Très impressionant, merci beaucoup! (Reiseberichte)

Bahne aus Leidenschaft, Dienstag, 09.07.2024, 20:03 (vor 7 Tagen) @ Tobs

Salut Eric,

vielen herzlichen Dank - insbesondere für diesen Teil. Irgendwie scheine ich mich hier etwas mehr als in den anderen, mit Dir besuchten Ecken des Hexagons, zuhause zu fühlen. Es ist schon bizarr, dass ich Frankreich immer wieder auch Paris reduziere, die Stadt, in der ich einst meine (prästudentische) Ausbildung absolvierte, und die ich bis heute eher schlecht als recht leiden kann. Die Küstenregionen finde ich hingegen sehr ansprechend, meine Präferenz gilt - den wärmeren Temperaturen geschuldet - eher dem Mittelmeer, wobei mir hier der extreme Kontrast zwischen arm und reich (= "Marseille vs. Nice") missfällt. Als facettenreicher empfinde ich jedoch den Atlantik, La Rochelle würde ich beispielsweise gern besuchen wollen.

Die Gegend östlich von Marseille ist inzwischen einer meiner letzten wirklichen weißen Flecken in Frankreich. Die etwas rauere Atlantikküste gefällt mir gut, zwischen Arcachon und Nantes würde ich die Bahnanbindung aber eher als punktuell beschrieben. An der Côte d'Azur dürfte man da mim Zug deutlich flexibler sein. Dein gespanntes Verhältnis zu Paris kann ich gut nachvollziehen. Bis jetzt war ich nur für einige Tage oder Stunden als Besucher dort, aber die Stadt ist doch sehr laut, weitläufig und überlaufen. Bei meinem Auslandssemester in Lyon meinten die Einheimischen, in Paris seien die Leute deutlich unfreundlicher als in Lyon. Bei dem Thema will ich mich nicht einmischen, aber im Allgemeinen fand ich das kleinere Lyon angenehmer, liegt vermutlich auch daran, dass mir etwas kleinere Großstädte lieber sind.

Aber was ich mich beim Lesen der Berichte frage: Wieviel "verpasst" man dadurch, dass man mit der Bahn fährt und kein Halten zwischendurch möglich ist?

Natürlich verpasst man einiges im Zug, vor allem bei den dünnen Fahrplänen auf manchen Strecken. Da ist eben mal kurz aussteigen und eine Stunde weiterfahren nicht drin. Oft sind auch die Haltestellenabstände ziemlich weit. Bei der Wahl der Ziele ist man auch etwas eingeschränkt, da das Netz in den ländlichen Regionen recht weitläufig ist. Einen Urlaub in an der Dordogne, wo ich im vorletzten Teil durchgefahren bin, wie früher mit meiner Familie mit dem Auto könnte ich mir mit dem Zug zum Beispiel nicht vorstellen. Dafür hat der Zug andere Vorteile. Dafür finde ich die Fahrt mit dem Zug entspannter und man kann sich in Ruhe die Landschaft anschauen, was der Fahrer im Auto nicht so viel tun sollte.

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Das Bild gefällt mir derart, dass ich es mir als Hintergrund auf meinem Laptop eingerichtet habe. Ich hoffe, dass das für Dich in Ordnung geht?

Gar kein Problem. Freut mich, dass meine Handybilder manchmal überzeugen können. :-)

Dann kehre ich bei der benachbarten Crêperie ein. Ich war zwar schon heute Mittag essen, aber so ein Galette geht gerade noch so rein.

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Ich bitte um Entschuldigung, woraus besteht das kleine Törtchen? Handelt es sich um einer Eierspeise?

Das ist eine Scheibe gratinierter Ziegenkäse.

Zurück in Vannes gönne ich mir ein Kouign Amann, zu Deutsch ganz unspektakulär Butterkuchen. Angeblich soll es das fettigste Gebäck der Welt sein. Ob das stimmt, kann ich nicht sagen, aber warm ist as Blätterteigteilchen eine Köstlichkeit. Mehr als einen sollte man aber nicht essen, wenn man am Rest des Tages noch was vor hat.


Falls jemand, wie ich betreffend der korrekten Aussprache, ins Grübeln geraten sollte, denn offensichtlich gibt es da zwei Möglichkeiten für den hinteren Teil des Wortes (= wohl Bretonisch vs. Französisch), sei auf das folgende Video verwiesen:

https://www.youtube.com/watch?v=EUy-_9lkUsM

Vielen Dank für die Aufklärung!


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