Karlsruhe kann ich nachvollziehen, Erfurt und Würzburg nich (Allgemeines Forum)

Holger2, Montag, 06.11.2023, 22:57 (vor 1042 Tagen) @ Tim Nabel

Hallo,

für Karlsruhe sprechen mehrere Gründe:

- Karlsruhe ist wichtige Fernverkehrsdrehscheibe auf den Relationen München - Paris und Frankfurt - Basel mit entsprechend vielen Umsteigern.

- Noch wichtiger als Umsteiger sind jedoch Geschäftsreisende, die nach ihren Terminen zurück fahren und keinen passgenauen Anschluss haben. Karlsruhe ist der Sitz von vielen Institutionen, mit zahlungswilligem und reisewilligem Klientel: z.B. BVG, BGH, KIT. Ferner ist Karlsruhe Firmensitz u.a. von DM und EnBW.

- Außerdem muss erwähnt werden, dass die Bevölkerung im Süden insgesamt reicher und jünger - und damit reisewilliger - ist.

Für Erfurt spricht eigentlich nur der ICE - Knoten der Relationen Frankfurt - Dresden und München - Berlin, wobei die Zahl der Umsteiger mit der zunehmenden Anzahl an Direktverbindungen eher stark abnimmt. Als Landeshauptstadt generiert Erfurt eher Regionalverkehr, der die Bahnlounges nicht finanziert. Ansonsten wären auch Potsdam, Schwerin, Kiel, Wiesbaden, Magdeburg, Mainz oder Saarbrücken Kandidaten für Bahnlounges. Also 50% aller Landeshauptstädte haben keine Bahnlounge.

Für Würzburg spricht eigentlich gar nichts. Es war einmal Korrespondenzhalt verschiedener ICE - Linien, aber dieser ist mittlerweile in Nürnberg. Es ist keine sonderlich große Stadt und wichtige Nahverkehrsanschlüsse gibt es eigentlich an jedem ICE - Bahnhof. Mit der gleichen Begründung könnten dann Aachen, Freiburg, Ulm oder Mühldorf eine Bahnlounge bekommen.

Für mich wäre Dortmund noch ein möglicher Kandidat, und vielleicht noch Basel.

Holger


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum