen wäre. Übrigens setzt die SNCF seit über 30 Jahren auf die TGV-Platform, die sich wahrlich nicht groß verändert hat ohne jeweils Probleme gehabt zu haben.
Gruß
Johannes
Vorschriften vs. Förderung
fjk, Mittwoch, 29.09.2010, 10:58 (vor 5750 Tagen) @ ice-t-411
Ja, Moin,
Fahrzeuge müssen heute so gestaltet sein, dass sie von jedem benutzt werden können, dazu gehören alle und vor allem gehbehinderte Personen. Abgesehen davon gibt es ja auch kein Auto, bei dem du erst vier Stufen erklimmen musst.
Hat übrigens auch nichts mit Förderung zu tun, sondern mit TSI-Richtlinien ohne die ein Fahrzeug nicht zugelassen werden kann.
das hört sich ja schon ein bißchen anders an (nämlich vor allem so, als wenn das Förderungsargument in der Tat keins ist - wenn man das bloß schon überall wüßte, wären wir wohl vor vielen weitgehend sinnlosen und ineffektiven öffentlichen Investitionen verschont geblieben), wenn auch diese TSI unter gehörigem Einfluss irgendwelcher Lobby im "politischen Raum", nämlich Brüsseler Hinterzimmern entstanden ist - und damit im Prinzip nicht unhinterfragbar.
Natürlich gilt ähnlich wie bei der Nutzbarmachung des technischen Fortschritts, dass da auch sehr viel Sinnvolles dran und drin ist. Aber Denk- (und Äußerungs-) Verbote sollte man doch daraus nicht ableiten. Ob ein "Ätsch, das wird es aber wegen der Vorschrift nicht geben" oder ein "Ätsch, das hab ich ja vor zehn Jahren schon gesagt" kleinkarierter ist und ob kleines Karo nicht auch ganz hübsch sein kann, ist ja mal wieder Geschmacksfrage;-)
Das andere sind teiltechnische Problematiken: wenn man denn FIS&Co unbedingt braucht, dann sollte man sie vielleicht auch so bauen können, dass sie die Flexibilität des Wagenzuges nicht behindern?!? Sinnvollerweise kann das eigentlich nur heißen, einen vernünftigen Zugbus zu haben und die Steuerelektronik mit auf die Lok zu tun. Oder man redet nur über Ergänzungswagen, sprich: eine feste, relativ kurze Komposition mit Wagen mit verteilter Technik, an die vergleichsweise "dumme" Transportbehälter angehängt werden. Da gibt es doch tausende Möglichkeiten, auch Hybridkonzepte (wie Beiwagen bei klassischen Straßenbahnen oder "selbstverschiebende" Beiwagen) sind denkbar, genauso, wie man nicht an der Schraubenkupplung festhängen muss (ha, ha) wenn es dem Fortschritt förderlich ist. Und plötzlich kann man auch durchgängige Teilniederflurfahrzeuge bauen... wird nur ein bißchen teuer vielleicht. Und darum fahren auch weiterhin 40 Jahre alte Wagen planmäßig durch die Gegend. Solange es nur 40 Jahre sind, mag das ja auch angehen...
Wie im anderen Beitrag schon erklärt brauchst du zwischen den Wagen eine Kupplung die sich leicht an- und abkupplen lässt und Niederflurbauweise zulässt. Das ist technisch möglich, aber schlicht und einfach sehr teuer.
Sag ich ja. Und das gilt eben nicht nur für die Kupplung, sondern für die gesamte "Nutzbarmachung des technischen Fortschritts". Wenn man dann auch noch Insellösungen vermeiden will, wird es meist wohl unbezahlbar teuer und wieder nix, siehe Siebzigerversuch "flächendeckende Einführung der automatischen Kupplung".
FIS wird auch durch die TSI vorgeschrieben, du darfst ohne also nicht mehr bauen.
Und schon darum werden wir uns (Bestandsschutz) noch lange mit Uraltstmaterial herumschlagen?!?
