Eine Gesellschaft, in der Homosexuelle willkommen sind (Allgemeines Forum)

Benjamin.Keller, Dienstag, 11.02.2025, 19:43 (vor 453 Tagen) @ bendo
bearbeitet von Benjamin.Keller, Dienstag, 11.02.2025, 19:44

Weil die Bahn ein Unternehmen ist, das - brechen wir es mal aufs Einfachste herunter - einen Beförderungsauftrag, d.h. Menschen und Güter von A nach B zu bringen, hat.

Sie hat als Staatsunternehmen deutlich mehr als das. Sie hat auch Schwulen und Lesben zu signalisieren, dass sie in ihren Zügen willkommen ist.

Ebenso sollte sie schon aus Eigeninteresse potentiellen Arbeitskräften signalisieren, dass Schwule und Lesben ebenso als Arbeitnehmer willkommen sind.

- Weitere Unternehmenszugehörige (z.B. einfache Mitarbeiter), die dem Unternehmenszweck (hoffentlich) loyal gegenüber stehen, werden gezwungen eine Meinung mit zu tragen, die möglicherweise nicht ihre ist.

Lesben und Schwule auszugrenzen, ist aber keine "Meinung" in einer pluralistischen Gesellschaft, sondern widerspricht unseren wesentlichen Verfassungszielen, die insbesondere ein Staatsunternehmen zu tragen hat. Diese "Meinung" darf man haben, aber man hat kein Anrecht darauf, dass der Arbeitnehmer oder ein Staatsunternehmen diese unterstützt.

- Politische Themen werden gerade heute sehr spalterisch diskutiert. An mancher Stelle wäre es angebracht, sich neutral zu verhalten

Hier aber nicht. Der Staat hat den Auftrag, die freie Entfaltung von Schwulen und Lesben zu unterstützen, per grundgesetzlichem Auftrag. Ein Schutz vor der Anwesenheit von Homosexualität ist hingegen grundgesetzlich nicht geschützt.

Keinem Heterosexuellen, dir nicht, mir nicht, wird irgendetwas weggenommen, wenn Homosexuelle in Frieden leben dürfen und in der Öffentlichkeit, insbesondere in Zügen, willkommen geheißen werden.


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