Man könnte auch... (Allgemeines Forum)

VT 609, Samstag, 06.04.2024, 20:43 (vor 887 Tagen) @ HolyPetrus
bearbeitet von VT 609, Samstag, 06.04.2024, 20:46

Du übersiehst hier, dass "Boni" einfach variable Vergütungsbestandteile sind, die ein ganz normaler Teil des Gehalts sind und kein "Geschenk" oder ähnliches.

Das weiß ich. Dadurch, dass das Gehalt auch ohne Boni schon üppig ist, wirken sie auf Otto-Normalverdienende aber wie ein Geschenk an die Vorstände.

Es ist nicht zuletzt der Stimmungsmache der Gewerkschaften zu verdanken, dass hier immer wieder ein anderer Eindruck erweckt werden soll.

Zumindest die Stimmungsmache der GDL hat bei mir nicht gewirkt. Das sollte in meinen Beiträgen eindeutig zu erkennen sein.

Vielleicht kannst Du mir auch erklären, wie man fähige Führungskräfte und Vorstände für ein Arbeit bei der DB bewegen will, wenn man kein wettbewerbsfähiges Gehalt zahlt. Das wäre nämlich ohne die sog. "Boni" der Fall.

Hier liegt der Fehler im System. Es ist in Vorstandswelten leider üblich, dass die Vorstände ein üppiges Gehalt bekommen und zusätzlich Boni. Wenn es das nicht gibt, kommt keiner. Und eben diese Vorstände sind dann bei den Tarifverhandlungen fürs Fußvolk knusprig und sprechen gerne von "nicht finanzierbar"; damit meine ich jetzt nicht nur Herrn Seiler, sondern auch Vorstände aus anderen Unternehmen und Branchen. Ich behaupte mal, ein Vorstand kann sich sein Leben auch ohne Boni leisten. Gerade in den unteren Lohngruppen macht es aber einen gewaltigen Unterschied, ob am Ende 100 Euro mehr oder weniger auf dem Konto liegen. Verstehst du jetzt, was ich meine?


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