Außerdem versucht man inzwischen den Zug als ganzes zu sehen und Toiletten und andere Einrichtungen entsprechen zu verteilen.
sprich: zu sparen.
Um auch nochmal ein rein praktisches Problem zu nennen: Du musst die Energie im Zug verteilen und brauchst dafür, je nach Anordnung der Bauteile unterschiedliche Kabel-Querschnitte. In einem Triebwagen kann man das sehr gut einschätzen, bei einem beliebigen Wagenzug musst du entweder Hochspannungsleitungen (1000V) verlegen und überall einen Umrichter und ein Batterieladegerät platzieren oder jegliche Kabel völlig überdimensionieren.
Auch das ein Spar-/(Energie-)verschwendungsproblem. Du kannst der Karre auch ein paar Solarzellen auf dem Dach spendieren, 'ne kleine Batterie und einen Bluetooth-Zugbus, fertig. Oder, wenn das für die Klima nicht reicht, Brennstoffzellen. Gut, die muss man irgendwann nachfüllen, aber das Klo ja auch.
Das ist aber alles wieder die technische und betriebliche Abwägung, bei der beide Konzepte ihre Vorteile haben, und bei der wahrscheinlich sowieso immer eine Art Kompromiss herauskommt. Die Fernwagenzüge mit einer FIS-Zentrale, ohne die nichts (vorschriftsmäßig) geht, sind ja schon ein solcher Kompromiss. Und ein schlechter dazu, was dieses Detail angeht. So ähnlich die Rollirampen. Auch kein ganz großes Kino. Aber vergleichsweise flexibel (unter anderem -ach nee- dank des Personals: Technik billig und einfach, dafür ein paar Menschlein mehr, ob das vielleicht auch hier und da eine Lösung wäre?).
Außer nostalgischen Gefühlen (s.o.) sind hier bei den Wagenbefürwortern wohl zwei Argumente wichtig: Flexibilität und dass ihre mahnenden Worte, sich nicht auf eine einzige Plattform festzulegen, gehört werden (oder sie hinterher wenigstens sagen können "ich hab's ja gesagt).
Ein "ich hab's ja gesagt" kann man immer gerne machen, weil man weiß ja nicht wie es bei einem anderen Konzept gewesen wäre. Übrigens setzt die SNCF seit über 30 Jahren auf die TGV-Platform, die sich wahrlich nicht groß verändert hat
und eigentlich ein Lok-/Wagenzug ist, oder? ;-) Wenn es nicht so nach "letztem Wort" klänge, gehörte hier jetzt ein "genug damit" hin.
ohne jeweils Probleme gehabt zu haben.
Ich auch nicht. Weder mit Triebwagen an sich, noch mit der Abwägung "technischer" Argumente. So, wie momentan Züge gefahren und gewartet werden, unterscheiden sie sich ja kaum vom Triebwagen, dem eben im Werk "dumme" Beiwagen mitgegeben werden können - was meistens wegen der Umläufe nicht gemacht wird oder nicht sinnvoll ist. Der Punkt liegt also eher/auch in einer flexibleren Einsatzgestaltung, die, ratet mal: teurer sein dürfte als die momentan so gefahrenen Linienkonzepte.
Aber warten wir's ab...
... noch'n Kaffee
fjk
War früher echt alles besser?
GUM, Mittwoch, 29.09.2010, 20:15 (vor 5750 Tagen) @ Holger2
Hallo,
[...]
zu 1.: Den Einzelwagenverkehr gibt es vor allem deswegen nicht mehr, weil das Einsetzen und Aussetzen von Wagen nicht wirtschaftlich ist, da arbeits- und zeitaufwändig. Selbst in der Schweiz wird dies nicht mehr praktiziert. Auch der zusätzliche Energieaufwand ist aufgrund des geringen Reibungswiderstands bei der Bahn vernachlässigbar.
