Das Ende von Bahn 2000 (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Donnerstag, 15.07.2010, 00:42 (vor 5834 Tagen) @ naseweiß

Einziger Nachteil: In absehbarer Zeit wird die Route via Bern 15 Minuten schneller werden.

Wie, die eine wird schneller, aber die andere nicht? Das passt so überhaupt nicht zur ganzheitlichen Planungen von Bahn2000 und co. Die andere Route folgt sicher inrgendwann, schafft man es einfach nicht gleichzeitig beide Bauarbeiten abzuschließen?

Bahn 2000 sah vor, dass die Routen Zürich-Bern-Lausanne und Zürich-Biel-Lausanne gleich lang dauern, damit beide zur Minute .15/.45 in Lausanne ankamen. Diese Idee opfert nun dem Tempo.

Bahn 2030 wollte ursprünglich erreichen, dass beide Routen um eine Viertelstunde beschleunigt werden. Auf der Bieler Route war das aber unbezahlbar, weswegen wohl künftig die Züge Zürich-Biel-Lausanne ausserhalb der neuen Knotenzeit .00/.30 eintreffen werden.

Dies ist aus folgenden Gründen verschmerzbar:

6 Mrd Euro für 300 ICx macht 20 Mio Euro. Bei angenommen 25 Mio pro Schweizer Neige-Garnitur wären das 30 Einheiten. Sollen es denn 30 werden? Welche bzw. wie viele Linien kann man damit bedienen? Könnte die zur zweistündlichen Linie München-Genf ergänzende zweistündliche Linie St. Gallen-Genf (-> Stundentakt) umlaufmäßig getrennt und mit IC-N gefahren werden?

Nur 25% teurer bei Neigetechnik und viel kleinerer Serie? Bezweifle ich.

Jedenfalls denke ich auch, dass die ICN weiterhin St. Gallen-Biel-Genf bedienen werden. Interessant wird noch die Frage nach Doppeltraktionen: Eine Einfachtraktion reicht im Binnenverkehr nicht immer, im internationalen ist eine Doppeltraktion aber zuviel. Wird man etwa versuchen, die alten und neuen Züge in Doppeltraktion fahren zu lassen? Wohl eher nicht.

Meine Vermutung: Man will mit dieser Beschaffung die Splitterserien ETR 470 (Cisalpino) und evtl. ETR 610 ablösen. Dann würden die neuen Züge folgende Routen bedienen:
München-Zürich-Genf
Stuttgart-Zürich
Mailand-Zürich
Mailand-Basel
Mailand-Genf

War es aber nicht so, dass auf Winterthur-St.Gallen und westlich Bern überhaupt Neigetechnik zur Fahrzeitverkürzung nötigt sein soll? Dann wären beide Führungen sinnvoll möglich. Sollen zwischen Zürich und Bern nicht die Zugzahlen verdoppelt werden?

Nein, auf den beiden Strecken braucht es nicht Neigetechnik, da reicht Wankkompensation (wie kürzlich bestellt). Die Berner Route braucht zwingend Doppelstöcker, das ist also nichts für die internationalen Einstöcker.

Bis zur Verdoppelung zur Zugzahlen fliesst noch VIEL Wasser den Rhein hinunter, vor 2020 keine Chance.

Also doch 03:30 und nicht 03:15, siehe hier, in den letzten Tagen auch Thema.

Ich hab auch nichts definitives (weiss man wohl erst nach Testfahrten genau), es wird wohl irgendwas zwischen 3h15 und 3h30 sein.

Knotenzeiten also: Zürich 30er - St. Gallen 30er - Bregenz 00er (= Zugkreuzung) - Memmingen 00er (= Zugkreuzung) - München 00er

Zürich/St.Gallen/Bregenz kann ich bestätigen, hab ich irgendwo gesehen.

Memmingen im besten Fall nur 00er-Zugkreuzung ohne jeden Regionalzug-Zubringer, heute nämlich 30er-Knoten.

Kann man den evtl. drehen? Wäre sehr sinnvoll, wenn sich der RV nach dem FV richten würde. Es gibt übrigens einen ITF-Entwurf namens Bodan-Rail, welcher mehr und mehr Realität wird: Singen, St. Gallen, Sargans, Bregenz und Feldkirch werden alle umgesetzt wie vorgeschlagen.


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