D/A/SI/CH - Mit der Bahn durch die Alpen (Teil II) (Allgemeines Forum)

ktmb, Samstag, 17.07.2010, 18:23 (vor 5729 Tagen) @ ktmb

Teil II

Zwischendurch gab es auch einen Ausflug ins nahegelegene Tarvisio. Leider
fahren zwischen Kranjska Gora und Tarvisio keine Busse mehr, so dass wir
gut einen Kilometer zu Fuss bis zur Grenze und der ersten Haltestelle in
Fusine Valico zurücklegen mussten. Laut Homepage von SAF Udine sollte der
erste Bus um 08:15 Uhr abfahren und das an einem Samstag. Ich war
skeptisch. Schließlich kam ein SAF-Bus und brachte uns nach Tarvisio.
Interessant für Radfahrer und schlecht für Bahnfahrer ist die Tatsache,
dass der Ast der Wocheiner Bahn von Jesenice nach Tarvisio in einen
Radwanderweg umgebaut worden ist, so wie Teile der Ferrovia Pontebbana
auch.

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Zu Fuss nach Italien!

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Grenzsteine

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Italian breakfast

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Ein Bus von SAF Udine

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Hier hält kein Zug mehr.

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Dafür kann man jetzt auf der ehemaligen Ferrovia Pontebbana mit dem Fahrrad fahren.

Nach zwei Wochen sollte es dann wieder zurück gehen. Aufgrund des Streiks
bei Trenitalia blieb uns ein Ausflug nach Trieste verwehrt. Die ÖBB
erstatteten anstandslos das Online-Ticket für den Intercitybus von Udine
nach Villach. Derweil nutzten wir unsere Zeit auf der Wocheiner Bahn. Nach
der Anfahrt über Bovec per Bus hatte uns die Eisenbahn wieder zurück. In
Most na Soči železniška postaja hatten wir etwas Zeit, um uns den Bahnhof
anzuschauen. Glücklicherweise gab es auch etwas Bahnbetrieb mit schweren
Güterzügen und einer alleinreisenden Disellok, die wohl nach Nova Goriza
fuhr, um einen weiteren Güterzug abzuholen. Der Bahnhof präsentiert sich
in sehr gutem Zustand und besitzt sogar ein kleines Museum.

http://www.youtube.com/watch?v=Cs5n6FDhISo
Eine Diesellok in Aktion!

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Dieselpower

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Bahnhof Most na Soči

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100 jähriges Jubiläum

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Blick in das Innere des Museums

Dann kam auch unser LP 4298, der uns nach Jesenice brachte. Es ging über
Podbrdo und den Kobla Tunnel (6339 m) hinauf nach Jesenice. Von dort
fuhren wir mit meinem absoluten Favoriten IC 311 nach Villach. Es war
ein Zug mit nur drei Wagen ohne Klimaanlage und mit Übersetzfenstern.

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Auf dem Weg nach Jesenice

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Wir überholen gerade einen Güterzug

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Bahnhof Jesenice

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Innenansicht BI der SŽ

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Innenansicht II BI der SŽ


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Unser BI der SŽ,mit dem wir im IC 311 nach Villach gefahren sind.

In Villach nutzten wir die verbleibende Zeit für einen Stadtbummel und
warteten schließlich auf EN 464 Zürichsee, der ca. eine Stunde vor Abfahrt bereitgestellt wurde. Dank gebührt hier noch einmal der umsichtigen
montenegrinischen Liegewagenschaffnerin, die unser gebuchtes Viererabteil
frei hielt. Es war eine angenehme Reise im betagten aber modernisierten
Bcmz der ÖBB. Anfangs war es recht heiß im Abteil. Nach einer halben
Stunde Fahrt schließlich erreichten die Temperaturen ein erträgliches Maß.

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Ein serbischer Liegewagen

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Bahnhofshalle in Villach

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ÖBB Bcmz I

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ÖBB Bcmz (Viererbelegung)

Im weiteren Verlauf fuhren wir in der Nacht über Innsbruck und Feldkirch
nach Buchs in der Schweiz. Nach einem im Preis inkludierten Frühstück mit
wirklich frischen Brötchen ging es dann entlang an Walen- und Zürichsee
nach Zürich.

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Unsere Zug(s)komposition (EN 464) auf dem Weg nach Zürich HB.

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Ankunft in Zürich HB

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Klimatisierter Warteraum in Zürich HB

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Großartige Aussichten in der Lounge!

Die Schweiz hat wirklich Appetit auf mehr gemacht. Geplant ist im Oktober
ein Kurzreise nach Chur über Innsbruck, um den Rest der Strecke in
Richtung Feldkirch noch einmal bei Tageslicht zu sehen sowie um
Bekanntschaft mit dem Weltkulturerbe der Rhätischen Bahn zu machen.
In Zürich hatten wir zwei Stunden Aufenthalt, die wir mit dem Besuch der
Dusche (12 Franken) bei McClean, Migros und der SBB-Lounge überbrückten.
Lobenswert insgesamt das Konzept des Zürcher HB. Selbst in den Katakomben
war alles sehr übersichtlich und sauber. Die Lounge war natürlich auch
super. Kurz nach 11:00 sollte es dann auf das letzte Teilstück unserer
Reise nach Osnabrück mit EC 100 gehen. Leider hatte die Klimaanlage ab der Grenze arge Probleme. Dank der acht Notfenster wurde die Situation im
Wageninneren entschärft. Nach gut 800 km kamen wir schließlich am
Ausgangspunkt unserer Reise in Osnabrück an.

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EC 100 in Basel Hauptbahnhof

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Behelfsklimaanlage (oben links)


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