Dies ist genau DER Punkt, den ich ansprechen wollte. Die GUM-Bahn würde sonntags morgens um 06.00 Uhr früh niemals mit einer festen Einheit aus sieben oder 14 Wagen unterwegs sein. Denn da wird wirklich erhebliche Masse mitgeschleppt (so fast 50 ? Tonnen pro Waggon), ohne dass jemand drinnensitzt. Und die einseitige, kurzfristige Orientierung an Personalkosten kann man eh vergessen. Ein Unternehmen kann sich auch so umstrukturieren, dass es zwar Kosten spart, aber auch Umsätze verliert. Und die halbe Stunde Rangierer/Rangierlokführer sind auf 800 Kilometer gesehen nicht wirklich viel.
Und persönlich bleibe ich dabei: Nachfrageschwankungen gleicht man durch Anpassungen der Kapazität aus und nicht des Preises. So hat man für alle Sparpreise nämlich auch den wesentlichen Systemvorteil der Bahn mit "entsorgt": Jede Stunde ohne Vorreservierung.
Ist halt meine persönliche Meinung...
Insgesamt würde ich mir von einigen ein bisschen weniger Vergangenheitsverkitschung wünschen. Es ist nicht alles gut, nur weil es früher auch immer so war. Sonst fange ich demnächst an, vom Telefon mit Wählscheibe zu schwärmen.
Holger
Es ist aber auch nicht alles gut, was man mit EDV und Systemdenken erreichen kann...
Grüße GUM
ICX: Gedanken zum Platform
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 30.09.2010, 12:34 (vor 5749 Tagen) @ NIM rocks
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 30.09.2010, 12:38
Hallo ICE-Fans,
es scheint das neue Zauberwort der Eisenbahnwelt zu sein: Platform, oder Fahrzeugfamilie.
Wo es vorher eine kunterbunte Eisenbahnwelt gab mit einigen Dutzenden an verschiedenster Baureihen, versucht man heute alles soviel wie möglich zu vereinheitlichen.
Österreich ist damit schon sehr weit:
1. eine Universal-Ellokfamilie (1016, 1116, 1216)
2. eine Streckendiesellokbaureihe (2016)
3. eine Verschublokbaureihe (2070)
4. eine NV-Elektrotriebwagenfamilie (4023, 4024)
5. eine Dieseltriebwagenfamilie (5022)
Zwar gibt es auch 1044, 1144, 4020, 5047 usw. aber das sind Splittergattungen die nicht mehr allzulange rumfahren.
Also: wir haben einheitliche Elloks, Dieselloks, Nahverkehrstriebwagen.
Es gibt auch einheitliche Straßenbahnen (Flexity Outlook, Stadler Tango, Alstom Citadis, Siemens Combino).
Es gibt sogar einheitliche HGV-Triebwagen! Bombardier Zefiro, Siemens Velaro.
Na gut, dann ist es doch logisch, dass der nächste Schritt ein einheitlicher IC-Triebwagen ist? Es gibt ja von der Stange der Bombardier Contessa. Verkehrt als AM96 in Belgien, als IC3 in DK und auch in NO und SE findet man diese Triebwagen.
Nope.
Die genannten Fahrzeuge konnten ein Erfolg werden, weil sie für eine sehr breite Kundschaft gebaut wurden, relativ "einfach" sind, großenteils einheitlich sind und deren Aufgaben scharf definiert sind.
Der ICx hat dagegen folgende Merkmale:
1. es handelt sich um geschätzten 300 FV/HGV-Triebwagen. Soviele FV/HGV-Triebwagen eines gleichen Grundrisses haben sogar China und Japan nicht.
2. es handelt sich um lediglich ein Kunde: DB. Die Bombardier TRAXX wurde dagegen für eine allgemeine Kundschaft gebaut. Europa ist vergeben von Wagenstrangen unterschiedlichster Sorte und unterschiedlichster Kunden, diese Wagenstrangen brauchen Loks, Bombardier liefert die Loks.
