Eine eindeutige Chance für die Bahn? (Allgemeines Forum)
Dies ist eine eindeutige Chance für den Fernverkehr der Bahn. Konkurrenz belebt das Geschäft [1], senkt die Preise [2] und verbessert die Leistungen [3].
Das gilt so pauschal nicht:
[1] Das Geschäft wird vor allem bei den Chefs erlebt, die jetzt noch mehr abkassieren können. Vor ein paar Wochen hatte bei uns wieder ein Bankdirektor einen Bonusbetrag im Millionenbereich auf sein Konto gutgeschrieben.
[2] Zumindest in den Bereichen Gas/Wasser/Strom/Krankenkasse/Telefonie haben ich seit der Privatisierung eher mehr als weniger bezahlt. Habe noch jeden Umstieg bereut.
[3] Fernsehen/Hörfunk: Konkurrenz durch kommerzielle Sender hat zwar die Quantität des Angebots verbessert, aber dessen Qualität eher verschlechtert. Man vergleicht halt die Musik der heutigen Charts mit der von vor 25 Jahren...
Insbesondere die Verfügbarkeit von Sparpreisen dürfte sich plötzlich und auf unerklärliche Weise erhöhen.
1. Nur schade, dass für einen Sparpreis eine Fernverkehrsfahrt erforderlich ist, und die Bahn immer mehr Regionen vom Fernverkehr abkuppelt.
Die Hauptmagistralen bleiben nach wie vor stark nachgefragt, dort werden die Sparpreise wohl auch recht wenig verfügbar sein. Dafür gibt es dann Sparpreise auf ungewöhnte Relationen, die zwar für Bahnfans interessant sind, aber nicht für Otto Normalbahnfahrer.
2. Mehr Sparpreise bedeutet nicht automatisch mehr Fahrgäste. Auf Amsterdam-Rotterdam kannst Du wohl am Abfahrtstag noch einen Sparpreis für den Fyra bekommen. Trotzdem bleibt die Auslastung bei etwa 10-15%.
Und dann kommt man irgendwann auch weg von den Mondpreisen, sog. Normaltarif.
Ich kann auch sagen: dann wird der Fahrkartenkauf noch mehr eine Lotterie. Mir wäre es lieber, dass die Normalpreise senken. Dann wird es für Otto Möchtegernbahnfahrer auch mal attraktiver, die Bahn auszuprobieren, denn Otto hat keine Lust, sich durch etwa 36.921 mögliche Angebote zu stöbern.
Und es ist auch die Chance, mehr Autos von der Straße wegzubekommen.
Und es ist auch die Chance, Leute von der teuren Bahn auf den billigen Bus zu bekommen. Eurolines macht ein gutes Geschäft hier; von und nach Eindhoven sind die Busse gut gefüllt, denn Eindhoven-München ist mit einem Bus gar nicht so viel langsamer als mit der Bahn, dafür aber umsoviel billiger.
Und es ist auch die Chance, Leute von der langsamen Bahn auf den schnellen Bus zu bekommen. Meine Reisegeschwindigkeit Eindhoven-Köln (Bahnhof zu Bahnhof) ist mit der Bahn 50 km/h (brauche 2:35 für 125 km). Ein Bus durfte das via gut ausgebaute Autobahnen ziemlich einfach verbessern können.
Spart ne Menge Energie. Schau Dir mal die PS-Leistung eines Busses an und die von 20-40 Privatautos !!
Leute die jetzt Auto fahren, werden das wohl auch mit dem Billigbus nach wie vor tun. Nicht wegen der preislichen Vorteile, sondern wegen der immateriellen Vorteile: man kann jederzeit abfahren, ist flexibel während der Fahrt und am Ankunftsort, man kann ungestört die Stereoanlage hochdrehen und zugleich eine Cigarre rauchen, usw... (hatte im alten Forum eine Liste von 30 Gründen geschrieben, kann sie aber nicht mehr finden).
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
gesamter Thread:
- Busfernverkehr als Bahnkonkurrenz leichter möglich -
Sören Heise,
25.06.2010, 17:08
- Eine eindeutige Chance für die Bahn -
GUM,
25.06.2010, 19:00
- Eine eindeutige Chance für die Bahn? -
Oscar (NL),
26.06.2010, 07:45
- Eine eindeutige Chance für den Kunden - Henrik, 26.06.2010, 13:53
- Eine eindeutige Chance für die Bahn? -
Oscar (NL),
26.06.2010, 07:45
- Wenig Lohn und zerstörung vom Taktfahrplan - JKHalle, 27.06.2010, 13:37
- Eine eindeutige Chance für die Bahn -
GUM,
25.06.2010, 19:00