? Notfahrplan - Welche Fahrer? (Allgemeines Forum)

gnampf, Mittwoch, 24.01.2024, 11:46 (vor 963 Tagen) @ 611 040

Normalerweise geht den AG eine Gewerkschaftszugehörigkeit nichts an. Die Lonführer müssen also nicht vor dem Streik sagen ob sie in der GDL sind und streiken werden oder nicht. Meistens sieht man es erst am Morgen, wer seinen Dienst nicht antritt.

Das geht sie nicht nur nichts an, das darf sie gemäß Datenschutz auch gar nicht erheben oder danach fragen, oder wenn ihr das Wissen auf andere Art unterkommt es dafür verwenden oder speichern.
Man sieht aber meines Wissens nach nicht nur wer den Dienst antritt, sondern auch wer streikt, da auch in dem Fall meines Wissen nach bei Schichtbeginn die Meldung erfolgen muss, dann eben mit "ich streike". Denn es könnte ja auch diverse andere Gründe haben, bis hin zu einfacher Arbeitsverweigerung.

Da es nun aber in der Vergangenheit einige Streiks gegeben hat weis die DB ja nun wem sie bei den letzten Malen kein Gehalt gezahlt hat und kann es daher ausrechnen.

Siehe oben, weiss sie nicht, oder maximal Zahlenmäßig, aber auf keinen Fall personenbezogen. Denn personenbezogen darf es maximal eben zur Abrechnung verwendet werden, für nichts anderes. Und mengenmäßig hilft es wenig, wenn bei dem einen Streik die ganzen Beamten Dienst hatten, beim anderen dann die ganzen GDLer.

Dassauf einmal viele GDL-Mitglieder nicht streiken, oder es in der Vergangenheit nicht getan haben ist sehr selten, daher dürften die Zahlen in etwa gleich sein. Dass viele Tf aus finanziellen Gründen nicht mehr mitstreiken glaube ich auch nicht.

Je länger der Streik, desto höher die Chance. Damit wird die DB aber nicht planen.

Solange die Streikkasse der GDL immernoch voll ist bekommen die Streikenden ja immer noch fast 80%? ihres Lohns. Wenn man deswegen nicht mitmacht muss man später auch nicht über zu wenig Lohn klagen.

100 Euro je Tag. Wer mit dem Gehalt gerade so klar kommt, für den ist jeder Cent weniger ein Problem.

Sollte es jetzt so weitergehen und die Streikkasse leer sein, und die GDL ihre Mitglieder zum Streik ohne Bezahlung aufrufen sieht es schon anders aus. Ob sich das viele für den Zweck antun wollen ist fraglich.

Die Streikkasse ist wohl erst dann "leer", wenn die Dachgewerkschaft der GDL den Geldhahn zudreht. Das wird dann aber sicher nur intern und nicht nach aussen so kommuniziert.

Was den Notfallfahrplan angeht: man wird wohl einfach die TF ganz normal zu ihren Schichten antreten lassen. Kommen mehr als man für den Notfallfahrplan braucht, dann sitzen die halt als Reserve bezahlt rum. Kommen weniger kann man halt den Notfallfahrplan auch nicht mehr komplett fahren. Mit der Reserve muss man halt leben damit der Notfallfahrplan zuverlässig wird. Ggf. kann man mancherorts etwas kürzen oder mehr Leute einbestellen, aus Erfahrungswerten, aber am Prinzip dürfte es nichts ändern.


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