3. es handelt sich um ein Produkt, das möglichst viele unterschiedlichen Aufgaben erfüllen muss aber zugleich für keine einzige Aufgabe optimiert ist. Der Zefiro380 muss vor allem langer Zeit sehr schnell fahren können und wurde dafür optimiert. Der ES64-F4 wurde für den schweren internationalen Cargobetrieb optimiert.
4. es handelt sich um ein Produkt, das pro Land unterschiedlich dargestellt wird. Es gibt keinen einheitlichen InterCity in Europa. Der TwinDeXX würde bei uns nicht funktionieren, der VIRM in CH nicht.
5. es handelt sich um ein Produkt, dass stark modifizierbar/modulär sein muss. Loks, Reisezugwagen und Nahverkehrstriebwagen sind relativ "kleine" und "einfache" Einheiten in Vergleich zu achtteiligen Triebwagen mit verteiltem Antrieb. TGV? Das sind nur jeweils zwei Loks und ein relativ einfacher Wagenstrang dazwischen. Diese wurden unabhängig voneinander entwickelt. Thalys und TGV Duplex haben fast die gleichen Loks, TGV Réseau und TGV Atlantique auch. Thalys und TGV Réseau haben fast den gleichen Wagenstrang.
6. die Eisenbahnwelt ist kontinuierlich in Bewegung. Es werden Ausschreibungen gewonnen und verloren. Von den Corail-Wagen hat SNCF 4.000 Stück bauen lassen, DB beschaffte damals 4.000 Silberlinge. Aber in den 60ern/70ern war die Eisenbahnwelt noch "sta(a)tisch". Der ICx soll aber auch ins Ausland verkehren. Dort gibt es aber Wettbewerb. Wo 2020 DB mit ICx fährt, fährt 2030 wohl irgendwelcher Eurospeed GmbH mit einem Zefiro in IC-Version.
Als .NET Programmierer sehe ich den ICx als eine "know it all" Objektklasse, die für ein Kunde maßgeschneidert und möglichst in großen Stückzahlen instanziert werden soll.
Es ist verstehlich, dass die Gewinnchancen und das Ausmass an Gewinn relativ klein sind, die Fehlchancen und deren Folgen aber umsoviel größer.
Also: wenn Platform, dann wäre Loks+Wagen zu bevorzugen. Vom ausgesparten Geld kann man viele Bahnsteige 20 m verlängern, damit der Lok passt.
Sollten aber Lok+Wagen unvermeidliche Nachteile haben, dann wäre ein Einheitsbaukastenkonzept besser. Antriebslose Einheitsbaukasten kann man schon in vorhandenen IC-Wagenzügen einreihen; die Kunden können das Produkt schon kennenlernen. Danach kann man angetriebene Einheitszüge im Betrieb testen und z.B. das Verhältnis Antriebsleistung/Zuglänge sehr genau bestimmen.
Bei Misserfolg kann man die Baukasten immer noch als normale Reisezugwagen vermarkten und/oder angetriebene Drehgestelle in echten Triebzügen verwenden.
Nur so meine Gedanken, vielleicht ist es komplexer als hier dargestellt, CMIIW.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
AGV statt ICx
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 30.09.2010, 14:55 (vor 5749 Tagen) @ Oscar (NL)
Warum bestellt die DB nicht auch den französischen AGV? Die ICx können nur in Deutschland und evtl. A und CH fahren. Langfristig soll ein europäisches Hochgeschwindigkeis-Netz entstehen. Da würde der AGV besser passen. Für den nationalen FV und MüNüX sollte man neue IC-Wagen bestellen. 101 und 182 sind noch lange einsatzfäig.
Und: Muss die Lok wirklich an den Bahnsteig passen? Bei IC 118/119 stehen die beiden 218 in Meckenbeuren über den Bahnsteig hinaus.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Wo steigt der Lokführer aus?
fjk, Donnerstag, 30.09.2010, 15:08 (vor 5749 Tagen) @ 218 466-1
Und: Muss die Lok wirklich an den Bahnsteig passen? Bei IC 118/119 stehen die beiden 218 in Meckenbeuren über den Bahnsteig hinaus.
Nein. Die Lok muss nicht an den Bahnsteig passen. Aber die Gesamtzuglänge zwischen die Weichen am einzigen verbliebenen Kreuzungsbahnhof, und an diesem Gleisstück kann man nochmal 20m sparen, wenn man die Lok mit dem Siemens-Nudelholz über den ganzen Zug auswalzt.
Kollateralschäden? Stehen in diversen anderen Beiträgen.
[Hat Siemens eigentlich schon gemerkt, dass sie auch mit Stellwerken und Signalen Geld verdienen? Wahrscheinlich aber auch mit dem gezielten Rückbau, also egal. Und Siemens lässt sich wohl durch so ziemlich jeden anderen größeren Bahntechniker ersetzen...]
bemerkt fjk
Wo steigt der Lokführer aus?
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 30.09.2010, 15:44 (vor 5749 Tagen) @ fjk
bearbeitet von 218 466-1, Donnerstag, 30.09.2010, 15:45
Und: Muss die Lok wirklich an den Bahnsteig passen? Bei IC 118/119 stehen die beiden 218 in Meckenbeuren über den Bahnsteig hinaus.
Nein. Die Lok muss nicht an den Bahnsteig passen. Aber die Gesamtzuglänge zwischen die Weichen am einzigen verbliebenen Kreuzungsbahnhof, und an diesem Gleisstück kann man nochmal 20m sparen, wenn man die Lok mit dem Siemens-Nudelholz über den ganzen Zug auswalzt.
Gut gesagt :)
Kollateralschäden? Stehen in diversen anderen Beiträgen.
Die Trittstufen, sind eigentlich weit genug nach unten. Im Betriebswerk gibt es auch keine Bahnsteige.
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AGV statt ICx? Nein danke.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 30.09.2010, 18:18 (vor 5749 Tagen) @ 218 466-1
Warum bestellt die DB nicht auch den französischen AGV?
1. AGV als Alternative zum ICx: der AGV ist grundsätzlich ein Gliedertriebwagen ohne trennbare Einzelwagen.
Gerade die Möglichkeit einer (lediglich in der Werkstatt) wagengenauen Komposition war eine ICx-Voraussetzung.
Zudem hieß es: wir brauchen keinen vollwertigen ICE. Lies: kein echter HGV-Zug. AGV und z.B. Bombardier Zefiro kommen also nicht in Frage, das sind Ultra-HGV-Züge. Gönne NTV und die Chinesen ihren Spaß...:)
2. AGV als europaweiter HGV-Zug: DB hat schon 15 BR 407 bestellt und wird, wenn nötig, eher 15 weitere BR 407 bestellen.
3. Lass AGV sich zuerst mal beweisen, der Zug ist noch gar nicht in Planbetrieb.
Die ICx können nur in Deutschland und evtl. A und CH fahren.
Die ICx sollen auch nach Polen und in die Niederlande fahren (Stand 2009, kann sich geändert haben).
Langfristig soll ein europäisches Hochgeschwindigkeis-Netz entstehen. Da würde der AGV besser passen.
Im Moment eher TGV (ggf. Duplex). Das ist ein ausgereiftes Konzept, AGV ist noch nagelneu.
gruß,
Oscar (NL).
--
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AGV statt ICx? Ja bitte.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 01.10.2010, 09:59 (vor 5748 Tagen) @ Oscar (NL)
Warum bestellt die DB nicht auch den französischen AGV?
1. AGV als Alternative zum ICx: der AGV ist grundsätzlich ein Gliedertriebwagen ohne trennbare Einzelwagen.
Aber dieses Konzept, bietet wesentlich mehr Sicherheit. Ein Widerholungsfall wie 1998 in Eschede wäre damit unmöglich.
Gerade die Möglichkeit einer (lediglich in der Werkstatt) wagengenauen Komposition war eine ICx-Voraussetzung.
Zudem hieß es: wir brauchen keinen vollwertigen ICE. Lies: kein echter HGV-Zug. AGV und z.B. Bombardier Zefiro kommen also nicht in Frage, das sind Ultra-HGV-Züge. Gönne NTV und die Chinesen ihren Spaß...:)
Für solche Züge eben die neuen IC Wagen.
2. AGV als europaweiter HGV-Zug: DB hat schon 15 BR 407 bestellt und wird, wenn nötig, eher 15 weitere BR 407 bestellen.
Ob das so schlau ist...?
3. Lass AGV sich zuerst mal beweisen, der Zug ist noch gar nicht in Planbetrieb.
Nur Geduld...;)
Langfristig soll ein europäisches Hochgeschwindigkeis-Netz entstehen. Da würde der AGV besser passen.
Im Moment eher TGV (ggf. Duplex). Das ist ein ausgereiftes Konzept, AGV ist noch nagelneu.
Und der TGV kommt auch langsam auch in die Jahre.
--
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AGV statt ICx? Ja bitte.
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 01.10.2010, 11:09 (vor 5748 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 01.10.2010, 11:10
Aber dieses (Gliedertriebwagen-)Konzept, bietet wesentlich mehr Sicherheit. Ein Widerholungsfall wie 1998 in Eschede wäre damit unmöglich.
1. Ein TGV mit gleichen Radsätzen wäre wohl auch entgleist.
2. Warum hat Japan seitdem dennoch keine Jakobsdrehgestell-Shinkansen bestellt?
Langfristig soll ein europäisches Hochgeschwindigkeis-Netz entstehen. Da würde der AGV besser passen.
Im Moment eher TGV (ggf. Duplex). Das ist ein ausgereiftes Konzept, AGV ist noch nagelneu.
Und der TGV kommt auch langsam auch in die Jahre.
Die TGV-Garnituren, nicht das TGV-Konzept.
Deiner Denkweise nach konnte ich auch sagen: die Loks + Wagen kommen auch langsam in die Jahre. So ein TGV ist ja nur zwei Loks mit einem festen Wagenstrang dazwischen.
Dennoch möchtest Du den IC als Wagenzug beibehalten...
Wenn die Loks (Wagengarnituren) nicht mehr der Stand der Dinge entsprechen, baut man neue, mit Beibehalt der Wagengarnituren (Loks).
Bei lokbespannten ICs geht das genauso.
Mit diesem Evolutionskonzept konnte SNCF bestimmte Relationen folgenderweise upgraden:
1. TGV Réseau, alte Loks
2. TGV Réseau, neue Loks (Duplex-formoptimiert), gleicher Wagenstrang wie 1
3. TGV Duplex, gleiche Loks wie 2, Doppelstockwagenstrang
4. TGV Dasye, gleicher Lokkasten wie 2 oder 3 aber mit Asynchronmotoren und ERTMS, gleicher Wagenstrang wie 3.
Weder mit Velaro noch mit AGV machbar, mit einem Einheitsbaukastenkonzept vielleicht, mit Loks+Wagen definitiv.
gruß,
Oscar (NL).
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AGV statt ICx? Ja bitte.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 01.10.2010, 17:04 (vor 5748 Tagen) @ Oscar (NL)
Im Moment eher TGV (ggf. Duplex). Das ist ein ausgereiftes Konzept, AGV ist noch nagelneu.
Und der TGV kommt auch langsam auch in die Jahre
Die TGV-Garnituren, nicht das TGV-Konzept.Deiner Denkweise nach konnte ich auch sagen: die Loks + Wagen kommen auch langsam in die Jahre. So ein TGV ist ja nur zwei Loks mit einem festen Wagenstrang dazwischen.
Dennoch möchtest Du den IC als Wagenzug beibehalten...
Es würde ja wenig Sinn machen, den 360 km/h AGV auch als IC z.B. durch Rheintal oder Schwarzwald oder als RE (MüNüX, da könnten umdesignte ICE2 nur zusätzlich zu den jetzigen Zügen - bei einem Stundentakt ohne Halt in Ingolstadt-Nord fahren) einzusetzen.
Also: ICE 1+2 durch AGV- Lokbespannte IC und RE200 durch neue IC Wagen ersetzen.
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AGV statt ICx? unpassend
Henrik, Freitag, 01.10.2010, 18:30 (vor 5748 Tagen) @ 218 466-1
Warum bestellt die DB nicht auch den französischen AGV?
weil der in der Ausschreibung unterlegen ist?
1. AGV als Alternative zum ICx: der AGV ist grundsätzlich ein Gliedertriebwagen ohne trennbare Einzelwagen.
Aber dieses Konzept, bietet wesentlich mehr Sicherheit. Ein Widerholungsfall wie 1998 in Eschede wäre damit unmöglich.
Schwachsinn.
Eschede wäre mit einem AGV genauso geschehen.
Gerade die Möglichkeit einer (lediglich in der Werkstatt) wagengenauen Komposition war eine ICx-Voraussetzung.
Zudem hieß es: wir brauchen keinen vollwertigen ICE. Lies: kein echter HGV-Zug. AGV und z.B. Bombardier Zefiro kommen also nicht in Frage, das sind Ultra-HGV-Züge. Gönne NTV und die Chinesen ihren Spaß...:)
Für solche Züge eben die neuen IC Wagen.
....die neuen ICx, ja. Deswegen werden sie ja auch bestellt.
2. AGV als europaweiter HGV-Zug: DB hat schon 15 BR 407 bestellt und wird, wenn nötig, eher 15 weitere BR 407 bestellen.
Ob das so schlau ist...?
ganz sicher ist es schlau, sonst wäre der Auftrag nicht erteilt worden.
ICE 3 / Velaro ist ein erfolgreiches sinnvolles Konzept, da ist es kein Wunder, dass diese Ausschreibungen gewinnen.
3. Lass AGV sich zuerst mal beweisen, der Zug ist noch gar nicht in Planbetrieb.
Nur Geduld...;)
genau die sollst Du haben... ;)
Langfristig soll ein europäisches Hochgeschwindigkeis-Netz entstehen. Da würde der AGV besser passen.
Das spricht eher für den Velaro.
AGV statt ICx
Matze86, München, Freitag, 01.10.2010, 08:59 (vor 5748 Tagen) @ 218 466-1
Für den nationalen FV und MüNüX sollte man neue IC-Wagen bestellen.
Warum denn?
101 und 182 sind noch lange einsatzfäig.
Die IC-Wagen beim MNE auch...
Neue IC Wagen.
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 01.10.2010, 09:51 (vor 5748 Tagen) @ Matze86
Für den nationalen FV und MüNüX sollte man neue IC-Wagen bestellen.
Warum denn?
Weil der ICx fraglich geworden ist und die aktuellen IC Wagen bald ihr 50 jähriges Jubiläum feiern.
101 und 182 sind noch lange einsatzfäig.
Die IC-Wagen beim MNE auch...
Maximal noch 10-15 Jahre - trotz Redesign.
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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ICX: Gedanken zum Platform
ice-t-411, Donnerstag, 30.09.2010, 15:44 (vor 5749 Tagen) @ Oscar (NL)
Hi!
Es gibt auch einheitliche Straßenbahnen (Flexity Outlook, Stadler Tango, Alstom Citadis, Siemens Combino).
Die Einheitlichkeit der Straßenbahnen endet aber auch beim Produktnamen. Alles andere ist immer eine Sonderkonstruktion für den jeweiligen Betreiber. Man sieht es auf den ersten Blick vor allem im Fahrerstand, aber nicht mal der Wagenkastengrundriss ist gleich.
Bei Vollbahnen ist es übrigens auch nicht viel besser...
Aber danke für den Lacher :)
Johannes